Crash Override: Zoe Quinns Buch über Gamergate jetzt erhältlich

von Micky Auer (07. September 2017)

Quelle: Endgadget.comQuelle: Endgadget.com

Der Kunstbegriff "Gamergate" und der Name "Zoe Quinn" sind auf tragische Weise untrennbar miteinander verbunden. Für alle jene, die nicht wissen, worum es dabei geht:

Die 30-jährige US-Amerikanerin Zoe Quinn arbeitet als Entwicklerin, Programmiererin und Autorin. Im August 2014 veröffentlichte ein ehemaliger Partner von Quinn Details zu der vorangegangenen Beziehung. Aufgrund des Inhaltes dieses Texts wurde Quinn fälschlicherweise beschuldigt, positive Bewertungen für ihre Arbeit von einem Journalisten erhalten zu haben, mit dem sie sich in einer Beziehung befunden haben soll.

Später stellte sich heraus, dass besagter Journalist Quinn nur kurz in seiner Arbeit erwähnt hat, darüberhinaus auch nicht während der Zeit der Beziehung. Diese Anschuldigungen waren der Auslöser für die Gamergate-Kontroverse. Quinn wurde zum Opfer von anhaltender Schikane, darunter die Offenlegung von persönlichen Daten, Vergewaltigungs- sowie Todesdrohungen. Der Vorfall sorgte im Nachhall für ein erhöhtes Bewusstsein gegenüber Sexismus in der Branche.

Bereits im Frühjahr 2017 hat Quinn angekündigt, ein Buch mit dem Titel Crash Override veröffentlichen zu wollen, das sich mit den Geschehnissen rund um Gamergate auseinandersetzt. Jetzt ist es soweit: Das Buch befindet sich im Handel und ist zum Beispiel auf Amazon erhältlich.

Wie bereits im Vorfeld angekündigt, geht Quinns Buch noch wesentlich weiter in die Tiefe, als bloß die zeitliche Abfolge der Ereignisse im Zuge von Gamergate zu benennen. Es befasst sich auch damit, wie wir als Gesellschaft es überhaupt zulassen, dass solche Online-Hetzkampagnen stattfinden können und was wir tun können - individuell und kollektiv - ein System aufzubauen, in dem die Opfer mehr Schutz erfahren als die Täter.

Erstaunlicherweise gelingt es Quinn, kein wehleidiges Anprangern an den Tag zu legen, sondern nachvollziehbare Umstände auszuführen und konstruktiv an einer Verbesserung zu arbeiten. So könnte man die Essenz der Buchkritik seitens der englischsprachigen Kollegen von Polygon zusammenfassen.

Klarerweise kriegt ihr Ex-Partner sein Fett weg, jedoch nicht er als Person, sondern seine Handlungen. So befasst sich der letzte Teil des Buches auch damit, wie man mit den Folgen von massivem Online-Mobbing umgeht und erweitert ihre Beobachtungen auf den Bereich des Rassismus, der oft als Basis für die soziale Ausgrenzung in Online-Medien dient.

Wie ihr in der Bilderstrecke seht: Sexismus in der Community selbst ist immer noch ein Thema, das immer wieder sein hässliches Haupt hebt. Beweist, dass ihr besser seid. Beweist, dass die virtuelle Welt, die uns allen gehört, ein schöner Ort ist, in dem jeder willkommen ist.

Tags: Politik  

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