Counter-Strike: Illegale Wetten mit Waffen-Skins

von Daniel Kirschey (22. April 2016)

Sogenannte Waffen-Skins, kosmetische Veränderungen von virtuellen Waffen, bringen einigen Spielern in Counter-Strike Global Offensive richtig Geld ein. Dass dies auch nach hinten losgehen kann, zeigte jüngst ein Aprilscherz, der Spieler bis zu 47.000 Euro kostete. Nun sind die Waffen-Skins wieder im Gespräch. Denn wie das englischsprachige Magazin Bloomberg titelt: "Virtuelle Waffen verwandeln jugendliche Zocker in Glückspieler".

In Counter-Strike ist es gang und gäbe, dass Spieler mit Waffen-Skins handeln, die diese aus Kisten bekommen, die sie sich davor erspielt haben. Die gehen jedoch nur auf, wenn sie davor einen Schlüssel für echtes Geld erstehen. Durch diesen Umstand und dadurch, dass die Skins eine unterschiedliche Rarität besitzen, hat sich ein reger Handel über das das Auktionshaus gebildet, das in Valves Online-Plattform integriert ist. Einige Waffen-Skins - und vor allem jene für Messer - bringen es auf gut über 200 Euro.

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Doch was hat dies nun mit Wetten zu tun? Es ist nicht ungewöhnlich, dass für "Counter-Strike"-Turniere auf deren Ausgang mit Waffen-Skins gewettet wird. In Anbetracht der Tatsache, dass jedoch so ein Skin bis in die hunderte Euro geht, handelt es sich hier um Sportwetten mit einer enormen Geldsumme im Rücken. So fungieren die Waffen-Skins als eine Form von Währung.

(Bildquelle: CSGO Lounge)

Das Problem daran ist: Auch Minderjährige können hier mitwetten, ohne dass es Einschränkungen geben würde. Wer sich mit deutschem Recht ein wenig auskennt, sollte jedoch auch wissen, dass Sportwetten in Deutschland genehmigungspflichtig und erst ab einem Alter von 18 Jahren erlaubt sind - in anderen Ländern wie etwa großen Teilen Nordamerikas sogar komplett verboten. Deshalb prangert Bloomberg auch an, dass eine staatliche Regulierung der Sportwetten vollkommen fehlen und Valve darüber hinaus keinen Handlungsbedarf sehen würde.

Dass Valve gegen die Wetten nicht einschreitet, liegt wahrscheinlich schlicht daran, dass die Firma bei jeder Transaktion bezüglich der Waffen-Skins 15 Prozent am Geschäft verdient.

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Tags: Politik   Steam  

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