Red Dead Redemption 2: Die spannendsten Erlebnisse der Redaktion

(Special)

von Spieletipps-Team (25. Oktober 2018)

Revolver in der linken, Controller in der rechten Hand. Die Gaming-Sessel gesattelt, der Kaffee pechschwarz. Die spieletipps-Redaktion ist auf einem wilden Ritt mit Red Dead Redemption 2 unterwegs. Hier lest ihr von unseren Erlebnissen.

Um euch auf dem Laufenden zu halten, was wir in Red Dead Redemption 2 alles anstellen, schicken wir euch regelmäßig Telegramme aus der Wildnis, die ihr hier nachlesen könnt. Beeindruckende Momente, gefährliche Kämpfe und abgefahrene Begegnungen: Hier bekommt ihr immer Updates über unsere neuesten Schandtaten.

Schaut euch zur Einstimmung nochmal den Launch Trailer von Red Dead Redemption 2 an:

06. November 2018, 12 Uhr: Hilfe! Stefans Pferd brennt

Ich reite gerade durch die tiefschwarze Nacht, als plötzlich etwas meine Aufmerksamkeit erregt. Zwei grelle, orange leuchtende Flecken auf dem Boden. Ui, wie schön, denke ich mir. Wie eine Motte werde ich von dem hellen Licht angezogen.

Als ich dann aber auf den Fleck zureite und darin zu stehen komme, merke ich, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Mein Pferd wird zunehmend unruhig und reitet aus dem Kreis hinaus. Auch wenn ich merke, dass hier etwas nicht stimmt, ist meine Neugier geweckt.

Ich reite also in den zweiten Kreis, mein Pferd wird wieder unruhig, aber ich lasse es nicht herausreiten. Plötzlich fängt die gute Bojack Feuer, wirft mich ab und ist lebensgefährlich verletzt. Was passiert hier? Langsam beschleicht mich das Gefühl, es mit einer verbuggten Feueranimation zu tun zu haben. Mein Pferd konnte ich glücklicherweise retten und um leuchtende Kreise werde ich für immer einen Bogen machen. Ob es vielleicht doch Magie war?

02. November 2018, 16 Uhr: Stefan hat Angst

Normalerweise lässt mich die Brutalität, der ich täglich im Spiel begegne, kalt. Es ist egal ob Schießereien, Schlägereien oder die Jagd. Das alles macht mir eigentlich nichts aus. Was ich aber gerade entdeckt habe, ließ mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen.

Es ist eine sternenklare Nacht und ich reite friedlich meines Weges, als ein Licht bei einer Eisenbahnunterführung meine Neugier weckt. Voller Erwartungen mach ich mich auf den Weg den Abhang hinunter. Was ich dort sehe, lässt mir allerdings das Blut in den Adern gefrieren. An zwei zwischen den Holzpfosten gespannten Seilen hängt ein blutiger Torso, der vom Vollmond beschienen wird.

Schnell schaue ich mich um, auf der Suche nach Hinweisen. Ich finde die Beine des Mannes, dessen Oberkörper dort an den Seilen hängt, aber keine Spur vom Täter. Doch als ich mich wieder umdrehe, sehe ich an einer Felswand den mit Kreide geschrieben Schriftzug "Schaut auf mein Werk".

Ich springe auf mein Pferd und reite davon. Ich versuche zu verdrängen, was ich gerade gesehen habe. Den Plan, ein Lager für die Nacht aufzuschlagen, verwerfe ich. Schlaf hätte ich ohnehin nicht mehr gefunden. Das Einzige was ich will, ist so weit wie möglich von diesem unheiligen Ort weg zu kommen.

1. November, 16 Uhr: Michael durfte vor der Katastrophe noch nicht mal zu Ende frühstücken

Da gehe ich gerade noch friedlich durchs Lager, während ich meinen Frühstückseintopf auslöffle, - und schon mache ich den gravierenden Fehler, am Zelt von Oberboss Dutch vorbeizugehen. „Hey, Morgan! Es gäbe da eine Reihe von Sachen, die du dringend für mich erledigen müsstest.“ Och ne, ich wollte eigentlich angeln gehen. Was soll's! Ich brumme, werfe den Teller weg und steige auf mein Pferd. „Guter Junge“, sagt Dutch. Ich geb dir gleich guter Junge ...

Unser hauseigener Geistlicher hat sich anscheinend von irgendwelchen Leuten abfüllen und anschließend beim Poker ausnehmen lassen. So Leute, ihr lasst jetzt mal den armen Deppen in Ruhe, stattdessen spiele ich gegen euch, um die Wogen zu glätten. Meine Freude darüber, dass ich die Herrschaften über den Tisch ziehe, hält solange an, bis ich merke, dass wir hier eigentlich nur um Pennybeträge spielen. Für meinen Aufwand werde ich aber später von der cholerischen Seele entschädigt, die den geflüchteten Reverend auf einem Hügel verprügelt.

Nachdem ich den Geistlichen schließlich vom Selbstmord auf den Gleisen abgehalten habe (Was für eine kleine Drama-Queen!), finde ich mich Stunden später in einer kleinen Stadt wieder, um eines unserer Gangmitglieder aus einem Gefängnis zu holen. Ja, an sich hat er den Strick für seine Taten verdient, aber andererseits ist Sterben dummerweise nun mal ziemlich endgültig. Er starrt mich bettelnd durch die Gitterstäbe an und wartet darauf, dass ich ihn herauszaubere.

Ich seufze und rechne kurz durch, was mir blühen könnte, bevor ich eine Zugmaschine mit dem Fenster verbinde: Tote, Brände, ein Kopfgeld und jede Menge Gesetzeshüter im Nacken. Für die Bande, denke ich und setze meinen Plan die Tat um. Abends im Lager - ich habe meinen Hut unterwegs verloren - ruft Dutch zum Feiern auf. Ne, Danke, ich leg mich hin. Was für ein Tag! Davor gehe ich noch mein Pferd füttern und lade den Bären ab, der meinen Weg gekreuzt hat.

31. Oktober, 13 Uhr: René will nach wie vor – Ehrenwort – eigentlich nur das Beste

Es ist ein Teufelskreis, in dem ich mich befinde. Immer, wenn ich mir eine neue Gegend erschließe, endet es in einem Debakel ...

Ich reite am Fluss entlang nach Süden und treffe dabei auf einen Herrn am Wegesrand, der von großen Schätzen schwärmt. Er möchte mir seine Schatzkarte verkaufen. Ich bin skeptisch, und gerade schon dabei, meiner Wege zu gehen, da hält er mich ein weiteres Mal auf. Seine Begeisterung für den Wisch in seiner Hand ist riesig, er verspricht mir Reichtümer, die den Kaufpreis von zehn Dollars weit übersteigen. Also willige ich ein und kaufe ihm die Schatzkarte ab.

Der Kerl eilt mir nach Abschluss des Geschäfts ein bisschen zu schnell zu seinem Pferd, also wickele ich ihn im Affekt mit meinem Lasso ein, hole mir mein Geld zurück und lege ihn übers Pferd. Während ich mit ihm im Gepäck weiter reite, frage ich mich: Was tun? Ihn irgendwo angebunden aussetzen, ihn freilassen? Eh ich einen Entschluss fassen kann, entdecken mich Passanten bei meiner vermeintlichen "Entführung". Also wickele ich alles und jeden, der mich anschwärzen könnte, mit dem Lasso ein, verfalle in Panik, reite weiter.

Mehrere Stürze vom Pferd, erschossene Passanten und Verkehrsunfälle später entschließe ich mich, abseits der Wege weiter zu reiten. Ich staune, dass mein menschliches Gepäckstück nach all den Unfällen noch am Leben ist, als ich gerade an einer steilen Klippe mit einem Wasserfall vorbeireite. Nach reichlichem Abwägen, entscheide ich mich, den Burschen sicherheitshalber dort zu entsorgen. Mit einem ausgedehnten Schrei rauscht er den Abgrund hinunter.

Ich habe mein Leben im nicht mehr ganz so wilden Westen nicht unter Kontrolle. Das wird mir immer stärker bewusst. In allen Gemeinden, die ich bisher betreten habe, ist ein hohes Kopfgeld auf mich ausgesetzt. Ich habe Übeltäter und unschuldige Menschen auf dem Gewissen und auch schon den einen oder anderen Hasen zertrampelt. Es wird Zeit, dass ich tief in mich gehe und zur Besinnung komme. So kann mein Leben hier draußen nicht weitergehen.

31. Oktober 2018, 12 Uhr: Stefan versucht sich als Panzerknacker

Klirr, Klirr, Klirr – das Geräusch von Hammerschlägen auf Metall schallt durch den Wald. "Was könnte das nur sein?", denke ich mir und reite schnurstracks auf das Geräusch zu. Als ich mich nähere, bemerke ich noch ein zweites Geräusch – eine Stimme, sie flucht.

Schließlich komme ich an einer Lichtung an und sehe zwei Gestalten, die miz dem Hammer versuchen, einen Tresor gewaltsam zu öffnen. Ach ja, vor diesem Problem stand ich auch schon des Öfteren und das kann ziemlich kniffelig sein. Als der Gute Samariter der ich bin, biete ich natürlich meine Hilfe an. Davon scheinen die beiden, die meine Anwesenheit jetzt erst bemerken, allerdings nicht wirklich begeistert zu sein. "Verschwinde!", rufen sie mir zu.

Was wäre ich denn für ein guter Samariter, wenn ich mich so einfach verscheuchen lassen würde? Also mache ich den beiden ein Angebot: Ich öffne ihnen den Tresor, wenn ich behalten darf, was darin ist. Mit der Idee scheinen die beiden aber überhaupt nicht einverstanden, denn statt ihre Waffen vor Freude in die Luft zu richten, zielen sie damit auf mich. Aus reiner Selbstverteidigung muss ich die beiden leider erschießen.

Während sie da so verblutend im Gras liegen, mache ich mich daran, den Safe zu öffnen – ich weiß, das hätten sie so gewollt. Zum Glück weiß ich ebenso, dass es nur eine richtige Art und Weise dafür gibt – Dynamit.

Nach dem großen Knall sammele ich die Beute ein und mache mich aus dem Staub. Denn mir wird so langsam bewusst, dass man den Ort des Geschehenes auch falsch interpretieren kann. Auch wenn die Gesetzeshüter dafür wohl kein offenes Ohr hätten, ich weiß, dass meine Tat eine gute war.

Weiter mit: 25.10. bis 30.10.

Inhalt

Tags: Singleplayer   Open World   Fun  

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