For Honor: Boykott hat gewirkt, Ubisoft lenkt ein

von Frank Bartsch (31. März 2017)

Ubisoft geht auf die Spieler in For Honor zu und nimmt Änderungen an der Vermarktungsstrategie im Spiel vor. Zuvor hatten Spieler zum Boykott aufgerufen.

Grund für den Boykott ist das System der Mikrotransaktionen in For Honor. Ihr musstet entweder unendlich lange spielen oder ziemlich viel Geld in die Hand nehmen, um wirklich alle zusätzlichen Inhalte zu bekommen. Das stieß den Spielern sauer auf und es folgte ein Aufruf zum Boykott im Spiel.

Dieses Video zu For Honor schon gesehen?

Diesem Aufruf sind viele Spieler nachgekommen und die Aktion zog auch in der Presse ihre Kreise. Eine erste, richtige Aktion ist für den 3. April geplant gewesen. Nun lenkt Ubisoft nach einem Bericht des englischsprachigen Magazins Game Revolution ein.

Gestern hat es "Wartungsarbeiten" im Spiel gegeben und nachdem es wieder online gegangen ist, gab es Grund zum Staunen. Das Unternehmen hat nämlich die Bonifizierung vereinfacht. Das bedeutet, ihr kommt nun deutlich schneller an die Spielwährung "Stahl" heran, um euch Gegenstände im Spiel leisten zu können. Und das sind die Änderungen:

  • 25 Prozent mehr Stahl nach Matches
  • 33 Prozent mehr Stahl nach Erfüllung täglicher Aufgaben
  • 50 Prozent mehr Stahl nach Erfüllung von Nebenaufgaben
  • Community-Aufgaben locken nun mit 2.000 Steel statt 500 bis 1.000

Oben drauf gibt es pro Helden noch ein kostenfreies Elite-Outfit und drei Tage "Champion"-Status als Entschuldigung für Startschwierigkeiten im Onlinespiel.

Ubisoft bezieht sich bei den Maßnahmen nicht direkt auf den angekündigten Boykott. Doch warum sollte das Unternehmen sich plötzlich sonst so generös zeigen?

Und während sich einige Spieler dankbar für diesen Schritt zeigen, so halten andere an dem Boykott fest und rufen weiterhin zum geplanten "Blackout" am 3. April auf, wie eine Diskussion im englischsprachigen Forum Reddit zeigt.

Was For Honor auf dem Bildschirm bringt und was nicht, erfahrt ihr aus dem Test: "For Honor und blutige Nahkämpfe - Ubisoft setzt auf die Online-Karte".

In For Honor erwarten euch Schwertkämpfe auf mittelalterlichen Schlachtfeldern. Doch auch abseits des Bildschirms eröffnen sich Schlachtfelder und ein angesagter Boykott gegen das Spiel ist, trotz Zugaben von Ubisoft, noch nicht abgewendet.

Tags: Multiplayer   Online-Zwang   DLC  

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