Death Stranding: Das plant Kojima für sein neues Spiel

von Sören Wetterau (25. Juli 2016)

Auf der am vergangenen Wochenende stattgefundenen Comic-Messe Comic Con in San Diego gab Spieleentwickler Hideo Kojima während eines Livestream-Interviews (zu finden auf Youtube) mit der englischsprachigen Website IGN neue Details zu Death Stranding preis.

Zuallererst präsentierte er das Video zum Logo seiner Entwicklerfirma Kojima Productions. Das zeigt einen Astronauten mit einer futuristischen Flagge des Unternehmens auf dem Mond, sowie einen Wal, der im Hintergrund auftaucht.

Zu Death Stranding selbst ließ er verlauten, dass sich das Team bezüglich eines Technikgerüsts bald geeinigt haben soll und dann die Arbeiten richtig beginnen können. Aktuell würden sie noch einige Tests durchführen, aber er ist zuversichtlich, dass das Gerüst all das bietet, was er und seine Mitarbeiter für ein gelungenes Spiel benötigen.

Die gezeigten Szenen auf der vergangenen E3 mit Schauspieler Norman Reedus sind übrigens laut Kojima definitiv Teil des Spiels und in Echtzeit präsentiert. Intern können die Entwickler die Zwischensequenz jederzeit pausieren und die Kamera frei justieren. Theoretisch ist es sogar möglich sich in der gezeigten Umgebung fortzubewegen.

Death Stranding als Actionspiel basiert laut Kojima auf seiner eigenen Überlegung, dass die Menschheit im Spiel über zwei Werkzeuge verfügt. Einerseits einen Stock, um Distanz zu Feinden aufzubauen, und andererseits ein Seil, um Dinge zusammenzubinden oder sie näher zu sich zu ziehen. In seiner bisherigen Laufbahn, so Kojima weiter, habe er hauptsächlich Spiele entwickelt, in denen Waffen zum Einsatz kamen, allen voran natürlich die "Metal Gear"-Reihe. Death Stranding wird zwar neben Stöcken auch über Schussfeuerwaffen verfügen, allerdings eben auch über Seile, die Dinge verbinden. Mehr wolle er zu dieser teils kryptischen Erklärung nicht verraten.

Und obwohl Death Stranding definitiv ein Spiel für Actionliebhaber wird, so sei das erste Video mit Absicht gewählt worden, damit die Spieler sich ihre eigenen Überlegungen zum Genre machen können. Es kämen Elemente aus der Science-Fiction, Wissenschaft, Okkultismus, Philosophie und teilweise sogar Horror vor und Interessierte sollen davon angeregt werden, ihre eigene Interpretation zu schaffen. Ob es alle Elemente in das fertige Spiel schaffen, ist laut Kojima noch nicht gesichert.

Zurzeit beschäftigt sich Kojima ausführlich mit der Handlung und dem gewählten Szenario. Ein fertiges Skript existiere noch gar nicht, weil er sich bei vielen Dingen noch unsicher sei. Als Beispiel nennt er eine Szene, in der eine Flutwelle auf eine Stadt trifft. Hier kommt es für ihn nun zur Überlegung, wie groß die Flutwelle (oder der Tsunami) ausfallen soll, wie groß die Stadt ist, wie viel von der Stadt beim Aufprall der Welle zerstört wird und vieles mehr. Obwohl es diese konkrete Szene möglicherweise nicht in Death Stranding gibt, möchte er damit veranschaulichen, welche Dinge er und sein Team zurzeit bedenken.

Bei all der Arbeit mit Death Stranding kommt Kojima selbst übrigens kaum noch zum Spielen. Zwar habe er sich seit Anfang des Jahrs rund 85 neue Filme angesehen, aber kaum ein Spiel angerührt. Wenn er aber zurück in Japan ist, will er unbedingt Pokémon Go spielen. Welchem der kürzlich angekündigten Anführer und deren Team er sich anschließen möchte, wollte Kojima an dieser Stelle noch nicht verraten.

Tags: Singleplayer   Video  

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