Neue Perspektiven auf alte Genres

ANZEIGE (01. November 2018)

Darum liegt die Zukunft von Racing Games, Puzzlern und Jump&Runs in der virtuellen Realität.

VR ermöglicht euch einen völlig neuen Blick auf die klassischen Games-Gattungen: In Racern müsst ihr euren Kopf nur kurz nach links drehen, um den Abstand eurer Rivalen einzuschätzen. Mit Ziel-Controllern gesteuerte First Person Shooter lösen in der Virtuellen Realität endgültig das Versprechen ein, „mittendrin statt nur dabei“ zu sein. In Puzzlern werden Rätsel entlang der Z-Achse kreativer, komplexer und kniffliger. Und in Jump-and-Runs, in denen ihr die Kamera mit eurem Kopf kontrolliert, eröffnen sich so buchstäblich neue Welten. Wir sind uns sicher: Alteingesessene Genres bekommen durch VR ein Extra-Leben.

Racing Games: Wie im echten Cockpit

Von Gran Trak 10 zu Gran Turismo Sport: Seit nun mehr als 40 Jahren streben die Entwickler von Racing Games nach absolutem Realismus und größtmöglicher Immersion. Dank VR-Technologie sind sie diesem Ideal so nah gekommen wie nie zuvor – ein VR-Headset inklusive Lenkrad und Pedalen (das sogenannte Rig) ist für Hobby-Fahrer wie E-Sportler das Nonplusultra, um Rennspiele zu erleben.

Es ist kein Zufall, dass mit Driveclub, Gran Turismo und DiRT Rally drei der besten Titel für PlayStation VR Racing Games sind. Das Genre ist wie gemacht für das Medium: Anstatt eines Rennhelms setzt ihr euer VR-Headset auf und schon befindet ihr euch im Cockpit eures Lieblingsflitzers.

Das Gefühl, sich in einen F1-Boliden oder Sportwagen zu setzen und während der Fahrt durch Windschutz-, Seiten- und Heckscheiben zu gucken, ist atemberaubend. Von allen Genres sind Renn-Simulationen der effektivste Weg, um VR-Skeptiker in Minutenschnelle zu bekehren.

Driveclub VR.

Wenn ihr zum ersten Mal ein Rennen in VR fahrt, kann euch dieser Hyperrealismus zunächst überfordern. In Kombination mit stärker wahrgenommenen Licht- und Wettereffekten sowie Feedback des Lenkrads oder Gamepads auf Dellen und Schlaglöcher wirkt VR-Racing dermaßen echt, dass Spieler, die von der Straße abkommen, so reagieren, als würden sie sich in einem echten Unfall befinden.

Doch wenn ihr die ersten Lernkurven gemeistert habt, ist das Fahren in VR leichter, intuitiver und aufregender als vor dem Fernseher. Euren Kopf frei im Cockpit bewegen zu können, erweitert das Gameplay und die Rennatmosphäre um entscheidende Nuancen: Durch das Neigen des Kopfes bekommt ihr ein besseres Gefühl für Kurven und im Multiplayer schaut ihr euren Gegner beim Rammen durch die Seitenscheibe ins Gesicht.

Driveclub VR.

Motion Sickness, ein Effekt der auftritt, wenn eure Augen Bewegungen wahrnehmen, die euer Gleichgewichtssinn nicht bestätigen kann, kommt dabei eher selten auf – auch, weil ihr im Sitzen spielt. Und damit haben VR-Rennspiele sogar einen großen Vorteil gegenüber der Realität: In einem echten Rallye-Auto würde euch garantiert nach nur wenigen Minuten ziemlich übel werden.

First-Person-Shooter: noch schneller dank VR

Spätestens Doom VFR hat gezeigt, dass schnelle, twitchy First Person Shooter auch in VR funktionieren. Sich durch ein Level oder eine Arena zu beamen oder die Fähigkeit, die Action in bestimmten Momenten zu verlangsamen, sind zwar der Verhinderung von Motion Sickness geschuldet; doch die Beam Forward oder Slow-Mo-Features, die auch in der kommenden VR-Edition von Borderlands 2 zum Einsatz kommen, haben das Shooter-Genre auch um interessante Gameplay-Elemente bereichert.

Sich hinter einen Doom-Dämonen zu beamen, blitzschnell abzufeuern und sich anschließend aus der Gefahrenzone zu teleportieren, erfordert zunächst ein gewisses Maß an Umstellung für FPS-Veteranen. Doch einmal gelernt, entwickelt sich das gleiche kontrollierte Chaos, dass Doom bei Gamern so beliebt gemacht hat.

Mittlerweile gibt es viele exzellente Ego-Shooter für PSVR, die mehr sind als fremdgesteuerte oder fixierte Schießbuden. Dank des VR Ziel-Controllers fühlt sich das Geballere in Space-Shootern wie Evasion oder Sniper-Simulationen wie Arizona Sunshine dank Motion Controls realistischer und vor allem buchstäblich handfester an.

Wenn ihr zum Beispiel in Farpoint, dem Launch-Titel für das VR Aim, ein Alien ins Visier nehmt, in dem ihr mit beiden Händen eure Waffe an die Schulter presst, mit zugedrücktem Auge durchs Zielfernrohr linst und beim Abzug den Rückstoß verspürt, dann ist das in VR besonders befriedigend.

Steht ihr in Resident Evil 7 plötzlich einem irren Axtmörder gegenüber, müsst ihr euren ganzen Mut zusammennehmen, damit euch die Pistole (und damit auch euer Gamepad) nicht aus der Hand fällt. Und wer mit einer Gruppe Freunden im Multiplayer von Firewall Zero Hour eine feindliche Basis infiltriert, den lockt Paintball nicht mehr hinter dem Ofen (oder der Konsole) hervor.

Virtuelle Plattformer: Seit Astro Bot ist nichts mehr wie zuvor

Die Online-Stores von PlayStation, Xbox und Switch sind mittlerweile bevölkert von Retro-Jump-and-Runs. Gefühlt erscheint dort jede Woche ein 2D-Plattformer, so dass selbst Hardcore-Gamer mittlerweile unter dem sogenannten MetroidVania-Erschöpfungssyndrom leiden. Als liebevolle Hommage an die 8- oder 16 Bit-Ära nehmen diese Games den Spieler auf eine Zeitreise in die späten 80er oder frühen 90er Jahre; kreativ voran treiben sie das Genre dabei aber nicht. Im Gegenteil: Es werden immer wieder dieselben Renn und Hüpf-Mechaniken aufgewärmt.

Wenn ihr nach wirklich innovativen Ansätzen sucht, werdet ihr hingegen schnell im VR-Bereich fündig. Mitte des Jahres erschien mit To The Top das erste VR-Parcourspiel, bei dem ihr durch die Gegend fliegt und springt, als wärt ihr ein Superheld. Am Anfang eines jeden Levels werdet ihr in die Luft geschossen, könnt mit den Move Controllern nach Oberflächen greifen und euch in andere Richtungen abstoßen. Je präziser und rhythmischer ihr so zwischen Plattformen hin und her bounct, desto schneller erreicht ihr luftige Höhen – die in VR natürlich eine besondere Wirkung entfalten.

Der unbestrittene Star unter den VR-Jump-and-Runs ist jedoch Astro Bot Rescue Mission. Als Showcase für die PlayStation VR vereint der Vorzeige-Plattformer klassische Genrekonventionen mit Motion Controls und einem einzigartigen Blickwinkel: Ihr schlüpft nicht selbst in die Rolle des kleinen Roboters, sondern begleitet und steuert ihn als in den Levels thronender gottgleicher Gigant. Das sorgt für geniale Gameplay-Einfälle, wie etwa ein Seil von eurem virtuellen Kontroller über Felsspalten zu spannen, über das Astro dann balanciert. Damit ihr nachvollziehen könnt, wie gut sich das spielt, installiert euch einfach mal die kostenlose Demo zu Astro Bot Rescue Mission.

Astro Bot verbindet immersives VR-Gameplay mit cleveren Motion Controls.

Dass ihr selber Teil der Umgebung seid, führt zu einem nicht enden wollenden sense of wonder, wenn euch zum Beispiel ein Wal verschluckt, ihr den Arm eines riesigen Roboters hochklettert oder ein unfreiwilliges Wellenbad in einer überfluteten Höhle nehmt.

Dank VR-Perspektive werdet ihr nicht nur Teil der Umgebung. Astro Bot spielt auch clever mit den Konventionen des Genres. Während ihr in 2D-Games in manchen Leveln häufig geheime Bereiche oder Bonus-Gegenstände findet, in dem ihr am Anfang eines Levels nach links statt nach rechts geht, ist es bei Astro Bot ähnlich aber doch ganz anders: Ihr müsst euch im Wohnzimmer um 180 Grad drehen und bücken, um einen seiner Robo-Freunde unter einem Blatt zu entdecken. All diese Features werden es euch nach dem Durchspielen schwer machen, einfach wieder zu einem „normalen“ 2D- oder 3D-Plattformer zurückzukehren.

Puzzlen in der Tiefe des Raumes

Im vergangenen Sommer ging ein Video viral, in dem der Tetris-Großmeister Trey Harrison zum ersten Mal die Neuauflage Tetris Effect auf der PSVR spielte. Harrison, der sonst ausschließlich die alte NES-Version des Puzzle-Klassikers zockt, gelang dabei nach Anfangsschwierigkeiten der weltweit erste Decahexatris – 16 Reihen, bzw. ein vierfacher Tetris.

Wie Harrison später erklärte, führte das 120-Frames-per-Second-Display der PSVR-Brille zu einer geringeren Latenz beim Spielen – er gelangte durch die audiovisuelle Isolierung schneller in das Flow-Stadium. Rätselspiele in VR scheinen sich hervorragend dazu eignen, den Spieler in the zone zu schicken. Ohne in die Tiefen des kartesischen Koordinatensystems abtauchen zu wollen – doch knifflige Puzzler nutzen allesamt die für VR prädestinierte Mechanik, Objekte entlang der Z-Achse zu drehen und zu kombinieren.

In SuperHyperCube müsst ihr zum Beispiel unter, über und hinter die Puzzlesteine gucken, um sie in richtiger Position in die passenden Öffnungen zu stecken. Und Fantastic Contraption, eine Mischung aus Minecraft und Jenga, verwandelt euer Wohnzimmer in eine virtuelle Baustelle.

Andere Rätsel-Games in VR leben hingegen von der durch die Immersion verstärkten Spannung, euch aus brenzligen Situationen zu befreien. In Statik sind eure Hände in einem seltsamen Würfel gefangen, aus dem ihr euch nur durch geschicktes Drehen und das Überwinden ausgeklügelter Mechaniken befreien könnt.

Und in I Expect You To Die nehmt ihr die Identität eines Geheimagenten an, der unter Zeitdruck Gadgets entwickelt und Bomben entschärft. Das ist alles viel komplexer und vor allem unterhaltsamer als die herkömmlichen Match 3-Mechaniken von 2D-Puzzlegames.

Fazit: VR ist die Zukunft

Noch nicht einmal zwei Jahre nachdem PSVR die virtuelle Realität massentauglich gemacht hat, testet das Medium bereits die Grenzen dessen aus, was in Videospielen möglich ist. VR nimmt Konventionen zwar zur Kenntnis, entwickelt diese aber entweder weiter oder ignoriert sie willentlich. Egal ob Racer, Shooter, Plattformer oder Puzzler: In Sachen Gameplay, Storytelling und Atmosphäre bereichert VR all diese Spiel-Arten buchstäblich um eine neue Dimension.

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