SCI Eidos: 43 Millionen Verlust

von Josef Dietl (27. September 2007)

Im letzten Geschäftsjahr hat der britische Publisher SCi fast 43 Millionen Euro Verlust gemacht. Wie die Kollegen von Gamasutra berichten, veröffentlichte der Besitzer des Spieleherstellers Eidos Interactive heute die Zahlen für die am 30. Juni zu Ende gegangene Periode. Der jährliche Absatz sank um zwanzig Prozent von 247 auf 206 Millionen Euro. Als Gründe für die schlechten Zahlen nannte man unvorteilhaft gewählte Launch-Termine und gesunkene Händlerpreise bei Spielen für die letzte Konsolengeneration.

Die Entwicklungskosten für Playstation 3 - Software in Höhe von fast sechs Millionen Euro trugen ebenfalls zu der defizitären Entwicklung bei. Ein Vertreter des Unternehmens sprach jedoch davon, dass auf *Sony*s HD-Konsole zu setzen taktisch und strategisch gesehen auch weiterhin erfolgversprechend sei, besonders wenn mit einer neuerlichen Reduzierung des Konsolenpreises gerechnet werden kann:

"Der Vorstand ist auch weiterhin vom langfristigen, kommerziellen Erfolg der Playstation 3 überzeugt. Man ist jedoch der Meinung, dass dafür mehr Zeit benötigt wird als das von Seiten Sonys ursprünglich prognostiziert wurde. Nach Ansicht des Vorstandes liegt der Schlüssel zum Vorantreiben der Playstation 3 in einer weiteren Preisreduzierung."

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Von Seiten SCi*s bestätigte man zwar, dass man sich in Verhandlungen über einen **Verkauf des Unternehmens* befindet, hielt sich mit detaillierten Informationen jedoch bedeckt. Geschäftsführerin Jane Cavanagh vermied konkrete Hinweise:

"Trotz der durch den Übergang zu einer neuen Hardware entstandenen Schwierigkeiten ist die Führung auch weiterhin an einer langfristigen Stärkung des Unternehmenswerts interessiert. Wir haben zahlreiche Investitionen getätigt um unsere Produktpalette zu erweitern, um die Leistungsfähigkeit unserer Entwicklungsstudios zu erhöhen und um unser Engagement im Sektor der neuen Medien zu erweitern. Wir verfügen über das erfolgversprechendste Portfolio in der Geschichte des Unternehmens."

Abzuwarten bleibt ob das Potential wirklich so immens ist, dass angebliche Interessenten wie Electronic Arts ernsthaft über eine Erwerb nachdenken.

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