Fallout 76: 7 Dinge, die ihr vor dem Kauf wissen solltet

(Special)

von Micky Auer (13. November 2018)

Es ist wieder an der Zeit, den (Ver-)Strahlemann zu machen! Fallout 76 steht vor der Tür und viele von euch sind sicher schon ganz wild darauf, das Ödland von West Virgina zu erkunden. Ein paar Dinge solltet ihr aber vorab wissen.

Was Fallout 76 ist und wie sich der große Schritt vom Einzelspieler-Abenteuer zum Online-Erlebnis gestaltet, müssen wir euch Fans sicher nicht mehr erklären. Falls euch jedoch noch die nötigen Hintergrundinfos fehlen, verzagt nicht! Wir haben stets alles für euch griffbereit:

Abgesehen davon gibt es natürlich ein paar Eckpunkte, die euch besonders interessieren dürften, wenn ihr noch nicht gänzlich überzeugt seid oder vielleicht noch die eine oder andere Frage habt. Diese Dinge solltet ihr vorab wissen:

Fallout 76 ist noch nicht fertig

Spiele von Bethesda genießen den zweifelhaften Ruf, bei ihrer Veröffentlichung von üblen Bugs heimgesucht zu werden. Das betrifft vor allem die Spiele, in denen große, offene Welten die Basis für das Geschehen bilden. Das trifft auch auf Fallout 76 zu.

Das ist keine Vermutung von uns, das bestätigt Bethesda in diesem Fall sogar selber. Am 14. November 2018, dem Tag der Veröffentlichung von Fallout 76, sind die Arbeiten am Spiel noch nicht abgeschlossen. Ihr solltet euch also auf einige Fehler und Probleme einstellen.

Das heißt natürlich nicht, dass es sich hierbei um einen Dauerzustand handelt. Die Entwickler werden fortlaufend an der Behebung dieser Fehler arbeiten. Zumindest warnt euch der Publisher fairerweise schon selber vor, damit ihr wisst, was euch erwarten könnte.

Spielplatz für Veteranen, etwas Eingewöhnungszeit für Neulinge

Wer Fallout-Veteran ist, wird mit den Kernmechaniken des Spiels sehr schnell zurechtkommen. Rein technisch gesehen, zumindest. Denn der Rollenspielaspekt bleibt doch ein ganzes Stück weit auf der Strecke (siehe auch die folgenden Abschnitte).

Das neue V.A.T.S.-System erfordert etwas Eingewöhnungszeit.Das neue V.A.T.S.-System erfordert etwas Eingewöhnungszeit.

Ressourcenverwaltung, Handhabung des Pip-Boy und Steuerungselemente - wie zum Beispiel das Anknipsen der behelfsmäßigen Beleuchtung - sind allesamt unverändert vorhanden und für altgediente Vault-Bewohner somit auch sofort problemlos umsetzbar. Das gilt auch für das Bewegungs- und Waffengefühl, bis auf das V.A.T.S.-System. Das musste aufgrund der nicht pausierbaren Umgebung neu gestaltet werden und erfordert etwas an Eingewöhnungszeit.

Neulinge sollten langsam vorgehen. Denn ihr werdet ziemlich flott ins Spielgeschehen geworfen und müsst schon beim ersten Feindkontakt genau wissen, was ihr tut. Nochmal zur Betonung: Ihr könnt das Spiel nicht pausieren und in Ruhe Tutorial-Einträge studieren. Allerdings sind die Kampfmechaniken auch nicht so kompliziert, dass ihr übermäßig oft den virtuellen Löffel abgeben müsst, weil euch etwas nicht klar ist.

Abstriche im Singleplayer

Einer der am heißesten diskutierten Punkte im Vorfeld ist der Umstand, dass Fallout 76 als Multiplayer in einer Online-Umgebung ausgelegt ist. Zwar haben uns die Entwickler im Interview bestätigt, dass ihr das Spiel auch im Alleingang "zu 99 Prozent bewältigen könnt", jedoch wird sich der Inhalt dieser Versprechung erst bestätigen, wenn die ersten Einzelkämpfer aus dem Ödland zurückgekehrt sind.

Ein paar Impressionen von unserem Trip in einen Atombunker in West Virgina, der auch im Spiel eine wichtige Rolle spielt:

Was wir jedoch schon bestätigen können: Ihr könnt der Interaktion mit anderen Spielern weitestgehend ausweichen, wenn ihr keine Lust darauf habt. Selbst Angriffe auf euch sind für den jeweiligen Angreifer mit mehr Nachteilen als Vorteilen verbunden, wenn ihr euch nicht auf ein Duell einlassen wollt. Ihr müsst also nicht befürchten, alle paar Schritte von irgendwelchen Störenfrieden dahingemetzelt zu werden.

Es gibt keine NPCs

Die teilweise recht exotischen und vielfältigen Charaktere und Begleiter, die ihr aus der Fallout-Reihe kennt, gehören zumindest in diesem Teil der Vergangenheit an. Es gibt außer menschlichen Spielern keine weiteren Charaktere im Spiel. Zumindest nicht sicht- und interagierbarer Natur.

Das heißt nicht, dass es keinen Handlungsbogen gibt. Die Geschichte, auf der das Spiel aufbaut, erfahrt ihr über Aufzeichnungen, Notizen, Durchsagen und oft gut versteckte Nachrichten. Ihr sollt das Spiel genau erforschen, um die Hintergründe zu erfahren. Das wird nicht jedermanns Sache sein, denn viele Spieler erwarten sich in einem Rollenspiel natürlich auch greifbare Charaktere.

Ein neuer Fokus

Das Schlagwort "Survival" ist nichts Neues im Fallout-Universum. Einschränkungen wie Hunger, Durst und Verstrahlung gab es schon vorher. Diese Werte sind auch in Fallout 76 vorhanden und machen euch das Leben schwer. Allerdings stehen diese Widrigkeiten hier wesentlich stärker im Vordergrund als zuvor.

Wichtiger denn je zuvor: Das Crafting.Wichtiger denn je zuvor: Das Crafting.

Euer Überleben, die Herstellung und Wartung von Waffen, Heilmitteln und Bauteilen sowie der gesamte Basenbau sind von allergrößter Wichtigkeit, wenn ihr im Ödland eine Chance auf Überleben haben wollt. Die grundlegende Mechanik entspricht dabei in etwa den Funktionen, die bereits in Fallout 4 Anwendung fanden. Das heißt auch, dass einige der nun viel wichtigeren Menüs nach wie vor recht unübersichtlich beziehungsweise unintuitiv gestaltet sind.

Vorteil einer Online-Umgebung: Wenn genügend Feedback von der Community kommt, könnte vielleicht von Seiten der Entwickler eine Änderung vorgenommen worden. Doch das ist nur eine Vermutung. Bethesda selbst hat sich zu diesem Thema uns gegenüber noch in keiner Weise geäußert.

Schießwütige Umgebung

Fallout-Veteranen wissen: Das Ödland ist stets voller Gefahren! Jedoch konntet ihr in den Vorgängern durchaus mal längere Strecken über Land zurücklegen, ohne von allen Seiten unter Beschuss genommen zu werden. Das ist in Fallout 76 etwas anders.

Zwar gibt es keine menschlichen NPCs mehr, jedoch ist die mutierte Fauna von West Virgina äußerst angriffslustig! Außerdem gibt es noch Roboter mit Laserwaffen, Geschütze, Supermutanten, die Verbrannten und andere humanoide Gegner, die erst ein ganzes Magazin auf euch abfeuern ... und dann immer noch keine Fragen stellen.

Die Interaktion mit NPCs mag zwar komplett wegfallen, dafür ist Fallout 76 wesentlich actionlastiger als seine nahen Verwandten. Ob ihr das gut oder schlecht findet, sei eurem eigenen Geschmack überlassen. Ihr solltet aber darauf vorbereitet sein, wenn ihr die Sicherheit von Vault 76 verlasst und euch hinaus in die gefährliche Welt begebt.

Grafisch und technisch kein Schritt nach vorn

Wem eine absolut zeitgemäße Grafik und fehlerfreie Technik wichtig ist, den wird Fallout 76 vielleicht etwas abschrecken. Auch wenn das Design der offenen Spielwelt durchaus gelungen ist und ein ganz eigenes Flair vermittelt, so mag manch ein Spieler bemängeln, dass die Darstellung gegenüber Fallout 4 sogar ein Rückschritt ist. Das im Angesicht dessen, dass die Grafik von Fallout 4 bereits für viele Spieler ein Kritikpunkt war, mag den einen oder anderen die Nase rümpfen lassen.

Natürlich gehört eine gewisse "Hässlichkeit" durchaus gewollt zur typischen Fallout-Atmosphäre, jedoch werden kritischen Augen diverse Grafikpatzer auffallen, die nichts mit absichtlichem Design zu tun haben. Auch dieser Umstand ist mit Vorbehalt zu betrachten, denn ob und was sich da in Zukunft noch tut, lässt sich aktuell noch nicht bestätigen.

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Tags: Multiplayer   Online-Zwang  

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