Aufatmen für Shooterfans - Kein Killerspielverbot in Sicht

von Leon Hetges (27. Oktober 2009)

Gute Nachrichten für alle Freunde von Action-Spielen und Shootern: Im frisch ausgehandelten Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung steht kein Wort von einem Killerspielverbot.

Ein Verbot für gewalthaltige Videospiele ist wohl vorerst nicht in Sicht. Die Bundesregierung hat jedenfalls nichts derartiges in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen, welcher inzwischen auch als PDF im Internet zu finden ist. Stattdessen heißt es dort: "Computerspiele sind ein selbstverständlicher Teil unserer Alltagskultur geworden. Deswegen soll die Entwicklung hochwertiger, kulturell und pädagogisch wertvoller Unterhaltungsmedien gefördert und der Deutsche Computerspielpreis aufgewertet werden." Den Gefahren, die beim Umgang mit dem PC für die Jugend entstehen, will sie durch das Fördern der Medienkompetenz entgegen treten.

Das zeigt einen deutlichen Kurswechsel. Die alte Bundesregierung sah in gewaltverherrlichenden Spielen eine Bedrohung: Ein Verbot sollte her. Soweit kam es aber letztlich nicht, da nie eine direkte Verbindung von sogenannten "Killerspielen" zu gewalttätigem Verhalten nachgewiesen werden konnte. Auch tat sie sich schwer, ein solches Spiel zu definieren.

Die Amokläufe der letzten Jahre hatten eine rege Diskussion hervorgerufen, da die Täter oft viel Zeit mit dem Spielen von Egoshootern und ähnlichem zubrachten. Den Spielen wird vorgeworfen, die Hemmschwelle für Gewalt zu senken und den Umgang mit Waffen zu lehren.

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