Buch-Autor: "Die Story von Alan Wake ist faszinierend schlecht"

von Frank Bartsch (27. September 2010)

Der preisgekrönte Buchautor Tom Bissel hat im Vorfeld des Mediengipfels Frankfurt StoryDrive die erzählerischen Elemente von Videospielen kritisiert. Als Negativbeispiel nennt er Alan Wake, ein Spiel bei dem gerade die Geschichte im Vordergrund steht.

"Die Leute schauen sich ein Spiel an und denken, dass es einfach ist, ein Spiel zu machen, das mitreißt und Spaß macht", erklärt Bissel in einem Interview. "Doch das ist es nicht. Es ist eine unglaublich komplizierte Aufgabe." Seiner Ansicht nach stellen sich die Entwickler dieser Aufgabe nicht genügend. Er fordert in einem Spiel eine Story, "die einen nicht andauernd daran erinnert, wie dumm sie doch eigentlich ist".

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Als Beispiel nennt er dann das Horrorspiel Alan Wake. Der Protagonist und Autor findet im Spiel immer wieder Schnipsel seines Manuskripts und treibt damit die Story voran. "Einiges von seinem Manuskript findet sich im Spiel wieder und er muss der schlechteste Autor sein, der jemals gelebt hat", sagt Tom Bissel. "Die Story von Alan Wake ist faszinierend schlecht". Im Gegenzug findet der US-Autor aber auch positive Beispiele und lobt unter anderem BioShock, Dead Space und auch Far Cry 2.

Der Frankfurter Mediengipfel StoryDrive findet zur Frankfurter Buchmesse vom 6. bis 7. Oktober statt. Die Veranstaltung behandelt Möglichkeiten der Annäherung von Buch-, Film- und Spielebranche.

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