Destiny: Spieler nutzen DDoS-Angriffe, um zu gewinnen

von Sören Wetterau (01. November 2016)

In der Arena "Prüfungen von Osiris" in Destiny - Rise of Iron herrscht neuerdings ein raueres Klima als gewohnt. Grund dafür ist eine fiese Vorgehensweise von Spielern, die nicht verlieren können: DDoS-Angriffe, also künstlich erzeuge Anfragen, die Server oder Internetverbindungen lahmlegen und zum Absturz bringen. Zuletzt geschehen etwa bei World of Warcraft - Legion.

Laut der englischsprachigen Website Gamerant nutzen manche Spieler eine Lücke im System aus, um die Gegner mithilfe von DDoS-Attacken aus dem Spiel zu nehmen und damit das jeweilige Match ohne Probleme zu gewinnen. Wozu das Ganze? Um in das Merkur-Gebiet "The Lighthouse" zu gelangen, welches für hochstufige Spieler gedacht ist. Allerdings ist dieses erst betretbar, wenn der jeweilige Spieler in den "Prüfungen von Osiris" neun Spiele mit seinem Team gewonnen hat, ohne dabei ein einziges Mal zu verlieren.

Eine schwere Aufgabe, die bislang nur wenige Spieler geschafft haben. Wer weder das Glück, noch das spielerische Talent hat, greift auf Dienste der sogenannten "Sherpas" zurück. Das sind starke und vor allem gute Spieler, die gegen einen gewissen Preis, ganze Gruppen durch die Arena bringen, um den Erfolg sicherzustellen. Alleine das ist schon ein frustrierende Erfahrung für all diejenigen, die auf normale Art und Weise versuchen das Ziel zu erreichen.

Dieses Video zu Destiny - Rise of Iron schon gesehen?

Seit kurzem setzen die Sherpas aber nicht einmal mehr ihr Talent ein, sondern greifen immer öfters auf DDoS-Angriffe zurück. Die Kunden kommen somit schneller zum Lighthouse-Gebiet, der Sherpa verdient schneller sein Geld und die restlichen Spieler leiden eben. Das einzige Mittel der Gegenwehr sind eigene DDoS-Attacken - irgendwie auch keine Lösung.

Entwickler Bungie hat mittlerweile reagiert und fängt an, Spieler komplett zu sperren, wenn sie diese DDoS-Lücke ausnutzen. Allerdings werden noch nicht alle Spieler mithilfe eines automatisierten Systems erkannt. Hier bleibt nur zu hoffen, dass Bungie entsprechende Lücken schließt oder noch rigoroser gegen die DDoS-Angreifer vorgeht. Denn schließlich soll am Ende eine faire Basis innerhalb der Arena existieren.

Wer trotz DDoS-Attacken Lust auf Destiny bekommen hat, der sollte unbedingt einen Blick auf die Komplettfassung des Spiels werfen. Im Blickpunkt "GOTY - 9 Komplettpakete für PC, PS4 und Xbox One" erfahrt ihr, ob sich ein Kauf lohnt. Alternativ wartet ihr auf Destiny 2, welches Gerüchten zufolge auch für den PC erscheinen soll.

Tags: Hacks   Multiplayer   Online-Zwang   Science-Fiction  

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