Dead Island: 3 Gründe, warum ihr es unbedingt nachholen / nochmal spielen solltet

(Special)

von Michael Sonntag (13. April 2019)

Es gibt nicht viele gute Zombie-Spiele. Umso besser, dass Dead Island kürzlich vom Index verschwunden ist und demnächst auch hierzulande erhältlich sein wird. Wir nennen euch drei Gründe, warum ihr den Klassiker jetzt acht Jahre nach Release unbedingt spielen solltet - zum ersten oder zum zweiten Mal.

Allein der Ankündigungstrailer zu Dead Island genießt eine gewisse Berühmtheit:

1. Zombies

Das Schöne an Zombie-Spielen ist, dass das Spielprinzip mit dem Titel bereits erklärt ist: Tötet dutzende Untote, bevor sie euch umbringen. Das ist simpel, macht aber lange Zeit Spaß, auch wenn das Zombie-Genre im Videospielbereich mittlerweile genauso abgenagt sein mag wie in allen anderen Medien. Nichtsdestotrotz ist Zombie nicht gleich Zombie, es muss hierbei unterschieden werden, damit nicht im Zweifelsfall ein vielversprechendes Werk - wie beispielsweise Dead Island - übersehen wird.

Manche mögen ihre Untoten lieber klamaukig, wie in Dead Rising 4, in dem ihr Zombiehorden wie Grasflächen niedermäht und dabei jede Minute mit einem neuen Outfit aus dem Kleidercontainer steigt. Die anderen wollen ihre Infizierten stattdessen lieber in einem ergreifenden Gesellschaftspsychogramm sehen, wie in The Last of Us, in welchem ihr als resignierter Mann für die Rettung der Welt ein Mädchen quer durchs Land eskortieren müsst, während sie euch im Laufe der Reise immer mehr Leben zurückgibt.

Auch wenn die Zombies in Dead Island etwas anders ticken, Regel Nummer 1 gilt nach wie vor: Schießt ihnen in den Kopf!Auch wenn die Zombies in Dead Island etwas anders ticken, Regel Nummer 1 gilt nach wie vor: Schießt ihnen in den Kopf!

Mit beiden Extremen muss man nicht zwangsläufig etwas anfangen können, weshalb Dead Island gerade richtig kommt, da es genau dazwischenliegt, kein plumper "Hirn aus"-Shooter ist, aber auch keine melancholische Metapher, sondern euch in einen fordernden und unterhaltsamen Überlebenskampf aus der Ego-Perspektive steckt. Wählt einen von vier stereotypischen Charakteren - die toughe Polizistin, den abgebrühten Football-Champion, die mysteriöse Samuaraikriegerin oder den hammerharten Rapper - und beginnt ein questgetriebenes "Open World"-Abenteuer.

Ein kleiner, aber entscheidender Unterschied: Schusswaffen sind in Dead Island absolute Mangelware, weshalb ihr darauf angewiesen seid, alle möglichen Gegenstände in den Nahkampf miteinfließen zu lassen. Entwickelt euch in diesem B-Movie-Plot vom panischen Schreihals zum legendären Überlebenskünstler und tobt euch auf diesem ungewöhnlichen Spieplatz gegen viele Arten von Untoten aus.

2. Zombies im Urlaub

Ein weiterer Grund, warum sich viele Zombie-Abenteuer zum Verwechseln ähnlich sehen, ist die fehlende Abwechslung in den Szenarien. Großstädte und Laboratorien hat man einfach schon zu oft gesehen, "Dead Island"-Entwickler Techland hat dem Zombie glücklicherweise - und wortwörtlich - eine Auszeit gegönnt und die Apokalypse an einen Urlaubsort verfrachtet.

Das ist aus mehreren Gründen eine interessante Location, allen voran, da die Menschen an keinem Ort unvorbereiter auf einen Ausbruch sein könnten. Zusätzlich wirft der Urlaub viele interessante Charaktere zusammen, Urlauber aus aller Welt und ortskundige Einheimische, die sich nun mit Paddeln und Rohren durchschlagen müssen. Egal, wo ihr hingeht, ständig trifft der eigentlich harmonische Schauplatz auf seine blutige Gegenwart.

Dead Island kann einerseits sehr absurd, andererseits sehr erschütternd sein.Dead Island kann einerseits sehr absurd, andererseits sehr erschütternd sein.

Ob es nun Strände, Hotelzimmer oder Poolanlagen sind, jeder Platz wird schaurig inszeniert und eröffnet neue Kampfsituationen. Mit Voranschreiten der Geschichte geht es auch immer tiefer ins Inselinnere, es folgen Slums und Dschungellandschaften, die final zu einem Gefängnis führen. Jeder Ort birgt auch neue Feinde, nicht nur stärkere Zombies, sondern auch Gangster-Banden, die von euch verlangen, alle erlernten Vorgehensweisen komplett zu ändern.

Die Geschichte selbst orientiert sich an dieser Reise ins Herz der Insel: Je weiter ihr vordringt, desto näher kommt ihr dem Ursprung der Epidemie. Eine mysteriöse Stimme aus dem Funkegerät möchte euch zu ihr lotsen. Kurz: Die Geschichte verdient sich zwar keinen Literaturnobelpreis, greift aber für eine Zombie-Geschichte interessante Aspekte auf und betrachtet das Phänomen aus erfrischenden Perspektiven. Und wenn es keine Zombies geben würde, würde Dead Island ein wahrhaft schönes Urlaubsziel abgeben. Also entspannt hin und wieder, wenn ihr mit dem Metzeln durch seid.

3. Zombies im Urlaub mit coolen Waffen

Und da die Inselbevölkerung und sich selbst zu retten heutzutage als Ansporn nicht mehr alleine ausreicht, gibt es in Dead Island für würdige Zombiejäger eine zusätzliche Belohnung zu holen: Wer nämlich eifrig Materialien und Blaupausen sammelt, kann sich an Werkbänken einerseits stärkere Waffen und andererseits auch teils extrem absurde Gerätschaften herstellen.

Gigantische Hammer, spitze Streitkolben und Feuer-Schwerter sind erst der Anfang. Irgendwann könnt ihr den Untoten auch mit Waffen die Hölle heiß machen, die nicht nur antike Götter neidisch machen würden, sondern auch Blitz- und Giftschaden austeilen. Es ist ebenfalls möglich, Schadenseffekte zu koppeln.

Einst war es ein gewöhnlicher Baseballschläger, aber ein paar Basteleien später ...Einst war es ein gewöhnlicher Baseballschläger, aber ein paar Basteleien später ...

Hinzu kommt das breitgefächerte Schadensmodell der Zombies, das eurer Kreativität freien Lauf lässt. Statt sich nur auf die Köpfe der Zombies zu konzentrieren, könnt ihr Gliedmaßen abtrennen, sie treten, anzünden, überfahren, ertränken und hochjagen. Wenn ihr jetzt noch über den nahtlosen Wechsel in den Multiplayer bis zu drei Freunde einladet, könnt ihr zusammen Spaß haben und euch in die gefährlichsten Nester begeben.

Für die ultimative Zombie-Packung empfehlen wir euch die Dead Island Definitive Collection, die nicht nur ein HD-Remake ist, sondern neben Dead Island auch den Nachfolger Dead Island - Riptide und das Minispiel Dead Island Retro Revenge plus sämtlicher DLCs enthält. Damit habt ihr ein Bundle in den Händen, mit dem ihr nicht nur gut die Wartezeit auf jedes kommende Zombie-Spiel, sondern vor allem auch auf das in den Sternen stehende Dead Island 2 überbrücken könnt.

Dead Island mag seine acht Jahre auf dem Buckel haben und etwas veraltet sein, hat aber durch das Remake von 2016 eine beachtliche Aufhübschung erhalten. Gefährliche Zombies, originelles Urlaubsszenario und viel Spaß mit abgedrehten Waffen, den man außerdem im Multiplayer mit seinen Freunden haben kann - Das sind viele gute Gründe, um das Spiel nachzuholen oder einfach nochmal zu spielen.

Aber wie steht ihr dazu? Greift ihr zu oder wollt ihr den Untoten lieber ihre Ruhe lassen? Auf welches neue Zombiespiel freut ihr euch stattdessen am meisten? Oder könnt ihr mit dem Genre gar nichts anfangen? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare!

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