No Man's Sky: Hacker nutzt Twitter- und E-Mail-Account für gefälschte Statements

von Sören Wetterau (Montag, 31.10.2016 - 16:20 Uhr)

Quelle: https://archive.is/WcL1aQuelle: https://archive.is/WcL1a

"No Man's Sky war ein Fehler" - mit diesem Tweet sorgte am Freitag der Twitter-Account von Entwickler Hello Games für sehr viel Aufregung. Nur wenige Minuten später war der Eintrag wieder weg und der Account privat geschaltet.

Grund dafür war ein Hack des Twitter-Accounts, wie Sean Murray, der leitende Entwickler von Hello Games, später bekannt gab. Wer der Hacker war ist unklar, allerdings konnte er sich offenbar auch Zugang zum E-Mail-Account des Unternehmens verschaffen.

Die englischsprachige Webseite Polygon hat kurz nach dem Tweet eine E-Mail mit identischem Betreff erhalten. Darin entschuldigt sich Sean Murray für die Fehler von No Man's Sky und dass das Spiel schlichtweg unfertig ist. Der Druck von Sony, sowie die enormen Erwartungen der Spielergemeinschaft hätten zu den immensen Problemen des Weltraumspiels geführt. Zum Schluss entschuldigt er sich noch einmal für die gebrochenen Versprechungen.

Auch diese E-Mail ist laut Hello Games nur eine Fälschung und kein offizielles Statement. Mittlerweile habe das Unternehmen wieder alles unter Kontrolle und sämtliche gefälschten Twitter-Einträge entfernt. Murray selbst gibt auf seinem privaten Twitter-Account zu, dass der Hacker vermutlich über das soziale Netzwerk Linked In an die Daten kam.

Für Hello Games ist der Hack nur ein weiteres Hindernis in den Wochen seit der Veröffentlichung von No Man's Sky. Abseits des Twitter-Chaos und -Dramas ermitteln britische Behörden gegen den Entwickler, während andere Programmierer immerhin die Technik als beeindruckend bezeichnen. Auf dem PC hauen derweil die Spieler in Massen ab und hinterlassen leere Galaxien.

Unser Kollege Matthias Kreienbrink erklärt übrigens in seiner Kolumne, wieso No Man's Sky eigentlich zurzeit so gehasst wird.

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