Red Dead Online: Unsere ersten Eindrücke aus der Beta

(Special)

von René Wiesenthal (27. November 2018)

Jetzt, da Red Dead Online für die Besitzer der Ultimate Edition von RDR2 verfügbar ist, haben wir uns direkt ins Getümmel gewagt. Hier bekommt ihr unsere ersten Eindrücke aus dem Online-Modus.

Um 14.25 Uhr startete der der knapp sechs Gigabyte große Download für das Update 1.03 von Red Dead Redemption 2. Darin enthalten: Die Beta zu Red Dead Online, dem heiß erwarteten Mehrspielermodus des Western-Hits. Wir haben nicht lange gezögert und etwa eineinhalb Stunden gespielt.

Den Singleplayer schon gespielt? Solltet ihr nicht verpassen:

Red Dead Online ist nicht bloß eine Lobby, in der ihr Servern beitretet, um an Matches teilzunehmen. Das Spiel bettet das Mehrspielergeschehen in eine Handlung ein, die wie ein Tutorial aufgebaut ist. Ihr beginnt als weiblicher oder männlicher Häftling, den ihr mit einfachen Gestaltungsmöglichkeiten selbst erstellen könnt. Die bekannten Attribute Gesundheit, Ausdauer und Dead Eye könnt ihr dabei in ihrer Anfangsausprägung etwas variieren. Wie im Singleplayer werden diese dann durch Handlungen im Spiel verbessert.

Hier gestalten wir unseren frischen Häftling.Hier gestalten wir unseren frischen Häftling.

Doch zuvor müsst ihr erstmal der Gefangenschaft entkommen. Glücklicherweise wird die Kutsche, mit der ihr vom Gefängnis aus zu einem Arbeitseinsatz befördert werdet, von einer Gruppe bewaffneter Männer gestoppt. Sie lassen alle anderen Gefangenen laufen und nehmen euch mit zu einem Camp in der Nähe von Blackwater. Hier lernt ihr die zentralen Figuren für die Story-Missionen von Red Dead Online kennen.

Urteil: Unschuldig!

Denn wie sich herausstellt, seid ihr zu Unrecht in Gefangenschaft gewesen. Miss LeClerk, in deren Auftrag ihr vor dem Galgen bewahrt wurdet, bittet euch als Gegenleistung für die Befreiung um Hilfe. Ihr sollt herausfinden, wer ihren Mann tatsächlich getötet hat. Das Verbrechen, für das ihr eigentlich hängen solltet. J.B. Cripps, ein Vertrauter von Miss LeClerk wird euch als euer Arbeitgeber vorgestellt. Der alte Kauz lässt euch euer erstes Lager aufschlagen und wird fortan dort anzutreffen sein.

Zu Beginn steht euch erst einmal nur das kleine Lager zur Verfügung.Zu Beginn steht euch erst einmal nur das kleine Lager zur Verfügung.

Der erste Auftrag lässt dann auch nicht lange auf sich warten und so schaltet ihr eine Bande von Gesetzlosen aus, erbeutet eine Schatzkarte, mit deren Hilfe ihr ein paar Reichtümer findet und einen ersten Gutschein für euer Fähigkeitenarsenal. Wir entscheiden uns dafür, uns und eventuellen Gefährten im "Dead Eye"-Modus mehr Schaden zu verleihen. Wie wir sehen, lässt sich diese Fähigkeit genauso wie ein allgemeiner Spielerrang durch das Sammeln von Erfahrungspunkten aufbessern.

Die Zahlen rechts oben repräsentieren Ränge, die ihr erreichen müsst, um weitere Fähigkeiten-Slots zu bekommen. Um höhere Ränge zu erreichen, sammelt ihr Erfahrungspunkte.Die Zahlen rechts oben repräsentieren Ränge, die ihr erreichen müsst, um weitere Fähigkeiten-Slots zu bekommen. Um höhere Ränge zu erreichen, sammelt ihr Erfahrungspunkte.

Bisher sind wir noch allein unterwegs. Doch das soll sich ändern: Denn die nächste Tutorial-Mission führt uns zugleich zu unserem ersten richtigen Mehrspielereinsatz. Wir treffen die aus dem Singleplayer bekannten Pferdediebe Clay und Clive Davies, für die wir – zusammen mit zwei anderen Spielern – ein paar Pferde stehlen sollen. Im Handumdrehen führt uns das Spiel mit zwei menschlichen Gefolgsleuten zusammen und der wilde Ritt geht los. Die Ladezeiten sind erfreulich kurz.

Mit uns kann man Pferde stehlen

Die Steuerung im Multiplayer ist identisch zu der im Singleplayer, also ist das Spielgefühl in der Mission auch direkt vertraut. Doch stellt sich durch das gemeinsame Vorgehen schon hier eine besondere Dynamik ein. Während meine Gefährten sich an die angepeilte Stallung schleichen, verpeilen wir etwas deren Ansatz und beginnen, auf die NPCs zu schießen, die die Pferde bewachen. Meine Begleiter reagieren schnell, durch Team-Work setzen wir die Feinde außer Gefecht und können in Windeseile drei Pferde ergattern.

Besonders in der darauffolgenden Fluchtsequenz macht sich das Team-Gefüge bemerkbar, das den starren Zug der Story-Missionen aus dem Singleplayer über Bord wirft. Wir werden noch immer verfolgt und sind unter ständigem Beschuss. Passt einer von uns nicht auf, hält ein anderer ihm den Rücken frei, fällt jemand zurück, bremsen die anderen und machen kehrt, um ihm aus der Patsche zu helfen.

In der ersten gemeinsamen Mission fehlte der unangenehme Zeitdruck vieler Singleplayer-Missionen. Erfrischend!In der ersten gemeinsamen Mission fehlte der unangenehme Zeitdruck vieler Singleplayer-Missionen. Erfrischend!

Nach der Mission steht es uns frei, im so genannten "Free Roam"-Modus die Welt zu erkunden. An bestimmten Markierungen auf der Karte oder im Menü des Spiels steuern wir als erstes aber die Match-Serien an, die die bereits im Vorfeld bekannt gewordenen Spielmodi beinhalten. Wir spielen zwei Matches "Most Wanted" auf verschieden Maps sowie "Hostile Territory". Letzteres ist auf Anhieb der interessantere Modus, weil auch hier wieder Team-Work und taktisches Vorgehen zentral sind, während der "Most Wanted"-Modus als eher klassisches Death-Match und mit der behäbigen Steuerung und Zielhilfe erst einmal weniger überraschend daherkommt.

Vom Kanonenfutter zum Team-Player

Was ebenso positiv an Hostile Territoty heraussticht: Stärken und Schwächen einzelner Spieler gleichen sich hier gut aus. Sind wir im Most Wanted noch Kanonenfutter, können wir im Hostile Territory durch cleveres Vorgehen beim Erobern der Zielpunkte auf der Karte punkten und gemeinsam mit dem Team einen Sieg erstreiten.

Wir hoffen, dass diese Ausgewogenheit in den Einstiegshürden und Gewinnchancen sich durch weitere Modi des Spiels ziehen. Außerdem machen uns die Pferde, die hier bereits auf der Map zur schnellen Fortbewegung bereitstehen, Lust auf den "Battle Royale"-Modus namens "Make it count". Was uns noch nicht ganz klar wird: Wie genau Reihenfolge und Art der Matches in einer Serie bestimmt werden. Meist geht das Match-Making und der Match-Beginn so schnell vonstatten, dass wir nicht dazu kommen, das Vorbereitungsmenü zu erkunden.

Was auch spannend bleibt: Anderen Spielern sind wir bisher nur innerhalb der Serien und Missionen begegnet, in denen wir mit ihnen zusammengeworfen wurden. Wie sich also das Durchkreuzen fremder Missionen, Interaktionen im Free-Roam sowie das Zusammenschließen zu Banden gestaltet, können wir derzeit noch nicht sagen.

Seid ihr heute schon in Red Dead Online anzutreffen? Wenn ja, dann sagt uns, was ihr bisher davon haltet! Wenn nicht, freuen wir uns, von euch zu lesen, worauf ihr euch am meisten freut.

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Tags: Multiplayer   Online-Zwang  

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