Drohende Vivendi-Übernahme: "Ubisoft wäre nicht mehr dasselbe"

von Frank Bartsch (25. November 2016)

Ubisoft versucht sich weiterhin gegen eine feindliche Übernahme durch den Medienkonzern Vivendi zu wehren. Der schleppendende Verkaufsstart von Watch Dogs 2 (siehe Test) dürfte dazu beitragen. Das Management von Ubisoft warnt, dass das Unternehmen durch eine Übernahme nicht mehr das gleiche wäre.

"Ubisoft wäre nicht mehr dasselbe", erklärt jetzt Anne Blondel aus dem Management-Team des Unternehmens in einem Gespräch mit dem englischsprachigen Magazin PC Games N.

"Das ist Fakt", so Blondel weiter. "Ich bin seit 20 Jahren bei Ubisoft angestellt und wenn man uns unsere Unabhängigkeit nimmt und damit die Möglichkeit auch Risiken einzugehen und neue Dinge zu entwickeln, dann wäre es nicht mehr das gleiche für mich und alle anderen auch."

So ist Ubisoft beispielsweise mit der Einführung der neuen Spielmarke The Division ein großes Risiko eingegangen. Zwar halten dem Spiel nicht mehr viele Konsumenten die Treue, doch The Division legte den bislang erfolgreichsten Verkaufsstart einer Ubisoft-Marke hin. Dieses Vorhaben hat sich also gelohnt.

Dieses Video zu The Division schon gesehen?

Mit For Honor hat das Unternehmen eine weitere, neue Spielmarke in petto, welche kommendes Jahr für Furore sorgen soll. Vorschusslorbeeren gibt es schonmal, wie auch die Vorschau "For Honor: Taktische Schwertkampfmetzelei" aufzeigt.

Blondel sieht die Gefahr, dass Vivendi nach der feindlichen Übernahme Vorgaben macht, um Risiken zu minimieren, so aber auch Innovationen zu bremsen. Das wäre übrigens dann auch eher schlecht für die Spieler.

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Vivendi und Ubisoft führen schon seit langem einen Kampf auf dem Aktienmarkt aus. Vivendi kauft stetig Anteile des börsennotierten Unternehmens Ubisoft auf. Ubisoft kauft im Gegenzug immer weiter eigene Anteile, damit Vivendi durch eine Mehrheit an Aktien nicht die Kontrolle gewinnen kann. Es zeichnet sich kein Gewinner ab und offenbar wird diese Schlacht noch andauern.

Ubisofts derzeitiger Vorstandsvorsitzender, Yves Guillemot, hatte bereits angedeutet, dass er bei einer Vivendi-Übernahme von seinem Amt zurücktreten werde.

Dabei hat Ubisoft allen Grund zur Freude. In einem recht schnelllebigem Markt feiert das französische Unternehmen seinen 30. Geburtstag und ihr könnt durch die Ubisoft-Geschenkparade mit kostenfreien Spielen davon profitieren.

The Division war ein Risiko für Ubisoft, welches sich gelohnt hat. Wie ginge es weiter, wenn das Unternehmen bald nichts mehr riskieren dürfte?

Tags: Singleplayer   Multiplayer   Politik   Open World  

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