Gamesweek Berlin 2017: Das sind die Höhepunkte

von Micky Auer (02. Mai 2017)

Eine Woche lang war Berlin die Gamer-Hauptstadt der Republik. Im Zuge der #gamesweekberlin wurde alles geboten, was das Gamer-Herz ein paar Megahertz schneller schlagen lässt. Wir haben uns für euch unter die rund 15.000 Besucher gemischt und einige der Veranstaltungen live miterlebt.

Anfang der Woche ging es mit dem Making Games Festival und der der Quo Vadis los. Vor allem für das Fachpublikum interessant bot die Quo Vadis interessante Gesprächsrunden und Diksussions-Panels über bestimmte, teils noch nicht so bekannte Aspekte in der Spieleentwicklung. Das Making Games Festival hingegen bot den Besuchern eine Menge bereits spielbarer Produktionen. Ein Higlight: Beim Anspielen von Star Trek - Bridge Crew durftet ihr endlich mal selbst auf die virtuelle Brücke des wohl berühmtesten Raumschiffes der Film- und Fernsehgeschichte.

Am Abend des vergangenen Mittwochs fand dann die Verleihung des Deutschen Computerspielpreises unter der Moderation von Barbara Schöneberger statt. In den bekannten Kategorien freuten sich Preisträger zum Beispiel über das beste deutsche Spiel, das beste Serious Game, das beste Game Design und noch vielen weiteren hochkarätigen Sparten. Wer zu den glücklichen Gewinnern zählt, erfahrt ihr hier.

Am Donnerstag eroberte die A MAZE die Herzen der Indie-Fans. Hier ging es vor allem kreativ zur Sache. Seien es ungewöhnliche Eingabegeräte, neue Spieleerfahrungen - mitunter sogar mit vollem Körpereinsatz, oder frische und bisher in dieser Form noch nicht verwirklichte Ideen, die A MAZE ist dafür bekannt, mit Konventionen zu brechen und neue Pfade zu beschreiten. Natürlich macht auch die Indie-Szene von der noch relativ jungen VR-Technik Gebrauch und versetzt euch zum Beispiel in die Rolle einer Taube. Oder aber ihr zeichnet euch euren eigenen Flipper-Automaten mit der kreativen Anwendung Flippaper. Erstaunen konnten viele der gezeigten Entwicklungen.

Freunde des gepflegten Mehrspielerspaßes kamen am Samstag im Game Cinema auf ihre Kosten. Jewweils vier ausgeloste Besucher konnten zum Beispiel in Speedrunners, Lance A Lot oder Gang Beasts gegeneinander in die Schlacht ziehen. Der Clou dabei: Die Matches wurden auf der Kinoleinwand übertragen! Als Gäste konnte auch die bekannte Twitch-Streamerin Lara Loft und Milan Süß, seines Zeichens Profispieler von World of Tanks im Kino Babylon begrüßt werden.

Ganz oben auf der Agenda der zahlreichen Veranstaltungen beim Gamefest rund um das Computerspielemuseum standen die Retro-Freunde. Hervorzuheben ist hier der "Stay Forever"-Podcast mit Christian Schmidt und Gunnar Lott, die in Nostalgie schwelgten und die großen Spiele der Vergangenheit Revue passieren ließen. Dass es dabei nicht immer bierernst zur Sache ging, war nicht nur zu erwarten, sondern war auch höchst willkommen. Schließlich geht es um Spiele und den Spaß, den wir alle daran empfinden!

Die Nacht des nacherzählten Spiels sorgte für besonders viele Zuschauer. Untermalt wurde die einem Poetry Slam nicht unähnliche Veranstaltung von der Live Band "Endgegner", die den Erzählungen gekonnt mit jazzigen Klängen ein stilvolles Gewand verpasst haben. So manche bekannte Melodie aus Spielen erklang so in einem völlig neuen Spektrum. Auch nicht zu vergessen ist die interaktive Ausstellung Homebrew - Classic Homemade Games, die einen interessanten Einblick in die private Entwicklerszene bot. Ausprobieren? Klarer Fall! Die #gamesweekberlin hat in jedem Fall bewiesen, dass sie zum Anfassen ist, nicht bloß zum Anschauen.

Nächstes Jahr geht es vom 23. bis 28. April weiter, dann wird Berlin einmal mehr zur Hauptstadt der Gamer(-Herzen), wenn die nächste Gamesweek ihre Tore öffnen will. Wir sind auf jeden Fall wieder dabei, ihr hoffentlich auch!

Tags: Arcade   Indie   Politik   Singleplayer   Multiplayer  

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