Düster und verrucht: Die Kunst des Ástor Alexander

von Micky Auer (Samstag, 26.03.2016 - 18:45 Uhr)

Wer schon mal im Supermarkt an der Kasse in der Warteschlange stand, dem sind sie sicher schon aufgefallen. Die Rede ist von billigen Groschenromanen mit unsäglichen Covern, auf denen meist eine üppige Dame im zerfetzten Kleid von einem wunderschönen (kitschigen) Mann mit Wallehaar und offenem Hemd im Sturmwind in den Armen gehalten wird, während im Hintergrund an der Steilküste ein Schloss niederbrennt. Gelesen hat sie aber niemand, oder? ODER???

Darum geht es aber auch nicht. Gerade in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts kamen diese düster und verrucht wirkenden Gestaltungen für billige Lektüre auf. Mittlerweile gelten sie als Kunstform, der sich auch bekannte Künstler widmen und neue Themen im alten Gewand präsentieren.

Dazu zählt auch Ástor Alexander, der im kalifornischen San Diego beheimatet ist. Er hat sich ausgerechnet die sonst so bunte und fröhlich wirkende Welt der Videospiele vorgenommen und auf völlig neue Art und Weise interpretiert. Was dabei herausgekommen ist, erinnert an Detektivgeschichten, Film Noire und reißerisch aufgemachte Titelblätter, hinter denen sich eigentlich recht dünne Erzählungen in das Gewand der Geheimnisse hüllten. Sein Stil reicht dabei von den typischen Darstellungsformen (komplett mit zerschlissen wirkenden Rändern) bis hin zu schwarzer Romantik.

Faszinierend und auch ein wenig verstörend, vor allem, wenn ihr die Originale kennt, die der Künstler hier in völlig neuem Licht präsentiert. Aber seht selbst:

Mehr davon gibt es auf Ástor Alexanders Tumblr-Seite. Dort hat er sich noch mehr Themen der zeitgenössischen Pop-Art angenommen und sie mit einem Anstrich versehen, der nach Vergangenheit und Verruchtheit duftet.

Wir hätten sowas gerne im Rahmen an der Wand hängen. Ihr auch? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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