Electronic Arts als "Schweinefirma" bezeichnet

von Thomas Zühlsdorf (24. November 2008)

Am vergangenen Donnerstag hat in München der Kongress "Computerspiele und Gewalt" stattgefunden. Dabei kamen ausschließlich Journalisten und Wissenschaftler zu Wort, nach deren Ansicht Videospiele den ersten Schritt in die Kriminalität darstellen.

Regine Pfeiffer, die Schwester des Leiters des Kriminologischen Forschungsinstituts in Hannover Christian Pfeiffer, bezeichnete den Publisher Electronic Arts während eines Vortrags sogar als "Schweinefirma", weil das Unternehmen wegen der Inhalte seiner Medien nicht verklagt werden könne.

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Martin Lober, PR-Chef von Electronic Arts, meldete sich nun gegenüber Golem.de zu Wort und verlangte eine umgehende Entschuldigung:

"Sollte Frau Regine Pfeiffer tatsächlich dermaßen die Fassung verloren haben und Electronic Arts als 'Schweinefirma' bezeichnet haben, dann kann ich nur empfehlen, sich in aller Form zu entschuldigen - jedenfalls, wenn sie die Chance wahren möchte, in Zukunft wieder ernst genommen zu werden."

Tatsächlich waren zu dem Kongress weder Lober noch andere Vertreter von EA eingeladen:

"Die Veranstalter hatten kein Interesse daran, mit den Leuten zu diskutieren, die die Spiele, die dort kritisiert wurden, herstellen", so der PR-Chef. "Das fand ich zunächst sehr bedauerlich, weil ich schon lange vor dem Kongress meine Bereitschaft bekundet habe, dort Rede und Antwort zu stehen. Wenn ich aber jetzt höre, auf welch niedrigem Niveau dort offensichtlich diskutiert wurde, bin ich froh, keine Zeit verschwendet zu haben."

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