The Division 2: Wieso die Division eigentlich schon lange verloren haben müsste

(Kolumne)

von Matthias Kreienbrink (21. März 2019)

Ich habe The Division 2 nun schon einige Stunden gespielt. Bin durch das zerfallene Washington DC gestapft, habe etliche Gegner erledigt und einige Missionen abgehakt. Doch je weiter ich im Spiel kam, desto mehr wurde mir eines klar: Die Division hat eigentlich überhaupt keine Chance. Ich erkläre euch, wieso.

The Division 2: Zusätzliche Belohnungen durch "Echos"!

In The Division 2 gibt es mehrere Gegner-Gruppen. Die Hyeanas, die True Sons und die Outcasts. Und von diesen gibt es echt viele. Sie mögen unterschiedlich aussehen und auch unterschiedlich kämpfen, doch eines haben sie gemein: Sie treffen eigentlich immer.

Prämisse: Bitte nehmt diese Kolumne mit einem Augenzwinkern. Sie beschreibt etwas überspitzt die Tatsache, dass die Gegner in The Division 2 eindeutig Zielwasser getrunken haben.

Stellt euch folgendes, etwas übertriebenes Szenario vor: Ich bin auf dem Dach eines Hochhauses, verstecke mich sicher hinter einer Deckung. Fünf Gegner sehe ich vor mir, die mich noch nicht entdeckt haben. Anstatt nun einfach wahllos zu schießen und damit alles anzulocken denke ich mir, dass ich ein automatisches Geschütz in die Gruppe werfe - alle mit dem Rücken zu mir stehend.

Dieses Geschütz landet und tut das, was es tun soll: Es schießt auf die Gegner. Diese scheinen zunächst überrascht von diesem Angriff. Aber auch nur für Milisekunden - und während sich zwei der Gegner daran machen, das Geschütz zu zerstören, stürmen die anderen drei auf mich los. Auf mich. Der in sicherer Deckung sitzt und nicht gesehen wurde.

Aber gut, war ich vielleicht doch etwas unvorsichtig. Also raus aus der Deckung und bis ans andere Ende des Daches rennen. Dabei mache ich Rollen, laufe zickzack, springe und tu auch eigentlich sonst alles, was es unmöglich machen sollte, dass ich getroffen werde. Nicht aber in The Division 2. Denn hier treffen euch die Gegner auch noch aus zwei Kilometer Entfernung. Selbst wenn ihr gerade Salti auf einem Trampolin machen solltet, das auf der Ladefläche eines LKWs steh, welcher mit 120 km/h fährt: Die Gegner werden euch treffen. Und wenn sie eine Granate werfen, ist die so intelligent, dass sie ihre Flugbahn nach dem Abwurf noch korrigiert.

Darum bin ich der Meinung, dass die Division in "The Division 2" den Kampf eigentlich schon lange hätte verlieren müssen. Erstmal weil die Gegner zahlenmäßig weit überlegen sind. Aber vor allem, weil sie magische Kräfte besitzen, die dafür sorgen, dass ihre Kugeln immer das Ziel treffen. Immer.

Doch nun noch ein kleiner ernster Teil: Das Spiel hat definitiv viele Stärken, wie ihr auch in unserem Test zu The Division 2 nachlesen könnt. Aber an der KI hätte man wirklich noch schrauben können. Sicherlich, durch die Treffsicherheit wird das Spiel um einiges herausfordernder. Aber hätten Gegner, die selbst auch Fehler machen und nicht wie Roboter alles treffen, nicht stark zur Atmosphäre und auch zur Realität des Spiels beigetragen? Ich finde schon. Da habe ich lieber Gegner, deren Schüsse mehr Schaden machen - die es aber auch ermöglichen, dass ich mit meinen Salti auf dem Trampolin auf dem LKW auch wirklich mal das Gefühl habe, ihnen ausgewichen zu sein.

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