Test Battlefield 5: - Die besten Schauplätze, Höhepunkte im Chaos, Fakten und Meinung

Alternative Klassenrollen und Anpassungen

Ihr solltet natürlich nie unvorbereitet in die Schlacht ziehen und euch wenigstens etwas mit den Klassen auseinandersetzen. Jede Einheit, sei es der Sturmsoldat, Sanitäter, Versorgungssoldat oder Aufklärer, besitzt nun alternative Klassenrollen. Je nachdem, für welchen Spielstil ihr euch entscheidet, verleiht ihr eurem Soldaten unterschiedliche Fähigkeiten.

Als Sturmsoldat zum Beispiel, entscheidet ihr euch zwischen den Rollen „Leichte Infanterie” und „Fahrzeugknacker”. Entweder seid ihr ein schneller, wendiger Soldat, der feindliche Ziele flankiert und an vorderster Front für Unruhe sorgt oder ihr konzentriert euch auf feindliche Fahrzeuge und schaltet diese gezielt aus. Das gefällt uns sehr und lädt sogar während einer Partie zum Experimentieren ein.

Neue Farben und alternative Teile könnt ihr im Menü an Waffen anbringen.Neue Farben und alternative Teile könnt ihr im Menü an Waffen anbringen.

Apropos Experimentierfreude: Bastler werden gefallen an den neuen Waffenanpassungen finden. Aufsätze gibt es zwar nicht viele, genau genommen könnt ihr sogar nur unterschiedliche Visiere auf eure Waffen schnallen, dafür dürft ihr euch farblich austoben oder besondere Teile anbringen. Zum Start von Battlefield 5 gibt es pro Klasse sieben bis acht Waffen, also habt ihr genügend Optionen zur Verfügung.

So wie ihr eure Waffen anpassen könnt, dürft ihr auch das Aussehen eurer Charaktere verändern. Wählt aus voreingestellten weiblichen und männlichen Gesichtern und passt die Kleidung eurer Spielfigur an. Über tägliche Herausforderungen und wöchentliche Aufträge schaltet ihr sogenannte Kompanie-Münzen frei. Diese nutzt ihr als Zahlungsmittel für Waffen-Skins und Outfits.

Tägliche und wöchentliche Herausforderungen sowie Spezialaufträge bringen euch etwa 100 bis 200 Kompanie-Münzen ein. Waffen-Skins kosten zwischen 4.000 und 13.000 Münzen, während ihr für Outfit-Sets knapp 15.000 Münzen über die virtuelle Theke schieben müsst. Es wird also ziemlich lange dauern, bis ihr neue Anpassungen freischaltet. Bisher gibt es keine Möglichkeit, Echtgeld im Shop gegen Kompanie-Münzen einzutauschen.

Modisch und individuell: Auch für Charaktere gibt es alternative Outfits und Kriegsbemalungen.Modisch und individuell: Auch für Charaktere gibt es alternative Outfits und Kriegsbemalungen.

Die besten Schauplätze im Genre

Was Battlefield 5 zu einem ganz besonderen Shooter-Erlebnis werden lässt, sind die Karten im Mehrspielermodus. Durch die Möglichkeit, eigene Verteidigungsanlagen oder Deckungen zu errichten, werden Schlachten noch taktischer. Außerdem gleicht kein Gefecht dem nächsten und ihr müsst euch immer wieder der herrschenden Kampfsituation anpassen.

Die Karten sind riesig. Wirklich riesig. Trotzdem habt ihr zu keiner Zeit das Gefühl, verloren zu sein. Uns kam es gleich nach den ersten Partien so vor, als müssten wir nur wenige Schritte gehen, bevor wir sofort im Kugelhagel stehen und am spaßigen Chaos teilnehmen. Das war definitiv nicht immer so.

In Verbogener Stahl liegt im Zentrum eine riesige, zerstörte Brücke, auf der die Fronten beider Teams ständig aufeinandertreffen. In Fjell 652 stapft ihr durch tiefen Schnee und kämpft um Täler, umgeben von wunderschönen Berglandschaften. Auf dem Flugplatz hingegen, müsst ihr auf engem Raum um die Vorherrschaft im dunklen Hangar ringen.

Gerade zu Beginn werdet ihr das eine oder andere Mal abseits des Schlachtfeldes innehalten und die hübsche Grafik bewundern. Die ist zurzeit konkurrenzlos im Genre und zaubert auf dem PC sogar auf mittleren Einstellungen eine wahre Augenweide auf den Schirm. Besonders opulent fallen die Explosionen aus, von denen es in Battlefield 5 viele gibt. Das Feuer drückt die Rauchschwaden förmlich in alle Richtungen, während euch die Sicht geraubt wird. Trotz detailreicher Partikeleffekte, hochauflösender Texturen und Ballereien für bis zu 64 Spieler, gibt es kaum störende Ruckler oder andere technische Probleme.

Große Operationen als Höhepunkt des Chaos

Einen letzten Fokus in unserem Test zu Battlefield 5 möchten wir auf einen Modus setzen, der mit dem Vorgänger eingeführt und im neuesten Ableger der Serie zu einem absoluten Höhepunkt entwickelt und verbessert wurde: die Großen Operationen.

Wieder nimmt eine Fraktion die Rolle der Angreifer ein, während die andere Seite für die Verteidigung zuständig ist. Dieses Mal werden die Schlachten allerdings über vier Tage im Spiel ausgetragen. Außerdem wird nicht nur im Stile von Durchbruch um die Vorherrschaft auf einen oder mehrere Karten gekämpft, während dieser vier In-Game-Tage erlebt ihr verschiedene Spielmodi.

Während ihr seinerzeit nach drei gescheiterten Angriffsversuchen schon eine Niederlage hinnehmen musstet, geht es jetzt in erster Linie darum, wer den ersten Tag der Schlacht für sich entscheidet und somit Vorteile für Tag 2 und das nächste Gefecht erhält. Das können Munitionsnachschübe, zusätzliche Fahrzeuge oder eine größere Armee sein.

Trotz wiederholter Niederlagen könnt ihr also den Sieg erringen, die Umstände machen es euch als Angreifer oder Verteidiger dann nur umso schwerer. Eine gelungene Strategie, die den Modus zu einem der besten überhaupt macht. Die Partien waren nämlich alle sehr knapp und spannend bis zur letzten Sekunde.

Steht es nach der Großen Operation unentschieden, kommt es zum wahren Höhepunkt, der einem „Battle Royale”-Modus gleicht. Im sogenannten Final Stand kämpft ihr um den Gesamtsieg der Operation. Es gibt keine Wiedereinstiege und nur sehr begrenzten Vorrat an Munition. Zudem wird das Schlachtfeld mit der Zeit verkleinert, was den herrschenden Tumult auf einen kleinen Bereich der Karte fokussiert.

Intensive Kämpfe mit steigendem Blutdruck sind die Folge, denn wer will schon eine Niederlage hinnehmen, wenn er zuvor fast eine Stunde um die Vorherrschaft gekämpft hat?

Apropos Kampf bis zum letzten Überlebenden: Mit „Feuersturm” soll der „Battle Royale”-Modus von Battlefield 5 erst im März 2019 erscheinen. Dieser entsteht in Zusammenarbeit mit den Entwicklern von Criterion Games, die ihre Bekanntheit vor allem der Burnout-Serie zu Verdanken haben. 64 Spieler werden in 16 Trupps um den Sieg kämpfen, während ein Flammenkreis den Kampfbereich einschränkt und alles verbrennt, was sich außerhalb des Kreises befindet.

Fakten:

  • Zweiter Weltkrieg zeigt das Szenario an ungewöhnlichen Orten wie die Niederlande, Norwegen oder Nordafrika
  • Kriegsgeschichten ersetzen eine zusammenhängende Einzelspieler-Kampagne und erzählen persönliche Schicksale im Zweiten Weltkrieg
  • Mehrspielermodus liefert 8 neue Karten
  • Tutorials erleichtern den Einstieg in Mehrspielerschlachten
  • verbessertes Fortschrittsystem motiviert mit vielen neuen Inhalten bei Level-Aufstiegen
  • umfangreiche Anpassungen für Waffen und Charaktere
  • Große Operationen umfassen mit Luftlandung und Final Stand 2 neue Spielmodi
  • reduzierte Gesundheitsregeneration und Munitionskapazität sorgen für mehr Taktik und engere Zusammenarbeit der verschiedenen Klassen
  • Umgebungen sind komplett zerstörbar, können aber durch Bauwerke teilweise wieder gefestigt werden
  • Live-Service „Tides of War” verspricht zusätzliche und kostenlose Inhalte für alle Spieler
  • keine Lootboxen geplant!
  • „Battle Royale”-Modus folgt voraussichtlich im März 2019
  • erscheint voraussichtlich am 20. November 2018 für PC, PS4 und Xbox One
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Bewertung von Marco Tito Aronica

DICE hat an kleinen Schräubchen gedreht, die das gesamte, große Battlefield-Konstrukt weiter festigen und stabiler machen. Die Detailverbesserungen gefallen mir wirklich sehr gut und bilden für mich in der Summe einen der besten Mehrspieler-Erlebnisse der Serie. Die Risikobereitschaft der Entwickler hat sich in diesem Fall ausgezahlt.

Sehr viele spaßige Abende habe ich mit Freunden in Battlefield 1 verbracht. Vor allem die Operationen haben uns immer wieder in stundenlange Schlachten verwickelt, die wir so nur in Battlefield erleben können. Genau dieser Nervenkitzel überträgt sich exakt auf Battlefield 5, nur eben noch besser, spektakulärer und unterhaltsamer.

Wer in der Hoffnung zum Ego-Shooter greift, eine gut erzählte und spannende Kampagne für einige Stunden Solo-Spaß zu erleben, der wird ganz sicher enttäuscht. Auch die gut gezeichneten Charaktere können den mangelnden Umfang der Kriegsgeschichten einfach nicht wettmachen. Geübte Spieler sind in sechs Stunden Spielzeit durch - schade!

Damit kommen wir auch zum entscheidenden Punkt, der sich für mich wie der geschichtliche „Dolchstoß von hinten” anfühlt: das bröckelnde Gesamtpaket. Nur drei kurze Kampagnen und zwei Fraktionen (Alliierte und Achsenmächte), kein „Battle Royale”- oder Rush-Modus, deutsche Kampagne folgt später.

Sogar im Menü werdet ihr sehr oft mit dem Schriftzug „Demnächst” vertröstet. Zum einen freue ich mich auf eine kontinuierliche Flut an neuen Inhalten in der Zukunft, doch zum Start fühlt sich das Gesamtpaket einfach nicht komplett an.

87 Spieletipps-Award

spieletipps meint: Detailverbesserungen an der bewährten Formel heben Battlefield 5 auf ein neues Level. Punktabzug gibt es für fehlende Inhalte zur Veröffentlichung.

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