Wer ist eigentlich? #176: Monkey aus Enslaved - Odyssey to the West

von Frank Bartsch (30. Oktober 2016)

Monkey ist Teil eines ungleichen Paares in dem Spiel Enslaved – Odyssey to the West. Weshalb er übersetzt „Affe“ heißt, erfahrt ihr aus der chinesischen Mythologie oder einfach aus den kommenden Zeilen.

Ihr lernt Monkey gleich zu Beginn des Spiels kennen. Außerdem macht ihr euch mit seinen athletischen Fähigkeiten vertraut, denn ihr steuert Monkey, als dieser versucht von einem fliegenden Gefangenentransport zu entkommen, welches Sklaven an Bord hat.

Dieses Video zu Enslaved schon gesehen?

Das gelingt euch auch. Doch während einer nervenaufreibenden und explosiven Flucht begegnet er einer Frau namens Trip, was die Kurzform von Tripitaka ist. Beide schaffen es in eine Rettungskapsel und können entkommen. Nun, das stimmt nicht ganz. Trip schafft es IN die Rettungskapsel, Monkey bleibt nur, sich außen daran festzuhalten. In Folge der holprigen Flucht fällt Monkey kurzzeitig in Ohnmacht.

Als er zu sich kommt, merkt Monkey, dass Trip ihn wörtlich „an die Leine genommen“ hat. Sie hat ihm nämlich ein Sklavenstirnband angelegt, das ihn zwingt, ihre Befehle zu befolgen.

Trip erklärt, dass sie zu ihrem Heimatdorf zurückkehren will und dass sie seine Hilfe dazu benötigt. Monkey ist natürlich wenig erfreut darüber, tut aber, was sie sagt, da sie ihm verspricht ihn frei zu lassen, sobald sie das Dorf erreichen.

Die Namen der Hauptakteure im Spiel, Monkey und Tripitaka sind übrigens nicht zufällig gewählt. Die Geschichte des Spiels ist inspiriert durch die Erzählung „Die Reise nach Westen“ von Wu Cheng’en, und ist eine der bekanntesten Sagen in China. Anders als die originale Geschichte, die in einer fantastischen Version des alten Chinas spielt, steuert ihr durch eine post-apokalyptischen Zukunft.

Ihr steuert Monkey und könnt mit ihm klettern, kämpfen und auch schleichen. Doch ohne Trip wäre das wenig sinnvoll. Sie scannt beispielsweise die unmittelbare Umgebung nach Gefahren, wie zum Beispiel Landminen und Gegner.

Der Scanner erkennt zudem, ob sich die Gegner im sogenannten Standby-Modus befinden. In diesem Modus könnt ihr die Feinde einfach umgehen und eine Auseinandersetzung vermeiden. Trip kann darüberhinaus zeitweise ein Hologramm projizieren, mit dem sie die Aufmerksamkeit des Feindes von Monkey ablenkt.

Dennoch solltet ihr Trip stets im Auge behalten. Durch das Sklavenstirnband sind beide Charaktere miteinander verbunden. Das bedeutet, wenn Trip angegriffen wird, solltet ihr einschreiten. Zwar kann sie sich zunächst selbst verteidigen und Gegner kurzfristig betäuben, doch ein zweiter Angriff auf sie beendet ihr Leben und damit auch das von Monkey. Allzu weit entfernen sollten sich die beiden auch nicht voneinander, denn auch das kann tödlich für Monkey enden.

Und obwohl Monkey als der agile, starke Charakter der beiden gilt, so braucht er doch Trip. Die junge Frau kann durch enge Räume kriechen, durch welche der kräftig gebaute Monkey nicht passt. Monkey kann Trip außerdem über Abgründe werfen, die sie ansonsten nicht überwinden könnte. So kann sie dann Schalter betätigen und neue Bereiche auch für Monkey zugänglich machen.

In anderen Gebieten, die nur Monkey erklettern oder durch einen Sprung erreichen kann, hilft Monkey wiederum Trip, indem er sie zum Beispiel auf seinem Rücken sitzend in für sie unzugängliche Gebiete transportiert. Nur durch das Zusammenspiel der beiden unterschiedlichen Charaktere könnt ihr in der postapokalyptischen Welt von Enslaved überleben.

Übrigens ist über Monkeys Vergangenheit wenig bekannt. Als er noch sehr jung gewesen ist, wurden wohl seine Eltern getötet. Das Kind musste sich von da an selbst durchschlagen. Den Namen „Monkey“ gaben ihm ein paar Leute, mit denen er Handel betrieb und spielten damit auf seine ausgeprägten akrobatischen Fähigkeiten an.

Das zunächst ungleiche Paar, das sich in einer Abhängigkeitssituation zueinander befindet, wächst im Laufe des Spiels mehr und mehr zusammen. Sie werden nicht zu einem Liebespaar, wohlgemerkt, jedoch geht das Gefühl der Verantwortung, das sie füreinander empfinden, weiter als in einer herkömmlichen Freundschaft. Gerade der anfangs so grobschlächtig wirkende Monkey beweist, dass er nicht herzlos ist und Trip bald nicht mehr nur aus dem Grund rettet, weil sein Leben davon abhängt.

Erster und bislang einziger Auftritt:

Enslaved – Odyssey to the West

Besondere Merkmale:

  • musste sich als Kind ohne Eltern durchschlagen
  • ist an den Affenkönig aus der chinesischen Mythologie angelehnt
  • kommt im Spiel nur weiter, wenn er mit Trip kooperiert
  • besonders athletisch und akrobatisch
  • sein Kampfstab hält Gegner vom Leib

So viel zu Monkey. Nächste Woche geht es bei "Wer ist eigentlich?" mit einem anderen Charakter weiter. Wer es wohl dieses Mal sein wird?

Falls ihr es verpasst habt, dann schaut euch hier die letzten Ausgaben von "Wer ist eigentlich?" an:

Tags: Singleplayer   Science-Fiction   Open World   Wer ist eigentlich  

News gehört zu diesen Spielen

Enslaved - Odyssey to the West
Rockstar benachteiligt kleinere Händler

Red Dead Redemption 2: Rockstar benachteiligt kleinere Händler

Wie sich zeigt, werdet ihr nicht überall Erfolg haben, wenn ihr Red Dead Redemption 2 in kleinern Geschäften (...) mehr

Weitere News

Meinungen - Enslaved - Odyssey to the West

Proserpina
89

Ein Spiel zum Sinnieren!

von gelöschter User 1

Alle Meinungen

* gesponsorter Link