Tales of Vesperia: 5 Dinge, die ihr vor dem Kauf wissen solltet

(Special)

von Micky Auer (08. Januar 2019)

In wenigen Tagen geht ein Traum von JRPG-Fans in Erfüllung: Tales of Vesperia erscheint offiziell und sogar in einer verbesserten Version im Westen für alle gängigen Systeme. Falls ihr noch nicht genau wisst, ob das Spiel auch für euch interessant sein könnte, haben wir einen kleinen Überblick zusammengestellt.

Den Fans müssen wir ohnehin nicht erklären, was für eine Perle da ab dem 11. Januar 2019 für PlayStation 4, Xbox One und Nintendo Switch in den Läden stehen wird. Schließlich haben viele Spieler bereits seit knapp zehn Jahren sehnsüchtig auf diesen Moment gewartet.

Falls ihr mal wieder Lust auf ein richtig schönes JRPG habt, solltet ihr euer Augenmerk unbedingt auf Tales of Vesperia - Definitive Edition richten. Dieser Eintrag in der langlebigen Spielereihe war nämlich bislang nur einem Teil der europäischen Spieler vorbehalten. Nämlich jenen, die eine Xbox 360 ihr Eigen nennen konnten.

Mit der Definitive Edition erhalten nun alle Besitzer einer aktuellen Konsole die Gelegenheit, selbst herauszufinden, warum Tales of Vesperia seit Jahren so hoch in der Gunst der Fans steht. Hier sind die wichtigsten Informationen, die ihr darüber wissen müsst:

Tales of Vesperia - Was ist das eigentlich?

Hierbei handelt es sich um ein archetypisches japanisches Rollenspiel, kurz JRPG, das über so gut wie alle Merkmale eines solchen verfügt: bunte Grafik, Anime-Optik, geradezu irrwitzige Kampffähigkeiten und bombastisch inszenierte magische Angriffe, ausgiebiges Item-Management, farbenfrohe Charaktere, eine melodramatische Geschichte und ausladende Dialoge.

Konkret geht es um die Abenteuer eines ehemaligen Soldaten names Yuri Lowell und seiner Gilde, die unter dem Namen "Brave Vesperia" agiert. Nachdem er den Auftrag annimmt, einen Dieb zu fassen, gründet er seine eigene Gilde und wird von Schritt zu Schritt immer weiter in eine Verschwörung hineingezogen, die die ganze Welt verändern soll.

Die Spiele der Tales-Reihe bieten stets eine große Welt - jedoch keine "Open World". Meist bereist ihr Städte, Dörfer, Siedlungen oder große Festungen, dazwischen erstrecken sich weitläufige Landstriche, die voller angriffslustiger Gegner und verborgener Schätze sind.

Brauche ich irgendwelche Vorkenntnisse?

Tales of Vesperia ist der zehnte Hauptteil der Serie (neben zahlreichen Spin-Offs und Einzelfortsetzungen). Um das Spiel in all seiner Pracht genießen zu können, braucht ihr absolut keine Vorkenntnisse in der Serie.

Es gibt innerhalb der Serie Fortsetzungen, wie zum Beispiel Tales of Symphonia und Tales of Symphonia - Dawn of the New World, die thematisch zusammenhängen. Die Geschehnisse in diesen Spielen haben jedoch keinerlei Einfluss oder Auswirkungen auf andere Teile der Serie. Jedes Tales-Universum ist in sich geschlossen und kann für sich alleine gespielt und genossen werden.

Solltet ihr andere Spiele aus der Reihe kennen, ist das natürlich auch kein Nachteil. Es gibt zahlreiche Referenzen und Konzepte, die euch bekannt vorkommen könnten und die einen gewissen "Hier fühle ich mich zu Hause"-Effekt auslösen. Aber um es nochmals zu betonen: Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Was ist anders als im Original?

Neben den offensichtlichen Veränderungen (HD-Grafik, neue Musikstücke) gibt es zwei zusätzliche, spielbare Charaktere, die in der Originalfassung nicht vorhanden wären - es gab sie lediglich in der PS3-Version, die wiederum nur in Japan erschienen ist.

Die Rede ist von Patty Fleur und Flynn Scifo. Hierbei handelt es sich nicht um DLC-Charaktere oder versteckte Figuren, ihr solltet auf sie ganz normal im Laufe des Abenteuers stoßen, sie rekrutieren und fortan spielen können. Damit einher gehen natürlich auch die Hintergründe und Geschichten dieser Charaktere.

Außerdem erwarten euch einige neue Mini-Spiele, zusätzliche Bosse und bislang nicht veröffentlichte Kostüme. Genaueres können wir selbst erst sagen, nachdem wird das Spiel ausgiebig getestet haben (haltet die Augen offen, wir veröffentlichen einen Test schon sehr bald). Als Basis dient auf jeden Fall die japanexklusive PS3-Fassung mit all ihren Inhalten.

Was ist mit den Kämpfen? Echtzeit oder rundenbasiert?

Die Tales-Reihe ist seit jeher für eine Kampfmechanik bekannt, die sich am ehesten mit einem ausgewachsenen Beat 'em Up vergleichen lässt. Anders als in den älteren Teilen der Reihe gibt es allerdings keine Zufallskämpfe - zumindest nicht ganz. Ihr seht nämlich die Gegner in der Welt rumschleichen, könnt ihnen aus dem Weg gehen oder gezielt die Konfrontation mit ihnen suchen. Dabei dürft ihr aber nicht vergessen: Hinter dem einen Gegner, den ihr auf der Karte seht, verbirgt sich meist eine ganze Gruppe aus mehreren Angreifern.

Im Kampf selbst stehen euch eure Gefährten zur Seite, jedoch steuert ihr immer nur eine Figur, die ihr aber nach Belieben wechseln könnt. Der Rest agiert nach simplen Parametern, die ihr im Optionsmenü anpassen könnt. Das Kampfgeschehen selbst wirkt auf den ersten Blick vollkommen chaotisch und wird mit fortschreitender Spieldauer noch viel bombastischer!

Anfangs gibt es ein paar Schwertstreiche, den einen oder anderen akrobatischen Kick und vielleicht noch einen zaghaften Feuerzauber zu bestaunen. Nett. Gegen Ende des Spiels reißen eure Magier im Kampf Dimensionsportale auf, beschwören Elementare, verzerren Raum und Zeit, während eure Krieger mit ihren Waffen Druckwellen erzeugen, die Klingen in Feuer und Blitz hüllen und mit Heiligem Licht die Untoten vertreiben.

Jeder Charakter verfügt auch über ganz eigene Spezialangriffe, die - wenn ihr es richtig macht - auch mit denen der anderen Mitstreiter kombiniert werden können. Auch sind die Rollen der einzelnen Figuren vordefiniert. Die Fähigkeiten, die sie im Laufe des Spiels lernen, sind speziell auf sie zugeschnitten (Magier, Tank, Heiler und so weiter). Die Anzahl erlernbarer aktiver und passiver Fähigkeiten ist enorm!

Angreifen, Kombos ausführen, blocken, ausweichen, neu positionieren: Auf all das habt ihr im Spiel direkten Einfluss. Allerdings kann das Geschehen auch jederzeit pausiert werden, sodass ihr euch einen Überblick verschaffen oder diverse Items einsetzen könnt. Lasst euch nicht abschrecken: Der Kampf in Tales of Vesperia mag überwältigend wirken, jedoch ist das System in all seiner Komplexität erfreulich zugänglich und auch für Einsteiger geeignet.

Ich spiele nicht gerne alleine. Gibt es einen Multiplayer?

Ja und Nein. Die gute Nachricht ist: Ihr könnt euch mit drei Freunden auf die Couch kuscheln und in den Kämpfen gemeinsam draufhauen. Jeder übernimmt dann die Rolle eines Team-Mitglieds. Die Steuerungsoptionen darf dabei jeder individuell für sich anpassen.

Die nicht so gute Nachricht lautet: In der Praxis zeigt sich, dass sich der Mehrspielerspaß dabei in Grenzen hält. Die Kampfmechanik und die damit verbundene Darstellung ist nun mal grundlegend auf eine Person ausgelegt. Zudem könnt ihr außerhalb der Kämpfe nicht im Multiplayer agieren.

Jetzt eigene Meinung abgeben

Tags: Anime  

Die besten Spiele für Shooter-Neulinge

Genre-Öffner: Die besten Spiele für Shooter-Neulinge

Ihr seid neugierig darauf, mal einen "First Person"-Shooter zu spielen, traut euch aber nicht so recht ran? Wir geben (...) mehr

Weitere Artikel

Letzte Inhalte zum Spiel

Ubisoft äußert sich zu umstrittenem DLC

Assassin's Creed - Odyssey: Ubisoft äußert sich zu umstrittenem DLC

Kürzlich berichteten wir darüber, dass vielen Fans das Ende der zweiten DLC-Episode von Assassin's Cre (...) mehr

Weitere News

Newsletter

Mit diesem Formular kannst du den Spieletipps.de Newsletter kostenlos abonnieren.

Definitive Edition (Übersicht)
* gesponsorter Link