Overwatch: Chefentwickler begründet die Vielfalt der Charaktere

von Luis Kümmeler (23. Februar 2017)

Im Rahmen einer Fachtagung hat Jeff Kaplan, seines Zeichens Chefentwickler des erfolgreichen Helden-Shooters Overwatch, über die Diversität gesprochen, die Blizzard mit seinen bislang 23 spielbaren Helden geschaffen hat. Generell versuche das Entwicklerstudio, möglichst vielen Menschen das Gefühl zu geben, in Overwatch repräsentiert zu werden.

Mit seinen 23 Helden bietet Blizzards Ego-Shooter Overwatch ein breit aufgestelltes Figurenkabinett, das vielfältige Charaktertypen umfasst. Erst im vergangenen Jahr hatte Blizzard etwa zum Erschrecken vieler Spieler (was in sich schon wieder erschreckend ist) durch einen Comic die homosexuelle Ausrichtung von Tracer enthüllt. Wie die englischsprachige Seite Eurogamer berichtet, hat Blizzards Chefentwickler Jeff Kaplan nun im Rahmen der jährlich stattfindenden Tagung „DICE Summit“ über die Wichtigkeit dieser Charaktervielfalt für ihn und sein Team gesprochen, auch wenn diese ursprünglich wohl gar nicht wirklich das Ziel war.

„Ich finde es wirklich interessant, dass die Leute denken, Vielfalt sei das Ziel des Overwatch-Teams gewesen, aber das war es nicht. Uns ging es darum, ein [...] Spiel-Universum zu kreieren, eine Welt, in der sich jeder willkommen fühlt. Das eigentliche Ziel war eine Inklusivität und Offenheit“, so Kaplan in seiner Rede. Er und sein Team wollten theoretisch jedem Spieler das Gefühl geben, in Herkunft und anderen Aspekten in Overwatch repräsentiert zu werden. Diese letztendlich entstandene Vielfalt sei ein Produkt der Offenheit, mit der Blizzard hinsichtlich seiner Figuren gearbeitet habe.

Und das Ergebnis deckt wahrlich so einiges ab: Unter anderem haben Spieler die Wahl zwischen dem brasilianischen Lucio, der chinesischstämmigen Mei und der Ägypterin Ana –  auch ging Kaplan auf die Tatsache ein, dass dabei ausgerechnet die das Cover zierende Tracer als Repräsentantin der „LGBT-Community“ auserkoren wurde. „[...] Ich habe mir die Zeit genommen, mir einige der Shooter der letzten zehn Jahre anzusehen, [...] und ich entdeckte einen Trend auf den Spielecovern: den kernigen Soldatentypen. Und das zeigte mir, wie anders Overwatch ist. Es ist wirklich etwas anderes, einen weiblichen LGBT-Charakter auf dem Cover zu haben, und das ist etwas, worauf wir wirklich stolz sind.“

Für weitere durchaus spannende Passagen aus Kaplans Rede lest ihr den vollen Artikel auf Eurogamer. Overwatch ist für PC, PlayStation 4 und Xbox One erhältlich.

Unsere Bildergalerie gibt euch einen Eindruck von der Vielfältigkeit des gesamten Overwatch-Heldenensembles. Dies deckt sowohl eher spieletypische Charaktere wie Soldier: 76, McCree und Reaper ab, aber eben auch Figuren wie Mei, Lucio und Winston.

Tags: Multiplayer   Online-Zwang   Politik  

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