Lords of the Fallen gewinnt beim DCP 2015, Tagesschau blamiert sich

von Sören Wetterau (22. April 2015)

Sieger des Abends (von links): Deck13 Geschäftsführer Jan Klose mit Marco Süß und Dr. Florian Stadlbauer.Sieger des Abends (von links): Deck13 Geschäftsführer Jan Klose mit Marco Süß und Dr. Florian Stadlbauer.

Als Gewinner des gestrigen Abends entpuppt sich Lords of the Fallen. Das Action-Rollenspiel des Frankfurter Studios Deck 13 räumt gleich zwei Preise beim Deutschen Computerspielpreis 2015 (DCP 2015) in Berlin ab.

Die Jury des DCP kürt Lords of the Fallen als Gewinner der Kategorien "Bestes deutsches Spiel" und "Beste Inszenierung". Für beide Auszeichnungen zusammen erhält Deck 13 ein Preisgeld in Höhe von 105.000 Euro.

Während der DCP langsam aus dem Sumpf der Peinlichkeiten der vergangenen Jahre zu steigen versucht, wärmt das öffentlich-rechtliche Fernsehen Klischees auf. In einem Film-Beitrag der ARD Tagesschau fällt wieder mal der vom ehemaligen CSU-Ministerpräsidenten Günther Beckstein geprägte peinliche Begriff "Killerspiel". Zu finden ist der Beitrag unter folgender Überschrift:

Weiterhin steht dort: "Für manche ist Lords of the Fallen ein Ballerspiel, für andere ist es Kulturgut". Für ein Ballerspiel fehlen Lords of the Fallen dann vermutlich doch die Schusswaffen. Schade.

Den Publikumspreis des DCP konntet ihr selbst mitbestimmen. Gewonnen hat das Spiel, das für Lords of the Fallen als offensichtliches Vorbild gilt: Dark Souls 2.

Im Folgenden eine Komplettübersicht über alle Gewinner der 13 Kategorien:

Ausgerichtet wird der DCP vom "Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur" (BMVI) und den Branchenverbänden "German Games Industry Association" (GAME) und dem "Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware" (BIU). Die Preisverleihung fand im Rahmen der Berliner Games Week mit Laudatoren wie den Moderatoren Oliver Kalkofe und Judith Rakers, Schauspielerin Jasmin Tabatabai, Youtuber Piet Smiet und der Palamentarischen Staatssekretärin Dorothee Bär statt. Ziel ist es qualitativ hochwertige, innovative und pädagogisch wertvolle Spiele aus Deutschland zu fördern.

Im Ausland gibt es Preise wie die Game Awards, die deutlich mehr Zustimmung finden. Mal sehen, was aus dem DCP in den nächsten Jahren wird. Immerhin geht es hier auch um handfeste Fördergelder.

Tags: Fantasy   Politik  

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