Battlefield 1: Selbstauffüllende Granaten, um Granaten-Spam zu verringern

von Sören Wetterau (24. März 2017)

"Battlefield 1"-Spieler kennen die Problematik: Betretet einen engen Gang oder einen Bunker und es regnet Granaten in allen erdenklichen Formen, so dass ein voranschreiten kaum noch möglich ist. Die Lösung von Entwickler Dice dafür? Einfach jedem Granaten geben, die sich automatisch wieder auffüllen.

Mit der ersten Einführung von "Ammo 2.0" im Zuge der Veröffentlichung des DLCs "They Shall Not Pass" für Battlefield 1, haben die schwedischen Entwickler sich ein wenig am Granatensystem aus Star Wars Battlefront orientiert. Statt, dass Spieler nur eine begrenzte Anzahl von Granaten besitzen und diese erst mithilfe einer Munitionsbox wieder auffüllen können, besitzt der Granatenslot nun eine Abklingzeit. Sobald diese vorüber ist, erscheint automatisch eine neue Granate im Inventar. In der Nähe einer Munitionsbox fällt die Abklingzeit kürzer aus.

Die Spielerschaft ist von der Änderung nicht begeistert: Viele hinterfragen die Abklingzeiten und möchten wissen, warum die Entwickler ein System abändern, welches eigentlich seit jeher gut funktioniert. Populäre Youtube-Nutzer wie jackfrags sind ebenfalls der Ansicht, dass die Änderung kaum etwas bewirkt hat. Seiner Meinung nach werden grob immer noch genauso viele Granaten geworfen, wie vorher.

Dice hingegen argumentiert in einem Reddit-Beitrag, dass das Team einen siebenprozentigen Rückgang im Granateneinsatz zu verzeichnen hat. Zufrieden ist der Entwickler damit jedoch noch nicht und will die jeweiligen Abklingzeiten mit zukünftigen Updates weiter anpassen. Eine Abkehr vom "Ammo 2.0"-System ist demnach wohl nicht geplant.

Ganz im Gegenteil. In einem weiteren Beitrag heißt es, dass die Generalüberholung auf die anderen Gadgets ausgeweitet wird. Ziel ist es, dass sich diese Gadgets nicht mehr sinnlos anfühlen, wenn sie einmal verbraucht sind, sondern auch danach weiterhin dem Spieler zur Verfügung stehen. Die Unterstützer-Klasse, welche die Munitionskisten verteilt, soll zum offensiven Sanitäter werden. Dies bedeutet, dass Spieler im Grunde auch ohne ihn über Munition verfügen, aber mit ihm deutlich schneller an Nachschub gelangen.

In den Kommentaren geben sich die Spieler weiterhin skeptisch und hinterfragen die vielen Änderungen. Dabei hatte Battlefield 1 doch einen guten Start zu verzeichnen, wie auch unser Test: "Battlefield 1 - Ein Schritt zurück und zwei Schritte nach vorn" beweist.

Mit Ammo 2.0 nach Frankreich: In der ersten Erweiterung They Shall Not Pass für Battlefield 1 geht es unter anderem nach Verdun. Die Felder haben dort aber definitiv schon mal bessere Zeiten erlebt.

Tags: Multiplayer   Update   Online-Zwang  

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