Gamestop: Bundle-Politik sorgt für Ärger bei den Kunden

von Micky Auer (01. September 2017)

(Bildquelle: Gamestop)

Da freut sich nicht nur Nintendo, sondern auch die großen Handelsketten: Nach der Ankündigung des Super NES Classic Mini war das Kontingent für Vorbestellungen bei Gamestop "innerhalb von Minuten ausverkauft", behauptet Eric Bright, der zuständige Marketing-Leiter gegenüber Glixel, der Videospielsparte der englischsprachigen Seite Rolling Stone.

Die Nachfrage ist groß, Bright bespricht im Interview unter anderem die Vorgehensweise von Gamestop, um den Bestellvorgang für Kunden so einfach wie möglich zu gestalten und gleichzeitig die Chance zu erhöhen, an besonders begehrte Produkte zu kommen. Da gibt es allerdings einen unschönen Haken. Denn Gamestop packt besonders schnell absetzbare Ware in Bundles, so dass die Kunden gezwungen sind, zusätzliche Produkte zu kaufen, wenn sie - wie in diesem Fall - an ein SNES Classic Mini kommen wollen.

Für diese Vorgehensweise findet Bright erklärende und lobende Worte. Gegenüber Glixel sagt er: "Wir tun wirklich unser Bestes, um bestimmte Ware mit anderen Produkten zusammenzuführen, die Kunden gerne kaufen. Nintendo Switch, zum Beispiel: Wir wissen, dass der Kunde die Joy-Cons aufladen möchte, daher packen wir noch eine Ladestation dazu. Wir wissen, dass die Switch nur über einen begrenzten internen Speicher verfügt, Kunden aber gerne Spiele herunterladen, daher legen wir einen Memory Stick bei. Und dann braucht man natürlich noch ein Spiel. Denn was nützt einem die schönste Hardware, wenn man kein Spiel dafür hat? Wir machen das alles viel bequemer."

Heiß begehrt: Das SNES Classic Mini.Heiß begehrt: Das SNES Classic Mini.

Das ist wundervolles Marketing-Getexte, dessen Inhalt vielleicht sogar manch ein Kunde bereit ist zu glauben, jedoch längst nicht jeder. Im Gegenteil! Im Neogaf-Forum macht die oben getätigte Aussage von Bright gerade die Runde, Leser und potenzielle Käufer finden nicht ein positives Wort dafür. Stattdessen wird die Vermarktungspolitik vom Gamestop an den Pranger gestellt, weil Kunden sich nun mal nicht gerne vorschreiben lassen, was sie zu kaufen haben.

Eric Bright von Gamestop sieht das gänzlich anders. Für ihn ist diese Vorgehensweise reiner Dienst am Kunden: "Die Kunden haben die Gelegenheit, in unsere Geschäftslokale zu kommen und sich jene Accessoires auszusuchen, die sie gerne im Bundle mit ihrer Hardware kaufen wollen. Oder aber sie kaufen online die vorgefertigten Bundles, die wir zusammengestellt haben, um die Einkaufserfahrung bequemer zu gestalten."

Ja. Nun ... Wir sparen uns dahingehend jegliche Äußerung. Urteilt selbst: Findet ihr die Vorgehensweise von Gamestop in Ordnung oder würdet ihr dann lieber doch selbst entscheiden, "wie bequem eure Einkaufserfahrung wird?" Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass Gamestop mit einer kontroversen Aktion für Ärger sorgt. Die bedenklichsten Aktionen haben wir für euch gesucht, gesammelt und gelistet. Schaut mal rein!

Tags: Retro   Politik  

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