Erfolgsgarantie: So muss ein Anime-Spiel sein, um Fans zu überzeugen

(Special)

von MartinSeng (07. April 2019)

Videospiele zu populären Animes sind mittlerweile schon fast ein eigenes Genre geworden. Ganz gleich ob es nun One Piece, Naruto, Dragonball oder Attack On Titan ist – Animes und Videospiele gehören schon seit Langem zusammen. Doch leider sind die Qualität der Umsetzungen und die Reaktionen der jeweiligen Fan-Kreise oftmals unterschiedlich. Wir haben uns angesehen, was ein Anime-Spiel machen muss, um sowohl Fans, als auch Kritiker zu überzeugen.

Das mitunter erste was auffällt, wenn man sich Anime-Spiele ansieht, ist, dass es in den meisten mit den Fäusten ordentlich zur Sache geht. Ob es nun Spiele sind wie Dragon Ball FighterZ oder Naruto Shippuden - Ultimate Ninja Storm 4, meistens sind Anime-Spiele actiongeladen und bieten Kämpfe in bester Prügelspiel-Manier.

Die Spiele zum populären Piraten-Anime One Piece hingegen bedienen sich nicht selten am Konzept der "Dynasty Warriors"-Reihe. In One Piece - Pirate Warriors 3 müsst ihr euch durch riesige Massen an Gegnern kämpfen, die entweder aus Piraten oder Marinesoldaten bestehen, und an bestimmten Punkten trefft ihr auf weitere bekannte Gesichter der Serie. Und dieses Wiedersehen mit Charakteren, seien sie böser oder guter Natur, ist einer der Schlüsselpunkte für ein gelungenes Spiel zum jeweiligen Anime.

Wiedersehen mit alten Bekannten

Als Fan einer Reihe möchtet ihr natürlich auch die Protagonisten wiedersehen, die ihr lieben gelernt habt. Und wenn ihr zu Naruto, Son-Goku oder Ruffy eine Verbindung aufgebaut habt, sollten auch Nebencharaktere wie Kakashi, Cell und Smoker vertreten sein. Eine möglichst große Zahl an bekannten und spielbaren Charakteren ist also das A und O für ein zufriedenstellendes Anime-Spiel.

Eine gute Figur macht dabei Dragon Ball Z - Budokai Tenkaichi 3, das 2007 für die Playstation 2 und Nintendo Wii erschien. Als Fan der Serie fühlt man sich dort mit fast 100 Charakteren in über 160 verschiedenen Formen und mit ihren bekannten Attacken besonders wohl. Als kleiner Geheimtipp gilt auch Jump Ultimate Stars, das Ende 2006 in Japan für den Nintendo DS erschien. Mit über 340 bekannten Anime- und Manga-Charakteren dürfte in dem Prügelspiel für wirklich jeden etwas dabei sein.

Beim japanischen Jump Ultimate Stars ist vom Indie-Anime bis zum großen Mega-Hit alles vertreten.Beim japanischen Jump Ultimate Stars ist vom Indie-Anime bis zum großen Mega-Hit alles vertreten.

Doch die Vielzahl an bekannten Charakteren ist nicht das einzige, was ein gutes Anime-Spiel vorweisen muss. Auch dem Story-Modus kommt eine entscheidende Rolle zu. Bei diesem müssen sich Anime-Spiele immer einer wichtigen Frage stellen: Orientieren sie sich an der Geschichte, die bereits in der Vorlage erzählt wurde oder spinnen sie ihre eigene?

Neue oder alte Story?

Für euch als Spieler bedeutet das, dass ihr entweder eine Story spielt, die ihr bereits kennt oder aber eine Handlung bekommt, die meist aus der Feder der Entwickler stammt. Bei Letzterem besteht meist das Problem, dass es der Plot der Entwickler nicht mit dem des eigentlichen Autors aufnehmen kann. Jump Force beispielsweise vereint zwar die beliebtesten Anime Charaktere, lässt sie jedoch in einem sehr hanebüchenen Plot aufeinander treffen.

Das Aufeinandertreffen der Anime-Ikonen in Jump Force wirkt leider sehr erzwungen.Das Aufeinandertreffen der Anime-Ikonen in Jump Force wirkt leider sehr erzwungen.

Doch auch hier gibt es gelungene Beispiele, wie etwa Naruto Shippuden - Ultimate Ninja Storm 4. Dort spielt ihr den bekannten Ninja-Weltkrieg aus dem Anime beziehungsweise Manga nach, was in beeindruckenden Zwischensequenzen inszeniert wird.

An manchen Stellen nimmt sich das Spiel Freiheiten heraus, bleibt der Vorlage jedoch weitestgehend treu und kann mit der wuchtigen Inszenierung auch treue Fans begeistern. Noch dazu kommen über 110 spielbare Charaktere vor, die das Herz eines jeden Naruto-Fan höher schlagen lassen.

So sieht die Eröffnungssequenz von Naruto Shippuden - Ultimate Ninja Storm 4 aus:

Ein gutes Anime-Spiel muss also seiner Vorlage selbst und deren nicht selten anspruchsvollen Fans gerecht werden. Für die Fan-Gemeinde sollten möglichst viele spielbare Figuren und die bekannten Umgebungen enthalten sein, während man mit der Story keine Experimente veranstalten sollte. Anime-Spiele, die von Fans und Kritikern gleichermaßen anerkannt werden, sind selten. Und doch gibt es sie. Doch auf das perfekte Anime-Spiel werdet ihr wohl noch eine Weile warten müssen.

Tags: Anime  

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