Metro - Exodus: Story, Fraktionen, Orte und Figuren der Vorgänger im Überblick

(Special)

von René Wiesenthal (15. Februar 2019)

Seit heute steht Metro – Exodus für alle Spieler im Handel und digital zum Kauf bereit. Da dem Spiel zwei Teile vorausgehen, fassen wir für euch das Wichtigste zur Story, den Fraktionen, Orten und Figuren der Reihe kurz zusammen. Damit seid ihr bereit für Metro – Exodus, selbst wenn ihr die ersten Teile nicht gespielt habt.

Was bisher geschah

Der erste Teil der Spielereihe trägt den Namen Metro 2033, so wie der Roman von Dmitri Gluchowski, auf dessen Werke die Spiele basieren. Die Prämisse von Metro 2033: Im Jahr 2013 wurde die Welt in einem Atomkrieg zerstört. Zu den wenigen Überlebenden gehören Teile der russischen Bevölkerung, die sich in den Tunneln der Moskauer U-Bahn – Metro genannt – vor der Vernichtung versteckt haben. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Artjom, einem jungen Mann, geboren kurz vor den nuklearen Anschlägen, aufgewachsen unter der Erde.

Metro 2033 - Der Trailer zum ersten Spiel:

Ein Elitesoldat namens Hunter, ein so genannter Ranger, ersucht seine Unterstützung bei der Suche nach einem anderen Ranger mit Namen Miller, der sich nach Hunters Aussagen in der Siedlung Polis befindet. Miller soll bei der Verteidigung der Station WDNCh vor blutrünstigen Mutanten helfen, in der Artjom und seine Freunde leben.

Ein besonderer Feind der Menschen in der Metro sind die mysteriösen "Schwarzen" (Oder auch Dark Ones, menschenähnliche Wesen, die eine schwarze Färbung haben), denen die Ranger Einhalt gebieten wollen, da sie sie als große Bedrohung erachten. Der Spieler kämpft sich also auf dem Weg zur Polis durch die düsteren, verzweigten Tunnel der Metro, während er durch Strahlung mutierte Lebewesen mit Waffengewalt bezwingt, und hin und wieder auch – mit Gasmaske ausgestattet - an die verseuchte Oberfläche tritt. Artjom begegnet den Schwarzen mehrfach auf seiner Reise, sieht sie in Visionen und bekommt sogar sein Leben von ihnen gerettet.

Im letzten Akt von Metro 2033 kann ein gutes oder schlechtes Ende eintreten, abhängig von bestimmten vorherigen Entscheidungen. Das schlechte zeigt die Zerstörung der Heimat der Schwarzen durch einen Raketenangriff. Beim guten Ende zerstört Artjom den Transmitter für die Koordinaten der Zuflucht der Wesen und verhindert so den Angriff.

Metro - Last Light: Bilder aus dem zweiten Teil im Gameplay-Trailer

Der zweite Teil der Reihe, Metro – Last Light, spielt im Jahre 2034 und beginnt unter der Prämisse, dass die Schwarzen zum Ende des ersten Teils vernichtet wurden. Wieder übernimmt der Spieler die Rolle von Artjom, der seit dem Raketenangriff von Albträumen geplagt wird, in denen die Schwarzen auftauchen – sein Gewissen plagt ihn. Nachdem Meldungen über die Sichtung eines kindsgroßen Exemplars der mysteriösen Wesen an der Oberfläche in Umlauf kommen, schickt man Artjom aus, um dem nachzugehen. Artjom begegnet dem Kind, es gerät allerdings in die Gefangenschaft der Gruppierung der Neofaschisten.

In Last Light laufen mehrere wichtige Handlungsstränge parallel ab: Die Faschisten ziehen in den Tunneln der Metro in den Krieg mit anderen Fraktionen um einen riesigen, geheimen Waffenbunker. Zeitgleich bricht eine tödliche Seuche in der Metro aus, die von der Fraktion der Kommunisten verbreitet wird. In der Polis wird deshalb eine Friedenskonferenz zwischen den in der Metro lebenden Fraktionen abgehalten, die dem Führer der kommunistischen Roten Linie aber eigentlich nur als Ablenkungsmanöver dient. Insgeheim sollen seine Männer die besagte Militäranlage stürmen. Die Ranger versuchen, diese mit aller Macht zu verteidigen, sehen sich am Ende aber unterlegen.

In Last Light habt ihr es viel häufiger mit menschlichen Gegnern zu tun.In Last Light habt ihr es viel häufiger mit menschlichen Gegnern zu tun.

Während all das passiert, hat es Artjom sich zur Aufgabe gemacht, das Junge der Schwarzen zu befreien und zu retten. Auf der Suche nach dem Wesen geht er eine Liebesbeziehung mit Anna ein, der Tochter von Miller aus Teil 1, und schließt sich mit einem alten Freund namens Khan zusammen. Der Schwarze dankt Artjom die Rettung indem er den Schwindel hinter der Friedenskonferenz durch seine übernatürlichen Fähigkeiten aufdeckt, und so macht Artjom sich ebenfalls auf den Weg, den Militärstützpunkt zu schützen.

Auch am Ende von Metro – Last Light gibt es wahlweise ein gutes und ein schlechtes Ende. Das schlechte mündet darin, dass Artjom in einem letzten Verzweiflungsakt den Militärbunker, sich selbst und die Kommunisten in die Luft sprengt. Anna erzählt im Anschluss deren gemeinsamen Sohn von Artjoms Heldentaten. Beim guten Ende kommen im letzten Moment die Schwarzen zu Hilfe und besiegen die Kommunisten.

Die wichtigsten Fraktionen

Wie ihr festgestellt habt, spielen die unterschiedlichen Fraktionen, die in der Metro leben, eine große Rolle für die Geschichte. Sie alle haben sich Stationen zu Siedlungen gemacht und verfolgen teils unterschiedliche politische Agenden. Daher kommt es immer wieder zu Konflikten untereinander. Wir erklären euch die wichtigsten Fraktionen von Metro.

Die Ranger

Die Ranger sind eine Gruppe von Elitesoldaten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Metro zu beschützen. Dafür besetzen sie Verteidigungsposten und durchstreifen Tunnel sowie Gelände an der Oberfläche, um Plünderer, Mutanten oder feindselige Fraktionen fern zu halten. In einer Kirche an der Oberfläche besitzen sie den Außenposten Sparta. Die Ranger haben eine Reihe kleinerer Verbündeter in der Metro.

Die Hanse

Die Hanse ist eine Fraktion, die sich entlang der Ringlinie der Metro gegründet hat, um regen Handel zwischen Siedlungen zu gewährleisten und sich gegen diejenigen zu verteidigen, die nach dem durch die Wirtschaft entstehenden Reichtum gieren. Somit umfasst die Hanse eine Vielzahl verschiedener Stationen in der Metro und ist bestens mit militärischer Ausrüstung ausgestattet. Die Hanse befand sich einst im Krieg mit der kommunistischen Roten Linie, hat diese aber später zum Handelspartner gemacht.

Die Rote Linie

Die Rote Linie ist eine kommunistische Vereinigung von Stationen in der Metro, deren selbsterklärter Auftrag es ist, die politischen und gesellschaftlichen Zustände aus den Zeiten der Sowjetunion zurückzubringen. Die Rote Linie ist bewaffnet und gewaltbereit und steht in ständigem Konflikt mit den Neofaschisten des Vierten Reiches.

Das Vierte Reich

Das Vierte Reich ist ein Zusammenschluss von drei Stationen der Metro, der unter einem neofaschistischen Banner steht. Das Vierte Reich strebt eine reine russische Bevölkerung in der Metro an und setzt dieses Vorhaben mit brutaler Gewalt durch. Die Fraktion befindet sich im Krieg mit den Kommunisten der Roten Linie.

Wichtige Orte

In den Metro-Spielen durchstreift ihr eine Vielzahl von Orten unter und über der Erde. Einige davon sind für die Geschichte von besonderer Bedeutung.

D6

D6 ist der Name der bereits erwähnten geheimen Militärstation, die teils Stoff für Legenden ist. Von ihr wird gesagt, dass sie voll ist von Waffen, militärischen Fahrzeugen und Unmengen an Munition. Aus diesem Grund sind kriegerische Fraktionen in der Metro auf der Suche nach dem Inneren von D6. Das große Finale von Metro – Last Light spielt sich hier ab.

Polis

Die Polis ist ein riesiger Verbund von vier großen Siedlungen – sprich Stationen – in der Metro, der unterhalb der staatlichen Bibliothek von Moskau angesiedelt ist und sich im Zentrum des Bahnnetzwerkes befindet. In der Polis gibt es feste gesellschaftliche Ordnungen und dadurch ein Leben, das dem an der Oberfläche vor den atomaren Anschlägen zumindest ähnelt.

Sparta

Sparta ist der einzige ständige Außenposten von Fraktionen der Metro, also die einzige dauerhafte Ansiedlung von Menschen in Moskau an der Erdoberfläche. Sparta wird von den Rangern bevölkert und befindet sich in einer russisch-orthodoxen Kirche.

Zentrale Figuren

Neben Artjom gibt es eine Vielzahl von Figuren, die eine Rolle in der Metro-Reihe spielen. Immer wieder begegnet ihr auf euren Reisen Personen, die kurzzeitige Wegbegleiter oder dauerhafte Freunde werden – natürlich auch Feinden. Die folgenden Figuren gehören zu den wichtigsten.

Hunter

Hunter ist ein hochrangiger Ranger und derjenige, der Artjom zu Beginn von Metro 2033 damit beauftragt, die Polis aufzusuchen um Miller zu finden. Er setzt damit die Handlung in Gang. Er jagt einer Gruppe von Schwarzen hinterher, teilt Artjom aber zuvor mit, er solle Miller sein Ranger-Abzeichen zeigen, um ihn als Verbündeten zu gewinnen. Was mit Hunter danach geschehen ist, bleibt unklar.

Miller

Miller ist der Anführer der Ranger und in der Polis beheimatet. Nachdem Artjom ihm begegnet, wird er zu einem wichtigen Weggefährten, der den Protagonisten in Metro 2033 bei seiner Mission der Zerstörung der Schwarzen hilft. Zum Schluss wird er dabei schwer verletzt und muss Artjom allein weiterziehen lassen. In Metro – Last Light unterstützt er Artjom bei der Verteidigung von D6, wird dabei ebenfalls verwundet und fleht Artjom an, den Zünder für die Zerstörung der Militärbasis zu aktivieren.

Anna

Anna ist eine Scharfschützin der Ranger und die Tochter von Miller. Sie wird im Laufe der Geschichte eine Partnerin für Artjom und letztendlich seine Geliebte. Sie bleibt in der Polis, als Artjom sich aufmacht, D6 gegen die Rote Linie zu verteidigen.

Pavel

Pavel ist ein Mitglied der Roten Linie und einer der Gegenspieler von Artjom. Die beiden lernen sich kennen, als sie von den Faschisten des Vierten Reiches gefangen genommen werden und flüchten zusammen. Nach einer Zeit der Zusammenarbeit hintergeht Pavel Artjom im Sinne der Agenda der Roten Linie. Artjom kann sich irgendwann rächen, dabei wird Pavel je nach Spielerentscheidung umgebracht oder verschont.

Korbut

Czeslav Korbut ist der größte Widersacher des Spielers in Metro – Last Light. Er ist der Anführer der kommunistischen Roten Linie und führt den Angriff auf D6 an. Je nachdem, welches Ende ihr in Last Light bekommt, wird er entweder in der Explosion getötet, die Artjom auslöst, oder von den Schwarzen in Stücke gerissen.

Wollt ihr doch alles selbst erleben? Metro Redux enthält die beiden aufpolierten Erstlinge:

Die Handlung der Metro-Spiele basiert zwar auf Romanen, mit Metro – Last Light jedoch nur noch sehr lose. Nichtsdestotrotz gibt es auch im zweiten Teil eine Fülle an Ereignissen und Verstrickungen. Um also einen vollständigen Einblick zu bekommen, könnt ihr mit Metro - Redux beide Spiele in überarbeiteter Form vollständig nachholen. Wenn ihr direkt mit Metro – Exodus einsteigen wollt, habt ihr jetzt ein gutes Basiswissen dafür.

Werdet ihr euch Metro – Exodus kaufen oder habt ihr es euch eventuell sogar vorbestellt und spielt es schon? Sagt uns in den Kommentaren eure Meinung zu der Reihe und was ihr euch vom frisch erschienenen Serienteil erhofft. Wir freuen uns wie immer, davon zu lesen.

Jetzt eigene Meinung abgeben

Tags: Singleplayer  

Wieso ist Deutschland eigentlich so peinlich - in Bezug auf Videospiele?

spieletalks: Wieso ist Deutschland eigentlich so peinlich - in Bezug auf Videospiele?

Der Deutsche Computerspielpreis 2019 wurde verliehen und die gesamte Veranstaltung war ziemlich peinlich. Zwischen (...) mehr

Weitere Artikel

Gute Angebote für Strategie- und Action-Fans

GoG-Sale: Gute Angebote für Strategie- und Action-Fans

Es ist Angebotswoche bei GoG und ihr bekommt einige Spiele teils erheblich reduziert. Aber auch einige Neu (...) mehr

Weitere News

Newsletter

Mit diesem Formular kannst du den Spieletipps.de Newsletter kostenlos abonnieren.

Metro - Exodus (Übersicht)
* Werbung