PlayerUnknown's Battlegrounds: Der neue Hit auf Steam

von Sören Wetterau (11. April 2017)

Über eine Million verkaufte Exemplare in 16 Tagen und täglich bis zu 100.000 Spieler, die gleichzeitig unterwegs sind: PlayerUnknown's Battlegrounds ist der aktuelle Top-Hit auf Steam, der der Konkurrenz mit großen Schritten enteilt.

Erst seit dem 23. März ist PlayerUnknown's Battlegrounds auf Steam erhältlich und sorgt seitdem für Furore im Genre der "Battle Royale"-Spiele. Der bisherige Spitzenreiter H1Z1 - King of the Kill gerät mächtig unter Druck, obwohl kurioserweise im Kern derselbe Entwickler hinter beiden Spielen steht: Brendan Greene, besser bekannt als PlayerUnknown.

Die Geschichte von Greene beginnt mit dem Aufstieg der "Day Z"-Modifikation für Arma 2, die später zum eigenen Spiel geworden ist. Innerhalb der Modifikation erschafft Greene eine eigene Mod, die sich am japanischen Buch und Film Battle Royale inspiriert. Bis zu 100 Spieler landen in der Modifikation in einem offenen Gebiet und müssen sich gegenseitig bekämpfen, während nach und nach die Grenzen immer kleiner werden. Gewinner ist der, der am Ende alle Anderen mithilfe von Waffen oder Fäusten besiegt.

Nachdem Day Z und Arma 2 an Popularität verloren haben, widmet sich Greene dem Nachfolger Arma 3 mit einer ähnlichen Modifikation. Zu diesem Zeitpunkt wird der Entwickler Daybreak auf Greene aufmerksam und engagiert ihn für eine eigene Version von Battle Royale, die mittlerweile als H1Z1 - King of the Kill ziemlich erfolgreich auf Steam ist. Die Umsetzung fällt jedoch weniger taktisch und deutlich schneller aus als die Modifikationen zuvor.

Greene verlässt danach Daybreak und arbeitet mit dem koreanischen Studio Bluehole zusammen, die zuvor das Online-Rollenspiel Tera entwickelt haben. Aus der Kooperation entsteht schlussendlich PlayerUnknown's Battlegrounds, welches den etwas taktischeren Stil der Arma-Modifikationen einfängt. Unterm Strich ist Greene damit für beide Genre-Könige verantwortlich, die sich in den aktuellen Spielerzahlen nur minimal voneinander unterscheiden.

Das sorgt jedoch zeitgleich dafür, dass sich ein kleiner Prozentsatz von Spielern gegenseitig anstachelt und davon ausgeht, dass das eine Spiel das andere "töten" möchte. Für Greene nicht nachvollziehbar, da sich seiner Meinung nach beide Spiele in gewissen Punkten stark voneinander unterscheiden. In einem Interview mit der englischsprachigen Webseite Eurogamer vergleicht er die Situation mit dem Moba-Genre, in dem League of Legends und Dota 2 dominieren. Beides seien "fantastische Spiele im selben Genre", aber sprechen unterschiedliche Spieler an und können miteinander koexistieren.

Für Greene selbst ist es daher kein Problem, wenn Spieler sich dazu entschließen lieber H1Z1 zu spielen. Erfolgreich können schließlich beide sein, auch wenn PlayerUnknown's Battlegrounds aktuell ein wenig präsenter ist. Wenn ihr jetzt Lust auf das aktuelle Spiel von Green bekommen habt, dann werft am besten vorher noch einen Blick in unsere Tipps-Sektion.

Hinter Day Z steckt mehr als nur eine Modifikation für Arma 2. Erfinder Dean Hall hat mit der Mod das Genre der Survival-Spiele etabliert und hat damit gleichzeitig den Ausgangspunkt für die "Battle Royale"-Vertreter geschaffen.

Tags: Mod   Multiplayer   Open World   Steam  

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