Vorschau Ace Combat 7: Wenn schlechtes Wetter für gute Laune sorgt

von Marco Tito Aronica (12. Dezember 2018)

Bandai Namco zieht die Bescherung zu Weihnachten etwas vor und bringt uns eine fertige Version von Ace Combat 7 - Skies Unknown vorbei. Wir durften uns ins Cockpit einer F-16 klemmen und die ersten drei Missionen spielen. Eines vorweg: Intensiver waren die Dogfights noch nie!

Knapp elf Jahre ist es nun schon her, seit der letzte Ableger der Hauptserie erschien. Die Ereignisse von Ace Combat 7 - Skies Unknown finden passenderweise sogar im Jahr 2019 statt und führen die Geschichte der fiktiven Welt Strangereal fort, einer alternativen Version unserer Erde.

Ihr steigt für Osea in den dunkelblauen Himmel, einen der größten Kontinente in Strangereal. Ein Überraschungsangriff des Königreichs von Erusea erschüttert die Oseaner und zahlreiche Luftkämpfe sind die Folge, die kaum nervenaufreibender sein könnten.

Klassisches Spielgefühl trifft auf vorsichtige Evolution

Ace Combat ist mehr als eine trockene Simulation. Das wird euch direkt nach dem Start der Kampagne klar, wenn die aufwendigen Zwischensequenzen wichtige Ereignisse der Vergangenheit zusammenfassen und so auch Neulinge langsam und vorsichtig auf die Startbahn lenken.

Die Schubdüsen der F-16 öffnen sich, ihr überprüft ein letztes Mal die Instrumente und hebt schließlich ab in den kristallblauen Himmel, während die Heimatbasis hinter euch auf Ameisengröße schrumpft. Nach euren ersten Fassrollen und gewonnenen Luftkämpfen wird eines schnell klar: „Skies Unknown” schnappt die Stärken der "Ace Combat"-Reihe auf und verfeinert sie mit neuen Funktionen und Elementen, die ihr so nicht mehr missen wollt. Dabei kommt ein überaus klassisches, aber auch intuitives Spielgefühl auf.

Der umstrittene Dogfight-Modus (kurz: DFM) aus Ace Combat - Assault Horizon beispielsweise, wurde rückstandslos gestrichen. Neben feindlichen Piloten herrscht aber nun eine weitere Bedrohung zwischen Erde und Stratosphäre: Das Wetter.

Schlechtes Wetter kann so schön sein

Dynamische Wetterverhältnisse verleihen den Luftkämpfen noch mehr Intensität. Euch hängt ein feindlicher Pilot im Nacken, der euch jede Sekunde per Knopfdruck ausschalten könnte? Versucht doch, durch die schwarzen Gewitterwolken zu fliegen und ihn abzuhängen. Vor allem im Mehrspielermodus dürften daraus spannende Duelle entstehen.

Es wird einen separaten VR-Modus geben, in dem ihr noch tiefer in das Spielerlebnis eintauchen könnt.Es wird einen separaten VR-Modus geben, in dem ihr noch tiefer in das Spielerlebnis eintauchen könnt.

Zieht ein Gewitter auf, kann das teilweise sogar sehr gruselig wirken. Ihr seht rein gar nichts, außer einer schwarzen Wolkenwand, die ihr dann plötzlich wieder durchbrecht. Fliegt ihr anschließend geradewegs auf den Boden zu, geht die Pumpe ordentlich!

Doch ihr solltet auch vorsichtig sein, wie lange ihr euren Jet im Unwetter oder durch die Wolken navigiert. Eure Triebwerke können nämlich einfrieren. Der Kampfjet wird in der Luft stehen bleiben und langsam zu Boden gleiten - kein schönes Gefühl. Den Einfluss des Wetters auf euer Flugzeug werdet ihr sofort merken, vor allem, wenn ihr die Cockpit-Perspektive bevorzugt.

Im Augenwinkel seht ihr, wie die Eiskristalle langsam nach vorne wandern, Wassertropfen erschweren euch die Sicht und Blitze schlagen links und rechts neben euch ein.

Eine neue Art der Kriegsführung

Mit der dritten Mission erwartet uns der vorerst letzte Auftrag beim Anspieltermin. Bevor ihr unvorbereitet ins Cockpit steigt und losdüst, erhaltet ihr eine serientypische Einweisung zur Mission. Blaue und rote Papierflieger zeigen euch verbündete sowie feindliche Jäger oder andere Ziele, und ihr könnt bereits hier eine Strategie für den Luftkampf formen oder eure Waffen anpassen, die ihr im folgenden Bildschirm auswählt.

Unter Beschuss: Den Arsenal Bird vom Himmel zu holen, wird sicherlich nicht einfach.Unter Beschuss: Den Arsenal Bird vom Himmel zu holen, wird sicherlich nicht einfach.

Allgemein erinnern Design und die Menüstruktur stark an Ace Combat 4 - Distant Thunder. Neu hingegen ist der Technologie-Baum, über den ihr fortgeschrittene Spezialwaffen oder sogar Flugzeuge freischalten könnt. Habt ihr den kostenlosen Ableger Ace Combat - Infinity gespielt, sollte euch dieses System bekannt vorkommen.

Wir haben uns gut für die Mission vorbereitet und werden prompt mit einer neuen Art von feindlichen Einheiten konfrontiert: angriffslustige MQ-101 Drohnen. Der Kampf gegen die unbemannten Luftfahrzeuge ist hart. Die sind nämlich viel schneller und wendiger als ein Düsenjet und tauchen im schlimmsten Fall noch in Schwärmen auf. Bei einem Angriff müsst ihr eure Spielweise stark anpassen.

Die Drohnen wurden von dem sogenannten "Arsenal Bird" abgeworfen. Eine gefühlt kilometerlange, fliegende Festung, die eigentlich für die Verteidigung eines Weltraumliftes gedacht war und vom Königreich Erusea nun für einen neuen Krieg missbraucht wird. Derart große Flugzeuge sind keine Seltenheit in der "Ace Combat"-Reihe, und wieder gleicht die Begegnung mit diesem Koloss einem Bosskampf.

Grafikpracht, die in Vergessenheit gerät

Wie schön die Grafik wirklich ist, haben wir erst bemerkt, als wir zum manuellen Landeanflug beordert wurden und langsam etwas Ruhe am Himmel eintrat. Vorher sorgte der Luftkampf gegen den Arsenal Bird für eine umfassende Ablenkung, sodass unsere Augen kaum Details erfassen konnten.

Die detailgetreuen Flugzeuge brauchen wir wohl kaum noch erwähnen, doch die neuen Wettereffekte und Landschaften sind der wahre Hingucker. Selten gabe es ein derart schönes, azurblaues Meer, über das ihr in Schallgeschwindigkeit hinwegfliegt. Die Inseln im Meer laden förmlich zu einer Pause oder wochenlangem Urlaub ein.

Besonders befriedigend sind Abschüsse feindlicher Jäger. Prallt die Rakete auf das Metall, könnt ihr jedes Mal ein wahres Effektfeuerwerk bewundern. Haltet ihr die Schusstaste gedrückt, verfolgt ihr die Rakete sogar bis ins Ziel und erlebt hautnah, wie das Feuer alle Teile des Kampfjets verspeist.

Das ist der Eurofighter Typhoon und wie er in Ace Combat 7 zum Einsatz kommt:

Meinung von Marco Tito Aronica

Ich habe sehr lange kein Ace Combat mehr gespielt, weil es nunmal schon seit Ewigkeiten kein neues Futter gab, und war schon nach wenigen Flugmanövern sofort wieder drin. Ace Combat 7 - Skies Unknown dürfte genau die konstante Weiterentwicklung sein, die viele Fans der Reihe begrüßen werden.

Große oder gar einschneidende Neuerungen sind rar, doch die kamen in der Vergangenheit auch nicht immer gut an. Das Spielgefühl ist sehr "arcadig" und fern jeglicher Flugzeugsimulation, doch gerade deshalb steigt der Spaßfaktor gen Himmel.

Das dynamische Wetter kam mir im Vorfeld des Anspieltermins als nette Dreingabe vor, doch die neuen Spielsituationen, die dadurch entstanden, machen schon jetzt Lust auf mehr.

Aktuell spricht nichts dagegen, dass mit dem 17. Ableger der Serie der bisher beste erscheint. Die Rückkehr zum beliebten Strangereal-Universum dürfte dafür mit ein Grund sein.

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