Das Problem mit den Fake-Spenden

von Chiara Bruno (23. Juni 2017)

In einem Video zeigte der professionelle Streamer und Youtuber Desmond Etika Amofah wie sehr die Chargeback-Funktion von PayPal, also die Rückbuchung von Zahlungen, wehtun kann.

Amofah, ein wichtiger Teil der Nintendo-Gamer-Community, sprach eine Warnung an Zuschauer aus, die ihm zum Spaß Geld während seiner Streams auf Twitch spenden, um es dann wiederum zurückzufordern. Für jede Rückbuchung müsse er umgerechnet 18 Euro zahlen. Diese Menschen müssen sich nun vorstellen, was für einen finanziellen Schaden sie dem Streamer zufügen. "Content-Schöpfer wie ich und viele andere leiden unter so einem Problem. Es ruiniert auch unser Leben, da alles was ich tue über PayPal läuft" sagt der Streamer. Im folgenden Video äußert sich Amofah zum Problem:

Der Streamer ist nicht der einzige, der unter diesem Problem leidet. In den letzten Jahren wurden immer mehr Streamer - einige verdienen ihren Lebensunterhalt mit Streams - Opfer dieser "Scherze". PayPals Chargeback-System dient Nutzern eigentlich zum Schutz. Es soll Benutzer vor Betrug schützen, da es beispielsweise möglich sei, mit einer gestohlenen Kreditkarte zu spenden. Dieser Schutz wird vielen nun zum Verhängnis. Zu viele Rückbuchungen führen dazu, dass der PayPal-Account eingefroren und im Ernstfall dauerhaft gesperrt wird. Eine negative Bilanz im Konto ist ebenfalls problematisch, da viele Streamer ihren PayPal-Account ebenfalls als Gehaltsnachweis, bei zum Beispiel Wohnungssuchen, nutzen.

Wenn es um Rückzahlungen geht, sind die Hände des Streamingdienstes Twitch übrigens gebunden, da es sich bei PayPal um einen Drittanbieter handelt.

Große Spenden können erfreulich sein, wenn sie nicht zurückgezogen werden. Scherze dieser Art gehen leider zu weit, da sie dem Streamer ernsthaften finanziellen Schaden zufügen.

Tags: Twitch  

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