Suda51: Dieser Mann kann nicht ganz richtig im Kopf sein

Wer denkt sich sowas eigentlich aus?

Der nette Herr, der sich hier im Rahmen einer Präsentation für das Kunstprojekt Short Peace vor unsere Kamera gestellt hat, heißt mit bürgerlichem Namen Suda Goichi. Nie gehört? Wer soll das sein? Nun, vielleicht kennt ihr ihn eher unter seinem Künstlernamen Suda51. ("go" ist Japanisch für "fünf", "ichi" heißt "eins"). Als geistiger Vater von größtenteils äußerst abgedrehten Videospielproduktionen hat er sich international einen Namen gemacht. Aktuell ist er im Gespräch, weil vor kurzem die Ankündigung von No More Heroes - Travis Strikes Again über den Äther ging, und spätestens bei No More Heroes werden viele hellhörig.

Suda51 ist aber schon wesentlich länger im Geschäft als seit der Veröffentlichung von No More Heroes. Sowohl davor als auch danach zeichnet der 1968 geborene japanische Designer für Spiele verantwortlich, die durch ihren einzigartigen Stil aus der Masse hervorstechen. Es ist - wie in so vielen Dingen - natürlich stets eine Frage des Geschmacks, ob der spezielle Grafikstil, der schwarze Humer, den Suda51 gerne mal in seine Spiele einfließen lässt, und die vollkommen übertrieben dargestellte Gewalt beim Konsumenten ankommen.

Neben vollkommen absurden Szenarien, in denen Suda51 nicht vor spielerischen Experimenten zurückschreckt, geht es auch gerne mal um übersexualisiert dargestellte Frauen. Es sei dahingestellt, ob es sich hierbei um Satire oder tatsächlich beabsichtigten Voyeurismus handelt, abbringen lässt sich Herr Goichi davon nicht.

Angefangen hat Goichis schöpferischer Werdegang bereits 1993. Begleitet uns in den folgenden Bildern zu den wichtigsten Spielen aus der Werkstatt von Suda51.

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