Star Wars Battlefront 2: Wie steht die Community heute dazu?

(Special)

von Tobias Schwarzer (19. April 2019)

Dank dem Lootbox-Skandal ist Star Wars - Battlefront 2 stark in Verruf geraten und die Entwickler waren gezwungen, zu handeln. Eineinhalb Jahre sind seitdem vergangen. Wie spielt es sich heute und was sagt die Community dazu?

Der Star Wars Day am 4. Mai steht bevor! Passend zur Stimmung wünschen sich jetzt wohl viele von euch ein vernünftiges Spiel aus dem "Star Wars"-Universum, um in die weit, weit entfernte Galaxis einzutauchen. Star Wars - Jedi Fallen Order wäre dafür mehr als geeignet, würde es nicht erst Ende des Jahres erscheinen. Wenn ihr jedoch sofort eine zeitgenössische Option wollt, seid ihr mit Star Wars - Battlefront 2 gut bedient, denn seit dem Release am 17. November 2017 hat sich in dem Shooter so einiges getan.

Eine neue Hoffnung

Vor knapp einem Jahr erhob sich ein neues Fortschrittsystem aus der Asche der Lootboxen und sollte den Multiplayer von Battlefront 2 revolutionieren. Von da an wurde nichts mehr dem Zufall überlassen. Ihr könnt euch im Spiel Erfahrungspunkte verdienen, diese führen irgendwann zu einem Level-Aufstieg und für diesen wiederum könnt ihr Fähigkeiten freischalten. Nicht wirklich eine Revolution, aber motivierend.

Fans können sich endlich wieder auf eine neue Geschichte freuen:

Ebenso praktisch wie notwendig ist auch das Squad-Spawn-System, das im September eingeführt wurde. Dieses sollte einen leichteren Einstieg ins Spiel gewährleisten, indem ihr bei einem eurer Trupp-Mitglieder spawnen könnt, wo auch immer die sich gerade rumtreiben. In der Praxis müsst ihr aber Glück haben, denn meistens sind die nämlich in einen Kampf verwickelt und dann ist ein Spawn unmöglich.

Angriff der Klonkrieger – und Ewoks?

Zum Release wurde das magere Angebot an Spielmodi für den Multiplayer bemängelt. Dieses wurde zwar nur wenig, aber dafür kreativ auf zehn Stück erweitert. Nennenswert wäre hierbei der noch recht neue Modus "Totale Vorherrschaft", der sich ähnlich spielt wie ein Herrschaftsspiel in Battlefield. Dabei kämpft ihr euch als Klonkrieger oder Separatisten durch drei Phasen, in denen ihr zuerst auf Geonosis und dann im gegnerischen Kreuzer siegen müsst. Dieser Modus macht durch seinen abwechslungsreichen Ablauf recht viel her, kann aber bisher nur auf einer Map gespielt werden.

Im Modus "Ewok-Jagd" lauert das flauschige GrauenIm Modus "Ewok-Jagd" lauert das flauschige Grauen

Unerwartet und witzig mit einem Hauch von Gruselfaktor? Das trifft auf den Modus "Ewok-Jagd" zu, in dem ihr als Klonkrieger bei Nacht die Wälder von Endor überleben müsst. Die knuddeligen Ewoks versuchen dabei euch hinterlistig auszuschalten. Es gilt: Wer stirbt, wird zum Ewok. Eine Erfahrungspunktemaschine ist der Modus nicht, dafür kann er viel Spaß machen!

Die Rückkehr langersehnter Kämpfer

Auch wenn es viel zu lange gedauert hat, jetzt sind sie da: General Grievous, Anakin Skywalker, Obi-Wan Kenobi und Count Dooku. Neben den insgesamt sechs neuen Helden und Schurken gibt es noch ein paar neue Sternenjäger, Maps und Gestaltungsmöglichkeiten für nahezu jeden Charakter. Auch Clone Wars-Fans kommen mit den Skins unzähliger Truppen-Divisionen auf ihre Kosten, nicht zu vergessen der neue Arc Trooper, der wie Captain Rex mit zwei Pistolen gleichzeitig schießt.

Die Palette an spielbaren Charakteren wurde nach den Wünschen der Community erweitertDie Palette an spielbaren Charakteren wurde nach den Wünschen der Community erweitert

Viel Inhalt hin oder her, Battlefront 2 spielt nunmal in allen drei Epochen und so fehlen natürlich immer noch einige Charaktere wie Mace Windu, Ahsoka Tano oder ein spielbarer Droideka. Die Liste ist immer noch lang und Electronic Arts hat bisher keine neue Roadmap herausgegeben.

Vergeben und vergessen?

Trotz der anfänglichen Startschwierigkeiten bildete sich für Battlefront 2 eine treue Fan-Gemeinschaft. Auch zu den ungünstigsten Zeiten könnt ihr – zumindest für die großen Spielmodi – einen geeigneten Server finden. Bei den kleineren wie "Sternenjäger-Showdown" kann das schon mal schwieriger werden.

Logischerweise kann bei Spielen auf Servern mit weniger Personen – wie etwa in "Helden vs. Schurken" – schneller Frust aufkommen, als in anderen. Beispielsweise wenn ein Spieler gerade nicht vor der Konsole sitzt und dessen Team dann alleine gegen die Gegner antreten muss oder wenn jemand einen Glitch auf der Map ausnutzt und dadurch unerreichbar wird. In kleineren Modi kann sowas schon einmal vorkommen.

Bugs, Glitches und andere Enttäuschungen

Wenn ihr Star Wars - Battlefront 2 offline spielen wollt, gibt es keine großen Neuerungen. Kurz nach Release bekam die Kampagne eine kleine Erweiterung, die jedoch nicht großartig zur neuen Trilogie beitrug. Zu den bisherigen Offline-Schlachten und Szenarien, die recht schnell durchgespielt waren, kam auch ein Sternenjäger-Angriff hinzu, damit ihr auch ohne Internet das Cockpit eines X-Wings betreten könnt. Überlebenskämpfe wie im Vorgänger oder ähnliches blieben jedoch aus.

Boba Fett hätte diesen Auftrag wohl doch nicht annehmen sollenBoba Fett hätte diesen Auftrag wohl doch nicht annehmen sollen

Auch an den technischen Mängeln wurde nicht viel verändert. Viel zu oft kommt es vor, dass ihr nicht blocken könnt, ein Spawn unmöglich ist, der Charakter durch die Wand glitcht, ja vielleicht sogar noch stecken bleibt oder Fähigkeiten eines Charakters nicht richtig funktionieren. Nach eineinhalb Jahren sollten solche bekannten Fehler ausgebessert sein.

Eine zweite Chance

Alles in allem haben die Entwickler – mit bescheidener Verzögerung – auf die Community gehört. Sie haben grobe Fehler behoben, deutlich mehr Inhalte hinzugefügt und ihre Lootboxen in den Schlund des Sarlaccs getreten. Somit hat das ohnehin schon atmosphärische Spiel zumindest eine zweite Chance verdient, insbesondere weil alle Updates kostenlos zur Verfügung stehen. Also ab zum Regal, Staub runterpusten und Lichtschwert einschalten!

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Tags: Science-Fiction  

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