League of Legends: Riot Games gewinnt vor Gericht gegen Cheat-Entwickler

von Sören Wetterau (07. März 2017)

Seit 2016 streitet sich der "League of Legends"-Entwickler Riot Games mit den Betreibern der Bot- und Cheat-Webseite Leaguesharp vor Gericht. Jetzt ist das Urteil zugunsten des Spielestudios gefallen.

Laut einem Bericht der Webseite Dot ESports hat das zuständige Gericht die Betreiber von Leaguesharp zu einer Strafzahlung in Höhe von zehn Millionen Dollar (rund 9,45 Millionen Euro) verurteilt. Außerdem wird die Bot-Software des Anbieters verboten und die Kontrolle über die Webseite geht an Riot Games.

Mithilfe der lediglich gegen eine Gebühr verfügbaren Leaguesharp-Software konnten Nutzer in "League of Legends"-Matches verbotene Skripte und Hacks nutzen, um sich einen unfairen Vorteil zu verschaffen. Außerdem haben die Betreiber einen Bot-Dienst bereitgestellt, der Nutzerkonten künstlich im Spiel hochlevelt, um diese anschließend für Geld zu verkaufen.

Teil der Gerichtsverhandlung war zudem der Vorwurf, dass die Betreiber der Webseite private Informationen eines "Riot Games"-Mitarbeiters veröffentlicht haben, sowie bewusst die Server von League of Legends attackiert haben.

Das Urteil wurde schon im Januar gefällt. Bis zum 28. Februar hatte Leaguesharp jedoch Zeit, seine Dienste vollständig einzustellen. Diesem sind die Betreiber nachgekommen.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Spieleentwickler vor Gericht gegen einen Anbieter von Cheat-Software gewinnt. Erst im Januar konnte Blizzard gegen die in Deutschland ansässige Bossland GmbH einen Sieg verzeichnen.

Cheater haben hier nichts verloren: In den "Fünf gegen Fünf"-Schlachten von League of Legends geht es hart und möglichst fair zur Sache. Wer betrügt, dem droht die Schließung des eigenen Nutzerkontos.

Tags: Hacks   Multiplayer  

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