Jarzombek findet "Killerspiele"-Vergleich von Herrmann unangemessen

von Marcel Källner (02. April 2009)

Der bayerische Innenminister, Joachim Herrmann von der CSU, machte vor einigen Tagen die Aussage, dass "Killerspiele" auf eine Stufe mit Drogen und Kinderpornografie zu stellen sind.

So sagte er: "Killerspiele widersprechen dem Wertekonsens unserer auf einem friedlichen Miteinander beruhenden Gesellschaft und gehören geächtet. In ihren schädlichen Auswirkungen stehen sie auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie, deren Verbot zu Recht niemand in Frage stellt."

Nun hat sich der medienpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Thomas Jarzombek, erfreulicherweise zu Wort gemeldet und ausgesagt:

"Ein solcher Vergleich ist vollkommen unangemessen und zeugt davon, dass Medienkompetenzdefizite auch in Regierungen zu finden sind. Wer solche Vergleiche zieht, disqualifiziert sich für die weitere Diskussion über Jugendmedienschutz in Deutschland. Gewaltmedien gehören nicht in unsere Kinderzimmer, daher haben wir in Deutschland den strengsten Jugendmedienschutz weltweit. Das ist richtig und muss auch ausgebaut werden, denn offenbar gelangen nach wie vor Jugendliche an Computerspiele und Filme, die nicht für ihr Alter freigegeben sind. Es ist unsere Aufgabe, die bestehenden Rechtsnormen auch wirklich durchzusetzen. Wer nun auf solche Weise die sachliche Diskussion verlässt, hilft niemandem."

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