Nach Oslo-Anschlägen: Einzelhandel nimmt Spiele aus dem Sortiment

von David Dieckmann (01. August 2011)

Nach den Anschlägen in Oslo und auf der Insel Utoya am 22. Juli hat sich die norwegische Einzelhandelskette Coop Norway dazu entschlossen, alle Produkte mit gewalthaltigen Inhalten aus dem Sortiment zu nehmen. Neben Spielzeugwaffen sind davon auch Videospiele betroffen. 51 Titel weniger zählen die Spieleregale der Kette nun, wie vg247.com berichtet.

Zu den zeitweise entfernten Spielen gehören unter anderem Titel wie Call of Duty - Modern Warfare 2, Homefront, Counter-Strike Source und World of Warcraft. Die Coop-Chefin Geir Inge Stokke hat sich zu der Handlung geäußert: "Als wir das Ausmaß des Anschlags realisierten, haben wir beschlossen, die Artikel aus dem Sortiment zu nehmen. Die negativen Effekte von Spielen können andere besser erklären als wir. Im Moment ist es für uns [nur angemessen], sie aus dem Sortiment zu nehmen. Ich würde mich nicht wundern, wenn andere das Gleiche täten", erklärte sie gegenüber einer norwegischen Zeitung.

Am 22. Juli tötete Anders Behring Breivik 77 Menschen in Oslo und auf Utoya. In einem Manifest hatte Breivik erklärt, unter anderem Spiele wie World of Warcraft gespielt und Call of Duty - Modern Warfare 2 als Training angesehen zu haben.

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