Assassin's Creed 3 - Remastered: 3 Dinge erkannt

(Special)

von Michael Sonntag (28. März 2019)

Morgen bringt Ubisoft das sieben Jahre alte Amerika-Abenteuer Assassin's Creed 3 zurück, in neuem Gewand und mit diversen Zusatzinhalten ausgestattet. Wir haben uns das Remaster auf der PS4 angesehen und verraten euch anhand von drei Feststellungen, für wen sich der Kauf lohnen könnte und wer lieber in der Antike bleiben sollte.

Connor und Aveline mischen Amerika auf:

1. Polierter bedeutet nicht immer schöner

Zuerst zur wortwörtlich augenscheinlichen Neuheit: Ubisoft hat an Assassin's Creed 3, was die Grafik und Lichteffekte betrifft, einige Anti-Aging-Maßnahmen durchgeführt.

Das kommt vor allem der Umwelt und den Schauplätzen zugute - die Texturen stechen hübscher und deutlicher hervor, das Lichtspiel fällt stimmiger aus, womit Szenen wie das Opernattentat und die Schlachten sich noch besser als im Original zu präsentieren wissen.

Die Aufbruchsstimmung, in eine neue Welt zu reisen, ja, das kann sich in dem Gewand sehen lassen und macht Lust darauf, der Geschichte seinen Stempel aufzudrücken.

Abgesehen von ein paar Städten hat sich der Mensch noch nicht weit in dieses Land vorgewagt.Abgesehen von ein paar Städten hat sich der Mensch noch nicht weit in dieses Land vorgewagt.

Dieses Lob muss aber im gleichen Zug sofort wieder relativiert werden, da alles, was diese schöne Welt an Charakteren und Leben bevölkert, zwar optisch angepasst worden ist, aber hierbei von "schöner" keine Rede sein kann.

Die Haut der Figuren wirkt wie poliertes Glas, Augen und Münder spielen stellenweise etwas verrückt und treten auf unheimliche Weise hervor und allgemein wirkt es so als ob hier nicht viel oder zumindest das Falsche getan worden sei.

Zwischensequenzen haftet damit immer ein komischer Beigeschmack an, wodurch ihr stets daran erinnert werdet, dass dieses Spiel zwar 2019 erscheint, aber nicht aus diesem Jahr stammt. Das alles stellt nichtsdestotrotz kein großes Verbrechen dar und mag vielleicht nur Kennern des Originals auffallen. Neueinsteiger stören sich womöglich nicht daran.

2. Es bleibt ein "spezieller" Teil

Spieler, die sich die Remastered-Version zu Teil 3 kaufen, sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Aufhübschung des Spiels das Wesen dessen nicht geändert hat. He, ist das nicht logisch? Nicht, wenn man sich erinnert, dass es Teil 3 genauso schwer hat, wie er es einem schwer macht.

Einerseits folgte er auf die großartige Renassaince-Trilogie um Ezio Auditore - mit Assassin's Creed 2, Brotherhood und Revelations - und hatte deshalb mit dem hohen Erwartungsdruck seitens der Fans zu kämpfen, die Reihe noch besser voranzuführen.

Und dann kommt andererseits hinzu, dass das Spiel selbst auf einen gewöhnungsbedürftigen Kurs setzt. Es behält viele Aspekte der Reihe bei, wie beispielsweise das Klettern und das Kämpfen, und probiert im selben Zug auch zahlreiche neue Dinge aus, womit den Spielern einiges abverlangt wird. Schifffahrten und Jagen machen dabei nur die geringsten Änderungen aus.

Die Kämpfe sehen cool aus, spielen sich aber sehr leicht. Erst ab zwölf Gegnern wird es kritisch.Die Kämpfe sehen cool aus, spielen sich aber sehr leicht. Erst ab zwölf Gegnern wird es kritisch.

Selbst wenn man sich nicht an den oberflächlichen Unterschieden von Assassin's Creed 3 stört - wie zum Beispiel der Entscheidung, sich als erster Teil von der streng okkulten Essenz der Reihe zu distanzieren - verlangt es nichtsdestrotz von seinen Fans, eines der längsten Tutorials in der gesamten Videospielgeschichte zu absolvieren.

ACHTUNG! SPOILERGEFAHR!!! Wenn ihr euch die Überraschung nicht verderben wollt, springt zur nächsten Überschrift!

Statt den Haupthelden Connor von Anfang an zu steuern, spielt ihr zunächst seinen Vater für mehrere Stunden und müsst Missionen mit kaum spielerischer Freiheit abschließen. Und selbst danach folgt eine Sequenz, in der ihr euren Helden erst als Kind spielen müsst, bevor er endlich zum Meuchler aus den Trailern herangewachsen ist.

Dieser Aspekt ist repräsentativ für den Ton des Spiels: Eine Spielwelt, die zwar schön ist, aber zu 80 Prozent aus Landschaft besteht. Eine Geschichte, die spannend ist, aber ihre Zeit braucht. Ein Gameplay, dass zwar gut ist, aber noch nicht den Standard von Assassin's Creed - Odyssey besitzt. Assassion's Creed 3 bleibt trotz Remastered ein harter Knochen, auf den ihr euch einlassen müsst.

3. Fans und Neugierige bekommen das beste Paket

Das Remastered ist aber bei weitem nicht nur ein Grafik-Update. Zusätzlich zum Hauptspiel bekommt ihr neben allen DLCs, dazu gehört die Trilogie "Die Tyrannei von König George Washington", auch ein weiteres komplettes Spiel: Assassin's Creed Liberation HD, in dem ihr in die Rolle von Aveline de Grandpré schlüpft, einer Assassine mit französischen und afrikanischen Wurzeln.

Der ursprüngliche "PS Vita"-Ableger bietet eine willkommene Abwechslung zum Hauptspiel, da er vor allem viel schneller abläuft, auf viele kleine interessante Missionen setzt und eine neue Heldin vorstellt. Je nachdem, wie sich Aveline verkleidet - als gehobene Dame, Sklavin oder Assassine - verfügt sie über unterschiedliche Fähigkeiten.

Als Dame könnt ihr besser belauschen und sogar Wachen betören, müsst aber auf anmaßende Mannsbilder Acht geben.Als Dame könnt ihr besser belauschen und sogar Wachen betören, müsst aber auf anmaßende Mannsbilder Acht geben.

So kommt ihr mit 30 Stunden Hauptspiel, über sechs Stunden DLCs und elf Stunden in Liberation - zusammen mit einer größtenteils beeindruckenden Grafik und einem speziellen Spielerlebnis in der "Assassin's Creed"-Welt - die beste Packung, die Liebhaber und Spieler, welche die gesamte Reihe erleben wollen, bekommen können.

Assassin's Creed 3 - Remastered erscheint für PlayStation 4, Xbox One und PC. Für Nintendo Switch kommt es am 21. Mai 2019 raus. Werdet ihr euch das Spiel holen, reicht euch das Original oder wartet ihr lieber auf eine andere Aufhübschung? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare!

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