Hartes Urteil: The Pokémon Company verklagt Veranstalter wegen Party

von Frank Bartsch (05. Oktober 2015)

Ein Café-Besitzer aus Seattle (die Stadt ist übrigens Sitz von Nintendo of America) schuldet dem Unternehmen The Pokémon Company 4.000 Dollar (rund 3.600 Euro). Der Mann muss blechen, weil er eine Party mit Pokémon-Thema abhalten wollte.

Der Café-Besitzer Ramar Larkin Jones ist ein treuer Anhänger der Spielereihe. Seit Jahren veranstaltet er eine Party namens "Unofficial Pokémon PAX Kickoff Party". Während der Veranstaltung gibt es für die Gäste Musik, Gewinne rund um die Pokémon und auch Videospiel-Turniere.

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Interessierte zahlten zwei Dollar Eintritt, damit das Vorhaben auch einigermaßen finanziert werden kann. Fünf Jahre funktionierte das gut. Doch irgendwann entschloss sich Jones die Werbetrommel stärker zu rühren und ließ Poster anfertigen, welche die Pokémon Pikachu und Serpifeu (englisch: Snivy) zeigten. The Pokémon Company ist darüber nicht erfreut gewesen und strengte eine Klage an.

Als Jones von der Klage erfuhr, blies er sein Vorhaben ab und stellte natürlich auch die Werbung ein, wegen der ja überhaupt erst eine Klage zustandegekommen ist. The Pokémon Company blieb allerdings hart und ein Gericht im US-Bundesstaat Washington setzt die Forderung nun durch.

Jones bat um einen Zahlplan, da er sich die geforderte Summe von 4.000 Dollar nicht auf einen Schlag leisten kann. Dieser Bitte wurde nicht nachgekommen. Daraufhin versuchte der Café-Besitzer durch Spenden über die Plattform Go Fund Me noch Kapital aufzutreiben, um die Forderung überhaupt begleichen zu können. Und dies gelang ihm auch: Die geforderten 4.000 Dollar konnte er auf diese Weise innerhalb von drei Tagen auftreiben.

Was haltet ihr von dem Fall? Hat das Gericht richtig entschieden und Jones hat den Bekanntheitsgrad der Pokémon in kommerzieller Absicht ausgenutzt? Oder ist The Pokémon Company in diesem Fall einfach zu streng vorgegangen, zumal durch die Veranstaltung auch massiv Werbung für Pokémon-Produkte gemacht worden wäre?

Die Taschenmonster machen aber auch mit positiven Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Die Spielidee Pokémon Go könnte den Markt der mobilen Spiele revolutionieren.

Tags: Politik  

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