Shock Tactics: Berlin plant einen strategischen Angriff

von Joachim Hesse (19. Januar 2017)

Zunächst einmal verwechselt Shock Tactics nicht mit dem bereits erfolgreich gestarteten Shadow Tactics. Beides sind zwar Strategiespiele, doch Shock Tactics setzt auf die klassische Runden-Strategie.

"In welchem Genre sieht man am meisten, was die Künstliche Intelligenz macht?", fragt Leonard Kausch während der Präsentation in den Räumen seines Entwicklerstudios Point Blank in Berlin. Die Antwort gibt er gleich selbst: "In rundenbasierten Spielen!" Mit KI hat sich Kausch schon ausgiebig in seinem Studium beschäftigt, da scheint ein entsprechendes Spiel der nächste Schritt zu sein. Fünf Mann und eine Frau hat er in Berlin um sich gescharrt. Seit einem Jahr arbeitet die Truppe nun an ihrem ersten Spiel. Das soll am 20. März für PC im Laden und der Steam-Bibliothek stehen.

Firmengründer Leonard Kausch (links) und Grafikchef Florian Zenz präsentieren Shock Tactics.Firmengründer Leonard Kausch (links) und Grafikchef Florian Zenz präsentieren Shock Tactics.

Auf dem Planeten Hephaest gilt es mit einem kleinen Trupp "freier Weltraumpioniere", die aussehen wie Soldaten aus Halo, Ressourcen zu erobern. Mit einem Geländefahrzeug verschiebt ihr den Trupp auf einer Oberkarte zu neuen Außenposten und versucht dort Artefakte zu bergen, die Außerirdische dort zurückgelassen haben. Ähnliche Absichten hegen die feindlich gesinnten Plünderer des Konsortiums und die Piraten. 38 Karten existieren aktuell, mit "20 Stunden" schätzt Kausch die Durchspieldauer.

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Statt den Spieler in gemächlicher Gemütlichkeit versinken zu lassen, versucht das Spiel euch zu auffallend offensiven Aktionen zu verleiten. Risiko statt langer Schleichaktionen. "Rückt ihr vor und sichtet dabei neue Gegner, unterbricht das Spiel anders als bei Xcom das Geschehen und gibt euch die Möglichkeit, die Lage neu zu beurteilen", erklärt Kausch. Entsprechend viele Aktionspunkte stehen euren Soldaten pro Runde zur Verfügung. Das scheint in der Tat bei so gut wie jedem Zug in Schusswechseln zu münden. Es gilt, die vorhandenen Punkte effizient zu nutzen. Anders schafft ihr sonst vielleicht das Primärziel, das war es dann aber auch. Falls das potenzielle, neue Team-Mitglied am Ende der Karte stirbt, weil ihr euch am Anfang zu lange verschanzt, nutzt euch das wenig. Rund 20 Minuten dauert ein Match auf einer Karte. Speichern dürft ihr nur vor und nach dem Kampf.

Das Schlachtfeld und die Figuren mit ihren Aktionsradien wirken auf den ersten Blick wie eine Art Jagged Alliance. In ein Rollenspiel verfällt das Spiel aber nicht. Die Söldner bleiben austauschbar, aber immerhin könnt ihr in der Schmiede eurer Basisstation neue Waffen, Schilde und Anzüge erstellen und ausrüsten. Die statten eure Spielfiguren mit interessant kombinierbaren Fähigkeiten wie dem "Gunslinger" aus: Tragt ihr die entsprechende Rüstung, feuert eure Spielfigur in einem Zug auf alle in ihrer Nähe befindlichen Feinde.

Der Ersteindruck bei der Präsentation im Studio ist positiv. Es scheint euch ein attraktives, kleines Runden-Strategiespiel zum halben Vollpreis zu erwarten. Nur bitte rechnet nicht mit einem Hochglanz-Kassenschlager - diesen Anspruch erhebt Shock Tactics nicht. Überhaupt mausert sich Berlin langsam zur Oase für kleine, aber ansprechende Produktionen - siehe zum Beispiel auch Hero Defense von Happy Tuesday, dem ihr ebenfalls gerne eine Chance auf eurer Festplatte geben könnt.

Tags: Entwicklerbesuch   Onkel Jo   Singleplayer  

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