World of Warcraft: Blizzard bannt unschuldige Spieler - und entschuldigt sich

von Luis Kümmeler (08. Mai 2017)

Blizzard, der Entwickler und Betreiber des MMORPGs World of Warcraft hat kürzlich zahlreiche Nutzerkonten gesperrt, die negativ im Zusammenhang mit sogenanntem „Win-Trading“ aufgefallen waren. Offenbar wurden dabei aber auch einige unschuldige Spieler bestraft, wofür sich Blizzard nun offiziell entschuldigt hat.

Wer in World of Warcraft sogenanntes „Win-Trading“ betreibt – sein Können auf den Schlachtfeldern des beliebten MMORPGs also für echtes Geld oder Ingame-Gold an andere Spieler verkauft, oder Dienste wie diese in Anspruch nimmt – der muss mit Strafen seitens des Entwicklers Blizzard rechnen.

Erst kürzlich hat der Publisher erneut eine Bannwelle gegen solche Accounts losgelassen, die mit unlauteren Wettkampfmethoden in Verbindung gebracht werden konnten – doch wie sich nun herausstellt, hat es dabei offenbar auch unschuldige Spieler erwischt.

Wie Blizzard in einem englischsprachigen Beitrag im offiziellen WoW-Forum schreibt, wurden zuerst alle entsprechenden Accounts mit einem permanenten Bann belegt. Wie sich aber herausstellte, hatte nicht jedes der gebannten Nutzerkonten mit einer professionellen „Win-Trading“-Agentur zu tun.

Auch solche, die im WoW-Kosmos wohl eher als „Kleinkriminelle“ einzuordnen sind, erwischte die Bannwelle. Deswegen hat Blizzard diverse Fälle erneut unter die Lupe genommen, zahlreiche Banns zurückgenommen und durch lediglich vorübergehende Strafen ersetzt.

Hier hört es allerdings nicht auf. Wie der Entwickler ebenfalls eingesteht, soll es mitunter sogar vollkommen unschuldige Spieler erwischt haben. Hierfür hat sich Blizzard nun in Form einer kleinen Entschädigung entschuldigt:

„Es tut uns sehr leid, dass diese Spieler fälschlicherweise bestraft wurden. Neben der Entsperrung haben wir ihnen 30 Tage zusätzliche Spielzeit als Entschuldigung ausgestellt“, so der Entwickler. Man habe den Auslöser für diesen Irrtum gefunden, und werde Fehler wie diese in Zukunft vermeiden.

Bannwellen sind gerade in MMOs keine Seltenheit. Einerseits sind Entwickler natürlich bemüht, das Spielgeschehen fair zu halten, andererseits gibt es kaum eine Garantie dafür, dass bei oftmals Millionen von Spielern kein Kolateralschaden entsteht. Auch neuere Spiele werden schnell von Cheatern heimgesucht. Ebenfalls von Blizzard stammt Overwatch, das Anfang des Jahres mit einer Bannwelle bedacht wurde. Aber auch andere Hersteller haben mit unfairem Spielerverhalten zu kämpfen. Das betrifft auch die beliebete App Pokémon Go von Niantic Labs und Nintendo.

Eindrücke zu World of Warcraft - Legion bekommt Ihr in unserer umfangreichen Bildergalerie. Das Addon ist als inzwischen sechste Erweiterung des langlebigen MMORPGs seit August des vergangenen Jahres erhältlich und hat für wieder höhere Spielerzahlen gesorgt.

Tags: Multiplayer   Open World   Fantasy   Online-Zwang  

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