Vorschau Fallout 76: Unser Fazit zur Beta am 4. November - **UPDATE: 6. 11. 2018**

von Michael Sonntag (05. November 2018)

UPDATE: 6. 11. 2018:

Im Zuge der Teilnahme an der B.E.T.A. ist uns leider ein Irrtum unterlaufen. Anstatt wie von uns angenommen um 19 Uhr begann der Test wie geplant um 20 Uhr. Wir bitten um Verzeihung und weisen darauf hin, dass sämtliche Aussagen bezüglich der gedachten Verspätung (die ja keine Verspätung war) hinfällig sind. Der Publisher hat sich an seinen Zeitplan gehalten, der Irrtum lag bei uns.

ORIGINALMELDUNG:

Bevor das Online-Rollenspiel Fallout 76 offiziell am 14. November erscheint, gibt Entwickler Bethesda allen Vorbestellern und Presse-Vertretern die Gelegenheit, an mehreren Beta-Terminen das Spiel auf PC, Xbox One und PlayStation 4 probezuzocken.

Die Fallout-Macher bitten dabei um Feedback seitens der Spieler, das dann in den Feinschliff der finalen Spielversion einfließen soll. Während bisher nur vier Anspieltermine geplant waren, hat Bethesda jetzt zwei weitere für diese Woche angesetzt:

  • Dienstag, 6. November, 19 Uhr bis 21 Uhr
  • Donnerstag, 8. November, 20 Uhr bis 2 Uhr

Für das Spielen ist der Login über ein Bethesda-Konto erforderlich.

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Zusammen ist man weniger allein in der Post-Apokalypse

Nachdem wir bereits auf einem Event in West Virginia Fallout 76 ausführlich anspielen konnten, haben wir mit am gestrigen Beta-Termin mit zwei Spielern teilgenommen und ungefähr drei Stunden auf der PlayStation 4 gespielt. Obwohl die Beta eigentlich um 19 Uhr deutscher Zeit starten sollte, war es wegen technischer Probleme erst kurz vor 20 Uhr möglich, den Server zu betreten. Zuvor teilte uns das System nur verwirrenderweise mit, dass unsere Bethesda-Konten nicht die notwendigen Voraussetzungen für den Zutritt besitzen - wohinter sich aber nur eine allgemeine Fehlermeldung zu befinden scheint, die angibt, dass das System noch nicht freigegeben ist.

Danach konnten wir endlich starten, über das Startmenü gelangten wir auch ohne Probleme in dieselbe Lobby. Nachdem ein Redakteur noch schnell die Tutorial-Mission samt Charaktererstellung in der Vault 76 abschließen musste, begaben wir uns anschließend zum Erkunden in die nahegelegenen Gebiete. Gesammelt wurde erstmal alles, was für den Verkauf wertvoll erschien oder später beim Crafting gebraucht werden könnte. Als wir auf eine verwaiste Gitarre und Mundorgel stießen, haben wir uns die Gelegenheit nicht nehmen lassen, ein kleines Konzert zu geben.

Auf einem Acker trafen wir dann auf die ersten aggressiven Maulfwürfe, die sich noch relativ leicht mit den anfänglich zur Verfügung stehenden Nahkampfwaffen besiegen ließen. Um sich auf größere Gefahren vorzubereiten, haben wir in einem verlassenen Camp Schusswaffen und Rüstungen an Werkbänken hergestellt.

Danach ging es weiter in eine Stadt, wo wir gemeinsam mit anderen Spielern ein Zeit-Event absolvierten, in dem wir eine Schar angreifender Roboter in Kleinteile zerlegten. Im Anschluss plünderten wir gemeinsam ein unterirdisches Forschungslager, wo wir uns in engen, dunklen Korridoren mit Ghulen auseinandersetzen mussten. Meldete sich eine der Überlebensanzeigen wie Hunger oder Durst, befriedigten wir diese Bedürfnisse zügig, da sie sich negativ auf die Energie- und Ausdauerleisten auswirken.

Der Kampf selbst fühlte sich etwas sperrig an, das Zielen ging ungenau von der Hand und auch das VATS-System leistete ohne Slow-Motion wie in Fallout 4 keine besonders große Hilfe. Oft war es schwierig abzuschätzen, wie viele der abgefeuerten Kugeln den Gegner wirklich getroffen haben.

Zum Ende gab es noch eine Überraschung

Nachdem wir die Stadt verlassen hatten, suchten wir im Wald eine Stelle, um ein Lager aufzubauen. Dort konnten wir unsere Gegenstände verstauen, neue Rüstungssteile bauen, Essen zubereiten und ein wenig Energie durch Schlafen wiederherstellen. Hier wollten wir unsere Session eigentlich beenden, doch dann kam noch ein Highlight.

Über uns entdecken wir eine riesige Hängebrücke. Zunächst hielten wir sie für ein rein dekoratives Element in der Spielwelt, aber dann konnten wir sie tatsächlich über einen Berg erreichen. In extremer Höhe schritten wir vorsichtig über dünne Brückenträger und bekämpften den einen oder anderen Ghul. Während sich schon in den Autos auf der Brücke seltene Objekte fanden, stießen wir auf einen interessanten Vorrat in einem Wartungsraum, für den wir den Schlüssel von einer Leiche beschaffen mussten. Einmal stürzte dabei ein Kollege auch in den Tod.

Als wir zum Ende kamen, sahen wir in weiter Ferne noch die Schornsteine eines inaktiven Atomkraftwerks, weshalb es uns nicht leichtfiel, langsam ans Ende der Beta zu kommen. Unsere Neugierde war erneut geweckt worden. Wir nahmen uns vor, zu einem späteren Termin wiederzukommmen.

Während des Beta-Termins konnten wir bis auf das Problem beim Einstieg keine weiteren großen technischen Fehler bemerken. Gegner glitchten ab und zu in den Boden, beim Schießen kam es zeitweise zu Lags, aber das waren alles verschmerzbare Dinge und vor allem solche, die wir von Fallout gewöhnt sind. (Was nicht heißen soll, dass diese Fehler nicht verbessert werden sollten.)

Die Quests gestalteten sich während sich unser Spielzeit meistens durch simple Aufgaben, im Zuge derer wir von A nach B reisen mussten. Es gab diverse Orte zum Looten, die stimmig präsentiert wurden. Alles in allem haben wir uns gut unterhalten gefühlt, freuen uns auf weitere Sessions, bleiben aber skeptisch, ob das Spiel über 100 Stunden mit lohnenden und interessanten Inhalten zu fesseln weiß.

Meinung von Michael Sonntag

Ich gebe zu, dass die Stunde Verspätung meine Lust auf Fallout 76 massiv beeinträchtigt hat. Das System könnte transparenter kommunizieren, dass das Problem bei Bethesda und nicht beim Spieler liegt, der dann frustriert alle Logins und Aktivierungen wiederholt, nur um am Ende zu erfahren, dass es gar nicht daran lag.

Faszinierenderweise war ich aber nach zehn Minuten Spielzeit wieder im Fallout-Rausch: Orte erkunden, Kisten plündern, Gegner besiegen und sich immer wieder fragen, was hier nur passiert ist. Zusammen mit anderen organisiert man richtige Expeditionen, errichtet Lager und tauscht sich über seine Erfahrungen aus.

Geteilte Neugierde ist doppelte Neugierde und so realisiere ich nach drei Stunden, wie viel Weg ich auf der Karte zurückgelegt habe. Die Quests finde ich allerdings noch sehr altbacken und unmotivierend, ich hoffe, dass da später noch interessantere kommen, die den alten Charme und das typisch Abstruse der Reihe wieder einfangen.

Aber ich muss sagen: Abseits aller schlechten Meldungen und Befürchtungen könnte Fallout 76 eine interessante und dichte Online-Erfahrung bieten. Online könnte für Fallout nicht nur "anders" bedeuten, sondern vielleicht sogar "besser". Aber das hängt davon ab, womit die Welt gefüllt ist. Und die habe ich noch nicht zur Gänze gesehen, daher habe ich Hoffnung.

Meinung von Stefan Wirth

Ich bin gegenüber Fallout 76 zwiegespalten. Was einige Spielmechaniken und die Grafik angeht, wirkt das Spiel jetzt schon in die Jahre gekommen. Auch fehlen mir die Geschichten und das Rollenspielgefühl, die die Reihe für mich ausgemacht haben.

Nichtsdestotrotz hat es mir, besonders mit anderen zusammen, Spaß gemacht, Appalachia zu erkunden und zu plündern. Den Basen-Bau als zentrales Spielelement mochte ich auch und ich bin gewillt, mich darin noch etwas zu vertiefen.

Leute, die ein klassisches Fallout erwarten und alleine spielen wollen, werden von Fallout 76 wahrscheinlich enttäuscht werden. Wenn ihr euch jedoch wünscht, das Ödland zusammen mit Freunden zu erkunden und die Rollenspielaspekte hinten anstellen könnt, dann ist das Spiel auf jeden Fall einen Blick wert.

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Tags: Koop-Modus  

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