Thimbleweed Park fast fertig: Das neue Adventure des Machers von Maniac Mansion und Monkey Island

von Joachim Hesse (10. Februar 2017)

Eine unbekannte, verpixelte Leiche liegt im Flussbett. Ein Fall für die Agenten Scully und Mulder! Im Adventure Thimbleweed Park heißen die beiden allerdings Ray und Reyes. Es handelt sich auch nicht um einen Fall aus Akte X, sondern um das neue Spiel von Ron Gilbert. Der hat uns mit seinem Spiel in der Redaktion besucht.

Gilbert genießt als Schöpfer von Lucasfilm-Klassikern wie Maniac Mansion, Zak McKracken oder The Secret of Monkey Island den Ruf als Entwickler-Legende. Allerdings kennen den Namen auch nur noch in die Jahre gekommende Retro-Spieler, stammen die Rätselspiele doch alle aus den späten 1980er und frühen 1990er-Jahren. Doch wessen Liebe für nostalgischen Knobelspaß bis heute nicht erloschen ist, aus dessen Augen dürften beim Anblick von Thimbleweed Park Pixelherzen sprühen. Pixel stehen schließlich nicht erst seit dem Mini-NES hoch im Kurs. Sollten eure Knobelkünste etwas eingerostet sein, dürft ihr im Spiel auch den sogenannten Gelegenheitsmodus wählen: Dort verzichten die Entwickler auf die härteren Kopfnüsse.

Was erwartet euch in Thimbleweed Park? Unglaubliche viele skurrile Charaktere, Rätsel im "Twin Peaks"-Milieu und jede Menge mehr oder weniger lustiger Dialoge. Durch die klickt ihr euch im "Multiple Choice"-Verfahren und kombiniert über Verben Gegenstände miteinander. Klassische Adventure-Kost also mit viel Humor. In der Küche mit der Mikrowelle läuft etwa rote Flüssigkeit aus der Kühlschranktür. Verblutet da etwa ein Hamster? Lasst ihr eure Spielfigur nachsehen, findet sie eine zerbrochene Ketchup-Flasche. Der Kommentar dazu lässt alte Säcke vergnügt grunzen: "Wenn das ein Sierra-Adventure wäre, wäre ich jetzt bereits tot." Ein netter Seitenhieb auf die damals nicht immer faire Konkurrenz. Die Pixelgrafik passt zu diesem Retro-Flair. Trotz der Pixel liefert das Spiel herzliche Animationen.

Seit zwei Jahren schrauben Ron Gilbert, sein "Maniac Mansion"-Kompagnon Gary Winnick und die Damen und Herren von Entwicklerstudio Terrible Toybox an dem Rätselspiel. Mit Hilfe der über Kickstarter eingenommenen Summe entstehen in Seattle Versionen für Mac, Windows, Linux, Xbox One, iOS und Android. Der Umfang entspricht mit 87 Bildschirmen etwa dem von Monkey Island 2.

Dolores, einer der fünf spielbaren Charaktere, treibt sich auf dem Friedhof der Stadt herum.Dolores, einer der fünf spielbaren Charaktere, treibt sich auf dem Friedhof der Stadt herum.

Erscheinen soll das Spiel "bald", wie Spielgestalterin Jenn Sandercock auf Nachfrage zu Protokoll gibt. Ein festes Datum für den Download gibt es also noch nicht. Rechnet trotzdem vor dem Sommer 2017 mit der fertigen Version. Die Zeit bis dahin könnt ihr euch zum Beispiel mit dem DVD-Film Nintendo Quest vertreiben.

Tags: Entwicklerbesuch   Kickstarter   Onkel Jo   Retro  

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