Deutscher Computerspielpreis 2017: Das sind die Gewinner

von Sören Wetterau (27. April 2017)

Quelle: Getty Images/Quinke NetworksQuelle: Getty Images/Quinke Networks

Im Berliner Westhafen fand gestern Abend die Verleihung des Deutschen Computerspielpreises 2017 statt. Insgesamt wurden 550.000 Euro Preisgeld in 14 Kategorien vergeben.

Der große Gewinner des Abends: Portal Knights von Entwickler Keen Games, welches als "Bestes Deutsches Spiel" ausgezeichnet wurde. 110.000 Euro Preisgeld gehen damit nach Frankfurt am Main. Die Jury begründet den Sieg damit, dass Portal Knights eine "kunterbunte und clevere Mischung aus bekannten Spieleelementen" liefert, die "sowohl große als auch kleine Spieler" überzeugt.

The Legend of Zelda - Breath of the Wild ist im Gegenzug zum "Besten Internationalen Spiel" gekürt worden. Laut Jury bietet das Nintendo-Spiel ein "unvergleichbares Open World-Erlebnis, das Spieler für Experimente und Erkundung immens belohnt." Eine Einschätzung, die wir im Test "The Legend of Zelda - Breath of the Wild: Das beste Zelda aller Zeiten?" durchaus teilen.

Bestes Deutsches Spiel (dotiert mit 110.000 Euro)

  • Portal Knights

Bestes Nachwuchskonzept (dotiert mit insgesamt 90.000 Euro, 1. Platz 45.000 Euro, 2. Platz 30.000 Euro, 3. Platz 15.000 Euro)

  • Platz 1: DYO
  • Platz 2: Isometric Epilepsy
  • Platz 3: ViSP – Virtual Space Port

"Jurybegründung: Der Plattformer DYO überzeugt mit erfrischend konzipierten Rätseln in einem zweidimensionalen Labyrinth, einem unverbrauchten Setting und bietet mit einem permanenten „Um-die-Ecke-Denken“ ein kooperatives Spielerlebnis.

Das innovative 3D-Musikspiel Isometric Epilepsy begeistert mit einer gelungenen Kombination aus bewährten Puzzle-Elementen, rhythmisch-musikalischen Elementen und verrückter Ästhetik.

Das VR-Spiel ViSP - Virtual Space Port beeindruckt mit einem guten Konzept aus Kreativität, bei dem logisches Denken gefragt ist, einem hohen Spielspaß und Wiederspielwert sowie dem sozialen Austausch der ViSP-Community."

Bestes Kinderspiel (dotiert mit 75.000 Euro)

  • She Remembered Caterpillars

"Jurybegründung: She Remembered Caterpillars ist auf Anhieb voller Tiefe, märchenhaft und beeindruckte die Jury mit einer fantastischen Ästhetik, viel Detailliebe und einer exzellenten Artdirektion. Die Erzählebene über Liebe, Trauer und Akzeptanz führt zu einem für die Jury ganz besonderen Erfahren des Spielers: nur in Symbiose ist Zusammenleben möglich."

Bestes Jugendspiel (dotiert mit 75.000 Euro)

"Jurybegründung: Code 7 – Episode 0: Allocation ist ein gelungenes Beispiel für das innovative Modell eines Crowd-finanzierten Episodenspiels. Das dystopische Science-Fiction-Adventure begeistert mit einer intelligenten Geschichte und einer außergewöhnlichen Umsetzung. Vor allem die zeitkritischen Sequenzen, die die relevante Diskussion zu Überwachung und künstliche Intelligenz bewirken, sind hervorzuheben."

Beste Innovation (dotiert mit 40.000 Euro)

  • VR Coaster Rides und Coastiality App

"Jurybegründung: Die VR Coaster Rides und Coastiality App ist eine beeindruckende Demonstration von deutscher Innovationskraft mit internationaler Relevanz und schafft eine neue Dimension der Unterhaltung. Hochwertige 3D-Grafiken in 4K-Auflösung und die Möglichkeit, die Inhalte je nach Einsatz zu adaptieren sind nur ausgewählte Punkte, die die Jury überzeugt haben."

Beste Inszenierung (dotiert mit 40.000 Euro)

Jurybegründung: Robinson: The Journey ist ein technisch und ästhetisch auf höchstem Niveau entwickeltes VR-Spiel mit mehreren Stunden Spielzeit, intuitiver Steuerung, einer flexiblen Erzählstruktur und einer hohen audiovisuellen Qualität.

Bestes Serious Game (dotiert mit 40.000 Euro, je Platzierung mit 20.000 Euro)

  • Debugger 3.16 - Hack’n’Run
  • Orwell

"Jurybegründung: Das Jump and Run Debugger 3.16: Hack’n’Run besticht neben einer atmosphärisch anspruchsvoll gestalteten Grafik vor allem durch die Verschmelzung von Lern- und Spielinhalten. Dabei stehen bei dem Erlernen der objektorientierten Programmierung immer die spielerischen Aspekte im Vordergrund.

Das Social-Awareness-Game Orwell geht auf exzellente Weise auf das aktuelle und gesellschaftlich sehr relevante Thema Überwachung ein, indem es die SpielerInnen unter anderem für die Rolle von Social Media in Überwachungsszenarien sensibilisiert, ohne mit dem pädagogischem Zeigefinger daher zu kommen oder den Spielspaß zu vergessen."

Bestes Mobiles Spiel (dotiert mit 40.000 Euro)

  • Glitchskier

"Jurybegründung: Der Arcade-Shooter Glitchskier ist ein brillantes Zusammenspiel von Metapher, Gameplay und Ausführung und hebt sich von anderen Spielen in diesem Genre vor allem durch die Grafik und den Sound ab. An diesem Spiel sitzt jeder Pixel, jeder Effekt, die komplette Mechanik."

Bestes Gamedesign (dotiert mit 40.000 Euro)

"Jurybegründung: In Shadow Tactics – Blades of the Shogun fügen sich die Missionen der SpielerInnen visuell, auditiv und story-technisch sehr authentisch in das historische Szenario. Ein zugängliches Interface Design, überzeugendes Level Design und eine angemessene Steigerung des Schwierigkeitsgrades konnten zusätzlich überzeugen."

Bestes Internationales Spiel (undotiert)

  • The Legend of Zelda - Breath of the WIld

Bestes internationales Multiplayer-Spiel (undotiert)

Jurybegründung: Der Multiplayer-Ego-Shooter Overwatch ist der Beweis dafür, dass perfektes Balancing und Map-Design der Schlüssel zum Erfolg im Multiplayer-Genre sind. Das Spiel bleibt einsteigerfreundlich und weicht auch mit seinem visuellen Stil gängige Genre-Standards auf.

Beste internationale neue Spielewelt (undotiert)

"Jurybegründung: Uncharted 4 - A Thief’s End ist ein Meilenstein des Gamedesignhandwerks. Mit einer unfassbar detailverliebten und teilweise grandios verschwenderischen Inszenierung fühlt sich dieses Abenteuer wie ein zum Leben erweckter Luxus-Reiseprospekt an, der mit ordentlich Action abgeschmeckt wurde."

Publikumspreis (undotiert)

Sonderpreis der Jury

  • Computerspielemuseum, Berlin

"Jurybegründung: Das Computerspielemuseum in Berlin macht auf eine einzigartige Weise digitale Spielekultur erlebbar und bildet damit seit genau 20 Jahren eine Begegnungsstätte für Jung und Alt."

Der Deutsche Computerspielpreis wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Zusammenarbeit mit den Branchenverbänden BIU (Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware) und GAME ausgetragen.

Tags: Politik   Singleplayer   Multiplayer  

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