Neues zum PVP-System in Wrath of the Lich King

von Redaktioneller Mitarbeiter (05. Oktober 2008)

Mit dem Start von World of Warcraft - Wrath of the Lich King sollte eigentlich die angesammelte Ehre sowie die angehäuften Marken von den Schlachtfeldern zurückgesetzt werden. Aus Teilen der Blizzard-Community war die Kritik zu dieser Änderung jedoch so groß, dass sich die Entwickler nun dazu entschlossen haben, alles beim Alten zu belassen:

"Wir hatten gehofft, dass die Einführung neuer Ehregegenstände mit dem bevorstehenden Inhaltspatch Spielern eine gute Möglichkeit geben würde, um die angesammelte Ehre auszugeben. Viele Spieler waren jedoch überrascht von der Ehre- und Markenzurücksetzung, weil es so etwas in der Vergangenheit bisher nicht gegeben hatte. Aufgrund dessen haben wir uns dazu entschieden, die Ehrepunkte und Marken mit dem Start von Wrath of the Lich King nicht zurück zu setzen. Spieler, die ihre Ehre ansparen, können diese auf Stufe 80 ausgeben, wobei anzumerken ist, dass diese Gegenstände sehr viel teurer sein werden als die Stufe-70-Gegenstücke."

Zudem meldete sich Tom Chilton, Design-Leitung, zu Wort. Er erläuterte einige Hintergründe zur PvP-Philosophie:

"Einer der am meisten kritisierten Punkte ist wohl, dass keine Chance besteht PvP-Gegenstände zu bekommen, bevor man anfängt in der Arena zu spielen. Dies ist so nicht ganz richtig. Es wurde darauf geachtet einfach herzustellende PvP-Gegenstände in Instanz-Qualität ins Spiel einzubauen, damit es Spielern ermöglicht wird, ein Standbein zu haben, bevor sie anfangen ihre Ausrüstung zu verbessern.

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Das Set des grausamen Gladiators hat übrigens eine Gegenstandsstufe von 200s (superior), was gleichwertig zur Gegenstandsstufe von heroischen Instanzen ist. So wie von einem Spieler also erwartet wird, sich zuerst in normalen und dann in heroischen Instanzen auszurüsten, ist der Gedanke der hinter der PvP-Ausrüstung steckt der, dass man sich zuerst mit den einfach herstellbaren Gegenständen ausrüstet, bevor man Endgame-PvP-Ausrüstung holen will.

Zusätzlich dazu haben Spieler Zugang zu Stiefeln, Gürteln, Armschienen, Ringen, Halsketten, Schmuckstücken und Umhängen der Gegenstandsstufe 200e (episch), die alle über Ehre käuflich erwerbbar sind (diese Gegenstände sind mit der Ausrüstung vergleichbar, die man zum Beispiel von den Endbossen in heroischen Instanzen oder Naxxramas 10 bekommen kann). Zusammen mit den selbst hergestellten Gegenständen kann diese Ausrüstung eine gute Grundlage bieten und Spielern den Arena-Einstieg ermöglichen.

Momentan ist die Anzahl der Arenapunkte, die ein Spieler braucht, um ein Stück der Rüstung des grausamen Gladiators zu bekommen, sehr großzügig festgelegt. Selbst ein Team mit einer Wertung die weit unter 1500 liegt, kann im Normalfall mit den Punkten einer Woche (10 Spiele) etwa ein Stück der Rüstung bekommen. Das ist normalerweise eine Zeitinvestition von weniger als einer Stunde an Arenaspielen die Woche.

Der Grund warum das Set des grausamen Gladiators überhaupt Arenapunkte benötigt ist ein relativ einfacher. Es muss einfach ein Gegenstandsset geben, das man über Arenapunkte kaufen kann, was aber keine Arenawertung benötigt, weil es sonst für Spieler die eine Wertung von 1500 und darunter haben, abgesehen von der Hoffnung, dass sie vielleicht irgendwann einmal eine Wertung von über 1600 bekommen werden (was nicht für jeden garantiert ist), einfach nichts geben würde, wofür sie spielen können.

Natürlich steht es jedem frei, seinen Unmut gegenüber dem Arenaspielstil mitzuteilen, aber ist es wirklich anders, als wenn man von Spielern, die die Arena lieben, verlangt für ihre Stiefel, Gürtel, Armschiene, Ringe, Halskette, Schmuckstücke und Umhänge in Schlachtfeldern zu spielen? Man könnte auch argumentieren, dass es der Tatsache ähnelt, dass wir von allen Spielern erwarten zuerst Stufe 70 zu erreichen, bevor man an die Inhalte des Endgames kommt oder vielleicht auch, dass man die Handwerksfähigkeiten braucht, um in Schlachtzügen oder im PvP so konkurrenzfähig wie möglich zu sein.

Wir arbeiten auch sehr daran die Tatsache zu adressieren, dass Spieler, die keine hohe Wertung haben, immer noch von Spielern mit einer hohen Arenawertung, die neue Teams starten, Freunden helfen, usw., überrannt werden. Wie bereits in einem anderen Beitrag erwähnt, gibt es Pläne eine bleibende, nicht einsehbare Wertung für alle Charaktere zu haben, die dann für das Suchsystem genutzt wird, damit das System selbst bei Spielern mit einer hohen Wertung, die ein neues Team starten (oder Teams mit einer niedrigen Wertung beitreten), weiß gegen was für Gegner das Team wirklich spielen sollte.

Die Tatsache, dass einige Spieler denken, dass der Schwerpunkt für starke Endgame-PvP-Gegenstände zu stark auf der Arena liegt, wurde allerdings gehört und verstanden. Wir würden sehr gerne sehen, dass man hochwertige Gegenstände in Schlachtfeldern bekommen kann und es ist etwas, was wir definitiv auch in unseren zukünftigen Plänen berücksichtigen werden. Momentan ist es allerdings so, dass wir keine Möglichkeit haben das "Können" in Schlachtfeldern auf eine Art und Weise zu messen, die sicherstellt, dass das Erlangen der "besten" Gegenstände im Spiel durch Schlachtfelder gerecht erscheint im Vergleich zu dem was an Koordination und Erfolg im PvE benötigt wird, um gleichwertige Ausrüstung zu bekommen.

Das Thema "Können" ist natürlich ein Thema für eine eigene Debatte. Schließlich gibt es viele Spieler, die die Meinung vertreten, dass die Ausrüstungsqualität und die Teamzusammenstellung als Faktor ausreichend sind, um das Ergebnis zu bestimmen (manche gehen sogar soweit anzudeuten, dass das alles sei was zählen würde). Selbstverständlich beeinflussen diese Faktoren das Ergebnis, aber nicht soweit, dass Können irrelevant wird. Wäre das der Fall, wäre es in einem Spiel gegen Pro-Gamer nicht allzu schwer sich einfach auf die Bühne zu stellen und sie in einem Spiel mit gleicher Ausrüstung und Gruppenzusammenstellung zu schlagen. Ich kann euch jedoch versichern, dass obwohl ich mich zum Beispiel für einen respektablen Spieler halte, ich in der Arena mit einem Team aus Teammitgliedern, die etwa genauso gut spielen wie ich, höchstens eins von 100 Spielen gegen die Top-Spieler gewinnen würde - und das trotz identischer Ausrüstung und Gruppenzusammenstellung. Ob ihr's wahrhaben wollt oder nicht, das ist "Können".

Abgesehen davon ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass die Arena ursprünglich nicht als ein derartiger Brennpunkt für PvP im Allgemeinen vorgesehen war. Die Tatsache, dass wir die Möglichkeit haben hier den Erfolg messen zu können und so halbwegs gegen PvE auszubalancieren, ermöglicht uns Highend-Gegenstände in die Arena einzufügen, was dann wiederum von ganz alleine den Brennpunkt auf sie legt. Man könnte also fast wagen zu behaupten, dass wenn es im Arenasystem keine Gegenstände als Belohnung geben würde, es auch nicht dermaßen debattiert werden würde (sei es weil es die Schlachtfelder überschatte oder in Hinsicht auf die Klassenbalance)."

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