Overwatch: Erwischte Schummler drohen mit Klagen gegen Blizzard

von Marco Schabel (03. August 2016)

Der von Blizzard erschaffene Helden-Shooter Overwatch gehört zu den erfolgreichsten Spielen des Jahres. Auch wir sind der Ansicht, dass Blizzard ein großartiges Werk erschaffen hat, wie ihr im Test: "Overwatch - Blizzards Versuch einer Shooter-Revolution" nachlesen könnt.

Wie so viele Spiele hat auch Overwatch auf dem PC mit Schummlern zu kämpfen, die über Cheats, Veränderungen des Spielcodes oder mit anderen Mitteln versuchen, sich einen unfairen Vorteil zu erschaffen. Im Gegenzug geht Blizzard aber auch mit einer „Null Toleranz“-Politik und kaum rückgängig zu machenden Mitteln gegen Overwatch-Schummler vor. So auch in den vergangenen Tagen im Zuge einer zweiten großen Bannwelle. Die erwischten und folgerichtig vom Spiel ausgeschlossenen Spieler reagieren allerdings alles andere als reumütig und drohen dem Konzern sogar.

Wie das englischsprachige Magazin Kotaku berichtet, gab es am Montag die zweite große Säuberungswelle für Overwatch seit dessen Erscheinen vor einigen Wochen. Betroffen waren diesmal vor allem Spieler, die sogenannte „Aim“- oder „Trigger-Bots“ verwendet haben, also Programme, die ihnen das Zielen oder Schießen erleichtern. Eine genaue Zahl der gesperrten Overwatch-Spieler nennen die Entwickler zwar nicht, jedoch sind auch manche Spieler betroffen, die solche Schummeleien eigenen Angaben zufolge nur einmal ausprobiert haben.

Skurril wird es jedoch mit einem Blick in einschlägige englischsprachige Foren, wie ein Reddit-Nutzer mit mehreren Screenshots auf Imgur verdeutlicht, die durchaus einen schmunzelnden Blick wert sind. Dort beschweren sich einige nun gebannte Overwatch-Spieler über die „inakzeptable“ Maßnahme und gedenken sogar, Blizzard zu verklagen. Der Vorwurf: Es würden Trojaner verwendet, um solche Schummeleien aufzudecken, denn anderweitig könnte Blizzard nicht an die Daten auf der Festplatte gelangen. Auch die berüchtigte Hacker-Gruppe Anonymous soll beauftragt werden, Rache an Blizzard für dieses „illegale Ausspionieren“ zu nehmen.

Zu den Betroffenen gehören auch die Entwickler eines „Trigger-Bots“, deren gesamtes Team aus dem Spiel entfernt wurde. Wie viele andere Betroffene wollen sie nicht verstehen, warum Blizzard sie nicht mehr Overwatch spielen lassen will. Manche glauben sogar, dass sie dadurch dazu bewegt werden sollen, eine neue Version des Spiels zu kaufen, während andere sich beschweren, dass Blizzard sich erdreistet, zahlende Kunden zu bannen, die „nur“ ein externes Programm verwendet haben, um ihre Maus zu verbessern, also nicht einmal in den Code des Spiels eingreifen.

Blizzard dagegen reagiert gelassen und kündigte an, auch weiterhin mit aller Härte gegen Schummler vorzugehen. Wenn Overwatch-Spieler gebannt werden, bedeutet das ohnehin meist ein komplettes Aus. Auch neue Spielversionen, Konten oder sogar eine komplette Säuberung und Neuaufstellung des Computers helfen in den meisten Fällen nicht. Zuletzt hatte Blizzard sogar gegen einen deutschen Cheat-Entwickler geklagt.

Tags: Hacks   Science-Fiction   Online-Zwang   Multiplayer  

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