Vorschau Battlefield 5: So spielt sich der "Battle Royale"-Modus Firestorm

von Spieletipps-Team (21. März 2019)

Criterion Games lädt ein, wir sagen dankend zu. Vor allem, weil mit der Einladung die Möglichkeit einhergeht, den "Battle Royale"-Modus von Battlefield 5 zu versuchen. Vier Stunden lang haben wir gespielt, das sind unsere Eindrücke.

Firestorm - so heißt der neue Spielmodus von Battlefield 5, der dem aktuellen Branchentrend folgt und in die "Battle Royale"-Kerbe schlägt. Das Thema selbst ist nach wie vor in aller Munde, zumal ja der neue Mitspieler auf dem Feld, nämlich Apex Legends, noch nicht so lange mitmischt und dennoch selbst Schwergewicht Fortnite den Rang ablaufen könnte. Warum dann nicht auch Battle Royale für Battlefield 5? Schade nur, dass das beste Feature des Hauptspiels keinerlei Einfluss auf den neuen Modus zu haben scheint.

Die Prämisse klingt gut: In Firestorm treten insgesamt 64 Spieler gleichzeitig an. Entweder solo oder im Vierer-Squad. Letzteres könnte herrlich ausbalanciert wirken, gibt es im Spiel doch auch exakt vier Klassen. Und das ist das oben erwähnte Feature aus dem Hauptspiel, das in Firestorm keine Wirkung zeigt: Die verschiedenen Klassen haben hier augenscheinlich nur kosmetische Funktionen. Auswählen könnt ihr frei, ja. Aber das Ergebnis bleibt spielerisch nahezu unverändert.

Ein Blick zum Gipfelstürmer Apex Legends zeigt, wie grandios sich eine Spezialisierung der einzelnen Team-Mitglieder auf den Spielverlauf auswirken kann. Jammerschade, dass diese Gelegenheit so versandet ist. Glücklicherweise zeigt sich aber, dass Firestorm trotzdem noch unterhaltsam bleibt.

Starker Punkt: Fahrzeuge

Wer schon früher an den Schlachten der Battlefield-Reihe teilgenommen hat, der weiß, welchen Stellenwert Fahrzeuge im Spiel einnehmen. Dem Szenario entsprechend stehen euch Kriegsgefährte wie Hubschrauber und Panzer zur Verfügung. Jedoch dürft ihr auch hinterm Steuer von Kübelwagen und Traktoren Platz nehmen, wenn ihr welche findet.

Die Verstärkung durch einen Panzer will hart erkämpft sein.Die Verstärkung durch einen Panzer will hart erkämpft sein.

Einen Haken hat die Sache jedoch. Wenn ihr nämlich die wirklich guten Fahrzeuge für euch nutzen wollt, müsst ihr schon ein paar Herausforderungen meistern. Denn diese Fahrzeuge wollen erst aus Bunkern geborgen werden. Das gestaltet sich durchaus schwierig, denn ein solcher Bergungsversuch bleibt nicht unbemerkt. Ein Beispiel:

Ein Team macht sich daran, die Türen zu einem dieser Fahrzeugbunker zu öffnen. Der Vorgang kann ein paar Minuten in Anspruch nehmen. Gleichzeitig wird dadurch aber ein Alarm ausgelöst, der Gegner anlockt. Die Aussicht, selbst ein starkes Fahrzeug übernehmen zu können, lässt sie von allen Seiten anrücken.

Ihr seht, mit einer großen Belohnung ist also auch ein beträchtliches Risiko verbunden. Im Team zu agieren bringt euch übrigens auch bei dem Versuch, den Bunker zu knacken, einige Vorteile. Denn je mehr Spieler daran beteiligt sind, desto schneller geht das Öffnen der Tore vonstatten. Und das auch ganz ohne spezielle Klassen mit ihren Vor- und Nachteilen.

Grafik und Technik von beeindruckender Qualität

Dann wäre da noch die Sache mit dem namensgebenden "Firestorm", also dem Feuersturm. Der ist nämlich unausweichlich. Wenn die Schlacht beginnt, ist er schon da und hat einen guten Teil der Karte bereits verschlungen. So solltet ihr euch angewöhnen, stets einen neuen Absprungpunkt zu suchen, anstatt euch stets auf die gleiche Taktik zu verlassen. Es bleibt euch auch kaum was anderes übrig.

Zwar handelt es sich hier um Promo-Shots von EA, aber das Spiel kann sich auch live durchaus sehen lassen.Zwar handelt es sich hier um Promo-Shots von EA, aber das Spiel kann sich auch live durchaus sehen lassen.

Denn wenn ihr in der Schlacht dem Feuersturm zu nahe kommt, könnt ihr euch zwar daran erfreuen, welche Grafikpracht die Frostbite-Engine auf den Bildschirm zaubert, aber eurer virtuellen Gesundheit ist das nicht zuträglich. Es ist aber schon beeindruckend mitanzusehen, wie der Feuersturm ganze Siedlungen auslöscht und nur verbrannte Erde und rauchende Trümmer zurücklässt.

Zerstörbare Gebäude sind in der Battlefield-Reihe nicht neu. Sie sind aber nicht nur Dekoration, sie haben auch spielerisch ihre Vor- und Nachteile. So bieten sie durchaus einen guten Ort, an dem sich ein ganzer Vierertrupp verschanzen kann und die so gebotene Deckung nutzt. Gleichzeitig reicht aber auch ein einziger, gut platzierter Treffer (und etwas Glück) mit einem Raketenwerfer. Das Haus stürzt ein, die Gegner sind aus dem Spiel.

Somit zeigt sich auch technisch ein ausgesprochen sauberes Bild. Firestorm gehört zu den hübscher anzusehenden Konkurrenten auf dem heiß umkämpften "Battle Royale"-Markt und kann durch seine schiere optische Präsenz schon punkten. Wie oben erwähnt ist es zwar schade, dass mögliches Potenzial nicht besser genutzt wurde, jedoch kann Firestorm auch spielerisch mit anderen Genre-Kollegen mithalten.

Allerdings bleibt letzten Endes noch eine Frage offen: Spieler, die mit dem Hauptspiel noch keinen Kontakt hatten und auch nicht unbedingt Interesse daran zeigen, werden kaum nur wegen des neuen Modus den Schritt hin zu Battlefield 5 wagen. Das betrifft sicher nicht jeden, aber vermutlich doch viele potenzielle Neukunden, die ihren "Battle Royale"-Durst eher bei der kostenlosen Konkurrenz stillen könnten.

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Tags: Multiplayer  

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