Vorschau Total War - Three Kingdoms: Ein Fest für Strategie-Fans

von Spieletipps-Team (24. Januar 2019)

Ihr wolltet schon immer mal die Kaiserkrone von China tragen? Total War - Three Kingdoms macht das möglich und legt große spielerische Macht in eure Hände.

Der berühmte Wolkenkratzer "The Shard" in London ist die imposante Kulisse für den Anspieltermin des nicht weniger imposanten Total War - Three Kingdoms. Entwickler Creative Assembly, der sich vor kurzem noch im Warhammer-Universum ausgetobt haben, wendet sich im Spiel der konfliktreichen Zeit der Drei Königreiche in China zu.

Zwei Modi stehen der versammelten Presse zur Verfügung, die auch im fertigen Spiel vertreten sein sollen. Es gibt "Record of the Three Kingdoms". Darin sind spielbare Generäle wie Zhang Fei, Liu Bei und Guan Yu ganz normale Menschen, die auch über völlig menschliche Fähigkeiten verfügen und ebenso verletzlich sind. Das Geschehen soll die Ereignisse aus historischen Aufzeichnungen aus dem dritten Jahrhundert nachzeichnen.

Der andere Modus hört auf die Bezeichnung "Romance of the Three Kingdoms". Wie schon das "Romance" im Titel andeutet, handelt es sich hierbei um eine stark romantisierte Darstellung der Ereignisse, in der die Generäle zu übermenschlichen Helden stilisiert werden. Die Basis dafür ist ein Roman des Autors Luo Guanzhong aus dem 14. Jahrhundert.

Greift in das Schicksal der Drei Reiche aus der chinesischen Antike ein:

30 Spielrunden lang dürfen sich die Gäste mit der Kampange im Romance-Modus auseinandersetzen. Der Freizeit-General, den wir entsandt haben, schlüpft in die Rolle von Liu Bei. Er soll angeblich aus der Han-Dynastie stammen und fordert nun die Macht ein, die ihm als Mitglied dieser Dynastie zustehen würde. Sein Ziel: Der Kaiserthron von China. Nach der begrenzten Rundenzahl, die gespielt werden darf, ist dieses Ziel noch in weiter Ferne. Dennoch kristallisiert sich während dieser Zeit schon ein recht klarer Eindruck heraus, den das Spiel vermittelt.

Nur auf den ersten Blick zu viel von allem

Zu Beginn hat Liu Bei nicht viel zu melden. Trotz seiner Behauptung, er würde einer reichen Dynastie entstammen, kommt er erstmal aus eher einfachen Verhältnissen. Dementsprechend verfügt er weder über großen Reichtum, noch über eigene Ländereien. Allerdings hat er trotzdem einen Schatz in der Hinterhand, den man nicht einfach finden oder erbeuten kann: Das Volk liebt ihn.

Die Gefechte sind hübsch inszeniert und glänzen durch große Gegnerscharen.Die Gefechte sind hübsch inszeniert und glänzen durch große Gegnerscharen.

An anderen Fronten braut sich Unheil zusammen. So gärt eine Fehde zwischen Tao Qian und Cao Cao. Letzterer ist überzeugt davon, dass Tao Qian der Mörder seines Vaters ist. Tao Qian hingegen sucht eine Allianz mit Liu Bei, damit er ihn in der Schlacht gegen Cao Cao unterstützt. Na, blickt ihr noch durch? Die Namen sind authentisch, daher teilweise auch etwas gewöhnungsbedürftig. Die chinesischen Feldherren haben damit natürlich kein Problem. Deren Sorge gilt eher dem Aufstand der Gelben Turbane. Dabei handelt es sich um einen religiös-sozial motivierten Bauernaufstand, der sich durch die drei Reiche zieht.

Somit ist schon für die erste der kommenden 30 Spielrunden ein ordentliches Pensum an Möglichkeiten und Hintergründen gegeben. Viel zu tun gibt es auch auf der Benutzeroberfläche, denn die fühlt sich im ersten Moment hoffnungslos überladen an. Nun, es handelt sich bei Three Kingdoms nun mal um ein Rundenstrategiespiel mit Echtzeitkämpfen. Diese Sparte protzt gerne mal mit ausufernden Eingabemöglichkeiten, die sich in Form von zahlreichen Leisten in jede Ecke des Bildschirms drängen.

Genau das erwarten Fans aber auch. So habt ihr umfassenden Zugriff auf Fähigkeiten, Wirkungsweisen und Werte, Statistiken, Diplomatie-Übersichten, Charakterbögen, Reform- und Stadt-Fenster, in denen sich alle nur erdenklichen Informationen abrufen lassen. Trotz der schieren Fülle an Möglichkeiten lässt euch das Spiel niemals im Dunkeln tappen. Ein simpler Druck auf F1 und jede gewünschte Funktion wird ausführlich erklärt.

Eine Armee, die nicht grenzenlos belastbar ist

Es wird Zeit für Liu Bei, in die Schlacht zu ziehen. Dafür stehen euch zwei Optionen zur Verfügung. Ihr könnt die Schlacht komplett automatisch ablaufen lassen, oder ihr gönnt euch das volle Paket und greift in Echtzeit ins Getümmel ein. Zuerst folgt aber eine strategische Aufstellung der Truppen (Bogenschützen und Fußsoldaten wollen in Formation positioniert werden). Dann bewegen sich die Streitmächte aufeinander zu. Hier kommt ihr dann direkt ins Spiel: Sobald die Meldung "Duell starten" erscheint, geht es ans Eingemachte. Denn dadurch wird ein Duell mit dem gegnerischen General initiiert.

Ein Blick auf eine Konfrontation in der Kampagne.Ein Blick auf eine Konfrontation in der Kampagne.

Solche entscheidenden Duelle zwischen Schlüsselfiguren sind neu. Liu Bei geht aus diesem Schlagabtausch siegreich hervor. Dadurch verliert die gegnerische Streitmacht einen großen Teil ihrer Moral. Das wiederum hat zur Folge, dass sie schneller aufgibt. Als Belohnung gibt es Zugriff auf eine Mine. Beflügelt durch diesen Sieg geht es gleich weiter zur nächsten Auseinandersetzung.

Das gestaltet sich dann jedoch doch nicht so einfach. Denn die Armme von Liu Bei ist erschöpft und hungrig. Nahrung wird benötigt. Wenn ihr euch in feindlichen Ländereien aufhaltet, verbrauchen sich Nahrungsressourcen noch schneller als gewöhnlich. Diesen wichtigen Wert habt ihr stets im Blick. Am oberen Bildschirmrand steht direkt unter den vorhandenen Geldmitteln die verfügbare Nahrung, im Spiel ist sie mindestens so viel wert wie finanzielle Mittel.

Krieg ist nicht die einzige Antwort

Krieg und Schlachten sind längst nicht die einzigen Mittel, mit denen ihr an Ressourcen kommt. Ihr könnt ganze Regionen für euch gewinnen, wenn ihr Spione und geschickte Redner zu den anderen Herrschern entsendet. Diplomatie wird aber nicht komplett ausgespielt, das Prinzip ist im Spiel eher abstrakter Natur. Es reicht, einfach den entsprechenden Button anzuklicken, einen mächtigen Ansprechpartner auszuwählen und schon geht's los. Neu: Ihr seht anhand roter (schlecht) und grüner (gut) Zahlenwerte, wie ein Gespräch verläuft. Das Ratespiel der Vergangenheit ist ... nun ja: Vergangenheit.

Hübsch anzusehen: So sieht eine Kampagnenkarte im Herbst aus.Hübsch anzusehen: So sieht eine Kampagnenkarte im Herbst aus.

Gelingt es euch, durch Diplomatie eine Stadt unter eure Herrschaft zu stellen, habt ihr somit eine gute Basis, die der Stärke eurer Einheiten sehr zugute kommt. Nahrungsvorräte werden aufgefüllt, verlorene Einheiten werden ersetzt, denn auch die Bewohner der Stadt dienen als Ressource: sie können für die Armee rekrutiert werden.

Vor allem wichtig sind die Städte für den Handel. Dazu braucht es aber bestimmte Gebäude, die auch entsprechend ausgebaut sein müssen. Eine Akademie sorgt dafür, dass die Charaktere mehr Erfahrungspunkte erhalten. Satte 100 Prozent mehr Handelseinkommen resultiert zum Beispiel durch ein Handelsregisterbüro im Stadtgebiet. Gleichzeitig sinken landwirtschaftliche Einrichtungen um 15 Prozent im Preis, der Handelseinfluss wächst um 30 Prozent. Wer sich die Zeit nimmt und in den Ausbau der Städte investiert, wird zahlreiche Vorteile erspielen.

Damit euer Fortschritt nicht im Sumpf der Bürokratie steckenbleibt, gibt es noch die Möglichkeit, Reformen durchzuführen. Alle fünf Runden habt ihr dazu die Möglichkeit. So verbessert zum Beispiel die Reform für Eunuchen-Sekretäre die Administration, wodurch ein neuer Posten für einen Administrator zugänglich wird. Das macht wiederum die Anführer glücklicher. Apropos Glücksgefühle: Das Wohl der Bevölkerung und der wichtigen Charktere solltet ihr nicht ignorieren. Bekommt ein General nichts zu tun, fühlt er sich unnütz und unglücklich. Ein anderer General wäre vielleicht doch besser als Administrator geeignet, der den Krieg vom Schreibtisch aus führt. Eure Entscheidungen in dieser Hinsicht können den Spielfortschritt stark beeinflussen.

Das vorläufige Ende vom Lied

Als nach den versprochenen 30 Runden das Spiel automatisch unterbrochen wird (zumindest mit einer kleinen Danksagung fürs Spielen), stellt unser Entsandter überrascht fest, wie stark er sich bereits in den Sog des Spiels begeben hat. Die nächsten Runden waren schon komplett vorgeplant, noch nicht erhaltene Belohnungen waren bereits in weitere Abläufe integriert. Kurzum: Es hat Spaß gemacht! Tatsächlich blieb noch genug Zeit für einen zweiten Durchgang und damit auch für neue Strategien.

Habt ihr erstmal die komplexen Grundmechaniken verinnerlicht, wird eure Experimentierfreudigkeit gefordert. Neue Taktiken rufen auch neue Reaktionen der KI hervor. Jeder Durchlauf scheint eine ganz spezifische Eigendynamik zu entwickeln, die immer wieder für Überraschungen sorgen kann. Wie sich das in weiterer Folge im vollen Ausmaß des Spiels darstellt, erfahrt ihr voraussichtlich am 7. März 2019, wenn Total War - Three Kingdoms für PC auf den Markt kommt.

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