Call of Duty: Die Serie kehrt 2017 zu ihren Wurzeln zurück - und hat ein schlechtes Jahr hinter sich

von Marco Schabel (10. Februar 2017)

Hersteller Activision hat sich zum enttäuschenden Call of Duty - Infinite Warfare geäußert und verspricht Großes für 2017.

Seit Jahren steht die „Call of Duty“-Serie von Activision in der Kritik, weil sie wahlweise keine Entwicklung zeigt oder sich zu sehr in die „falsche“ Richtung bewegt. Der Höhepunkt der Kritik wurde dabei im Falle von Call of Duty - Infinte Warfare erreicht, dessen Trailer viele Negativ-Bewertungen auf Youtube und vergleichsweise schlechte Verkaufszahlen einstecken musste. Wie das englischsprachige Magazin Kotaku berichtet, hat Activision im Rahmen der aktuellsten Geschäftsberichte jedoch Besserung gelobt – und Selbstkritik geübt.

Über zwei Millionen „Daumen runter“-Bewertungen hat das Video, dass ihr über diesem Absatz seht, innerhalb kürzester Zeit erhalten. Der Grund war vornehmlich, dass sich die Spieler nicht damit anfreunden konnten, dass Call of Duty - Infinite Warfare wieder einmal in der Zukunft spielen wird. Auch ein Auftritt des „Game of Thrones“-Lieblings Kit Harrington (Jon Schnee) konnte dabei am Ende die Kritik nicht stoppen. Am Donnerstag Abend zeigte sich Activision daher überraschend selbstkritisch.

So äußerte sich Activision-Geschäftsführer Eric Hirshfeld im Rahmen einer Investorenkonferenz zum Abschluss des dritten Geschäftsquartals zum eher geringen Erfolg von Call of Duty - Infinite Warfare. Das Spiel und insbesondere dessen Szenario seien von den Spielern „nicht gut aufgenommen“ worden, so der Chef des Herstellers, der sich auf den Schauplatz in der Zukunft und im Weltraum bezieht. „Call of Duty - Infinite Warfare hatte tonnenweise gute Spielmechaniken“, heißt es beschwichtigend weiter. „Aber es hatte auch ein Szenario, das nicht allen unseren Fans gefallen hat.“

Im Gegensatz dazu könnte die „Call of Duty“-Serie in diesem Jahr mit dem zum zweiten Mal von Entwickler Sledgehammer entwickelten Ableger die Wünsche vieler Spieler befriedigen. Wie Hirshberg nämlich durchblicken ließ, soll das Spiel „zu den Wurzeln zurückkehren“, was auch den jüngsten Gerüchten um Call of Duty 2017 entgegenkommt. Was er damit genau meint, ist aber nicht ganz klar.

So bietet Call of Duty eigentlich zwei Punkte in seiner Lebenszeit, die als Wurzel betrachtet werden könnten. Der erste Punkt ist das Jahr 2003, in dem die Serie erstmals als Weltkriegsshooter für den PC erschien. Call of Duty 2017 könnte demnach wieder in der Vergangenheit angesiedelt sein, ähnlich wie Battlefield 1 von Konkurrent Electronic Arts. Der zweite Punkt ist der Moment, als das Spiel in die Moderne überging, Verkaufsrekorde aufstellte und die Serie groß machte: Call of Duty 4 - Modern Warfare. In diesem Fall würde Call of Duty 2017 möglicherweise ein modernes Szenario erhalten, vielleicht mit Einsätzen in aktuellen Konflikten.

Wie es auch kommen mag, Activision wird wohl nicht mehr allzu lange damit warten, das diesjährige Call of Duty tatsächlich vorzustellen, was bereits, wie im vergangenen Jahr, im April oder Mai der Fall sein könnte. Ansonsten ist bislang nur gesichert, dass es auch 2017 ein neues Call of Duty geben wird und dieses aus der Entwicklerschmiede Sledgehammer Games entspringt, die sich zuletzt um Call of Duty - Advanced Warfare kümmerten.

Das Szenario von Call of Duty - Infinite Warfare kam nicht gut bei den Spielern an. Was genau euch in dem Spiel erwartet, zeigt diese Bilderstrecke.

Tags: Multiplayer   Science-Fiction  

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