Borderlands 3:So kann es zu einem würdigen Nachfolger werden (Special)

von Tobias Schwarzer (08. April 2019)

Kein Battle Royale, keine Experimente, kein Warten mehr. Borderlands 3 soll genau das Spielgefühl transportieren, das seine Vorgänger groß gemacht hat. Aber was muss dennoch besser werden, damit der dritte Teil in der Gegenwart punkten kann?

Fast fünf Jahre lang spannte Borderlands-Entwickler Gearbox euch Fans mit dem Warten auf einen neuen Teil auf die Folter. Unter jedem Beitrag, der auch nur im Ansatz mit Borderlands zu tun hatte, brodelte es in den Kommentaren, und die Unruhe wurde immer größer. Am 28. März kam die Erlösung, und so beschert euch der Videospielegott neben Erscheinungsdatum und Trailer auch noch eine Remastered-Version der beiden Hauptteile.

Während viele mit dem Hype-Train mit Vollgas auf den geplanten Release am 13. September zusteuern und die PC-Spieler von dem exklusiven Epic Games Store Verkauf entrüstet sind, hofft doch ein Großteil der Community auf neue Features und zahlreiche Verbesserungen. Wir fassen für euch zusammen, was Borderlands 3 eurer Meinung nach vorweisen muss, um der Vorfreude gerecht zu werden und ob etwas davon vielleicht sogar schon bestätigt wurde.

Der neue Trailer zeigt Charaktere, Fahrzeuge und mehr:

Der Traum vom eigenen Kammerjäger

Ein nach den eigenen Vorstellungen ins Leben gerufener Held ist aus einem erfolgreichen Rollenspiel fast nicht mehr wegzudenken. Wie schön wäre es, seinen eigenen Pandorianer auch in Borderlands 3 zu erstellen. Klasse, Nahkampfwaffe, Statur, Borderlands-typische Tattoos, alles könntet ihr nach eigenem Belieben zusammenwürfeln und fertig ist euer einzigartiger Kammerjäger. Eine Sirene mit Laser-Katana und einer Vorliebe für Schrotflinten? In einem Charakter-Editor kein Problem.

Es wird auch dieses Mal das altbekannte Charaktersystem mit vier innovativen und interessanten Klassen geben, somit ist der Traum vom eigenen Kammerjäger schon mal geplatzt. Es bleibt jedoch zu hoffen, dass Gearbox einen größeren Schritt in Richtung Charaktergestaltung macht. So versprechen die Entwickler auf ihrer Webseite "tonnenweise Personalisierungsmöglichkeiten" und zeigen, dass sie sich die Wünsche ihrer Spieler zu Herzen nehmen.

Kopf und Skin konnten schon im Vorgänger angepasst werdenKopf und Skin konnten schon im Vorgänger angepasst werden

Fahrzeuge – aber diesmal richtig

Sie waren bisher immer schon ein zweischneidiges Schwert. Zum einen kam man schneller ans Ziel, zum anderen passten sie irgendwie nie richtig ins eigentliche Gameplay. Die Steuerung ließ zu wünschen übrig, bei einer – natürlich immer unverschuldeten – Selbstzerstörung musste man bis zur nächsten Catch-A-Ride-Station latschen und so richtig viel Spaß gemacht haben sie auch nicht.

Ihr erwartet euch daher mehr ausgefallene Transportmöglichkeiten und ein Tuning-System im typisch verrückten Stil. Das Szenario von Borderlands erinnert ja bereits stark an die "Mad Max"-Filme, warum also nicht gleich ein oder zwei Flammenwerfer auf der Motorhaube und drei Psycho-Zwerge auf dem Rücksitz? Im Trailer scheint genau das der Fall zu sein.

Drei neue Fahrzeuge: Kreativ und abgefahrenDrei neue Fahrzeuge: Kreativ und abgefahren

Dynamische Fortbewegung

Ein Fahrzeug ersetzt jedoch keinesfalls eine angemessene Bewegung der Spielerfigur. Zeitgemäß ist diese nämlich lange nicht mehr, wie in den Foren auch oft kritisiert wurde. Ihr wollt nicht nur stumpf in alle Himmelsrichtungen gehen, ihr wollt ausweichen, rutschen und euch aus einer Deckung hervorlehnen können. Ja vielleicht sogar klettern, um nicht meilenweit um einen Felsvorsprung herumlaufen zu müssen.

Ihr seid euch einig: Solche Steuerungselemente würden keinesfalls den Spielfluss stören, sondern mehr Dynamik ins Spielgeschehen bringen. Ob solche Neuerungen in Arbeit sind, ist noch nicht bekannt.

Waffenmodifikation – nur kein Crafting

Die größte Hoffnung setzen viele von euch in ein neues Modifikationssystem für Waffen. Einige gehen sogar so weit und wünschen sich ein Crafting, deutlich ausgefeilter als es noch in Borderlands - The Pre-Sequel der Fall war. Dies würde jedoch der Looting-Mechanik widersprechen und trifft daher auch auf so einiges an Gegenwind.

In einem seid ihr euch aber einig: Wenn der Kern der Waffe mit ihren Basiswerten bleibt, kann gerne wild herumgebastelt werden. Zu oft habt ihr euch über ein starkes neues Gewehr gefreut, das dann ein komplett unpassendes Scharfschützenvisier miteingebaut hatte. Also runter damit, Kimme und Korn ist viel angenehmer. Darf es vielleicht auch noch ein zusätzlicher Griff oder ein Bajonett auf der Unterlaufschiene sein? Undenkbar wäre eine solches System nicht, trotzdem wurde bisher leider nichts dergleichen angekündigt.

Beheben bekannter Schwächen

Frischer Inhalt ist wichtig, doch alte Probleme wollt ihr natürlich in einem neuen Spiel nicht mehr sehen. Das müssen gar keine groben Schnitzer sein, meist sind es Kleinigkeiten, die sich häufen und auch ein alteingesessener Kammerjäger nicht ausblenden kann.

Ganz gleich ob das nun die Add-Ons mit ihren automatisch festgelegten Level-Grenzen oder eine unübersichtliche Minimap sind, all diese Kleinigkeiten schmälern den Spielspaß und könnten leicht vermieden werden.

Der Schlüssel zum Erfolg

Alles in Allem sollte Gearbox jedoch die altbekannte Formel für Borderlands beibehalten. Ihr wollt keine großen Experimente, sondern einfach nur mehr von dem, was ihr bereits lieben gelernt habt. Verrückte Charaktere, unlogische aber coole Details, Millionen neuer Waffen, Loot und noch mehr "WUB WUB".

Der Enthüllungs-Trailer verspricht euch auch genau das: Feuerspeiende Dinosaurier, Brick, der ein Saxofon-Solo hinlegt, und eine Waffe mit Beinen. Welche neuen Inhalte Borderlands 3 aber genau in petto hat, und ob das die Vorfreude der Fans schmälern oder noch mehr anheizen wird, könnte sich am 1. Mai im Zuge eines Gameplay-Reveal-Livestreams zeigen.

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