Destiny 2: Hitzige Diskussion um Shader und Mikrotransaktionen

von Sören Wetterau (11. September 2017)

Seit wenigen Tagen ist Destiny 2 für PlayStation 4 und Xbox One erhältlich und ist mit 1,2 Millionen gleichzeitigen Spielern auch sehr erfolgreich. Kritik gibt es trotzdem und zwar direkt aus der Spieler-Community: Für Destiny 2 hat Bungie die Rüstungs- und Waffenshader zu Verbrauchsgegenständen umgeändert. Angeblich, so der Vorwurf in einigen Reddit-Beiträgen, wollen die Entwickler damit den Verkauf von Mikrotransaktionen ankurbeln.

Shader, das sind im Grunde die Färbemittel der Destiny-Welt. Wer in Destiny einen solchen Shader gefunden hat, konnte damit seiner Rüstung ein anderes Aussehen verpassen. Die Shader sind im Vorgänger feste Gegenstände gewesen, die ein Spieler auf beliebig vielen Rüstungen einsetzen konnte. In Destiny 2 hat sich das geändert. Zwar können Spieler nun einzelne Rüstungsteile unterschiedlich färben, dafür aber sind die Shader ab sofort Verbrauchsgegenstände.

Passenderweise können die Glanz-Engramme von Destiny 2 mit etwas Glück neue Shader enthalten. Mögliches Problem: Die Engramme sind via Mikrotransaktionen kaufbar. Ähnlich wie in den Lootboxen anderer Spiele ist der Inhalt jedoch zufällig und ob ihr das gewünschte Shader-Paket erhaltet oder nicht, liegt an Fortuna selbst. Immerhin erhalten Spieler nach jedem weiteren Levelaufstieg nach Stufe 20 ein Glanz-Engramm gratis, welches dieselben Inhalte wie ein gekauftes Engramm bietet.

Dennoch heißt es aus einigen Teilen der Destiny-Community, dass Entwickler Bungie und Hersteller Activision die Spieler mit der Änderung der Shader, zu den Mikrotransaktionen führen wollen. Mittlerweile hat sich Luke Smith, seines Zeichen der Creative Director von Destiny 2, zu den Problemen via Twitter geäußert:

"Shader werden im Spiel verdient: Aufleveln, Kisten, Engramme, Händler. Wir warten, dass ihr mit Shadern überhäuft werdet, wenn ihr weiterspielt. Sobald ihr Level 20 erreicht, findet ihr Shader öfters: Sie gehören zu den Belohungen der Händler und zu den Endspiel-Aktivitäten."

Laut Smith gehören die Shader zu den erweiterten Belohnungen für das Spiel und niemand solle sich zum Kauf gezwungen fühlen. Auf jeden Planeten gibt es beispielsweise einzigartige Shader, die offenbar nicht in den Glanz-Engrammen enthalten sind und somit nur durch das aktive Teilnehmen am Spiel erwerbbar sind.

Mittlerweile hat sich die Lage bezüglich der Mikrotransaktionen ein wenig beruhigt. Die Kritik an den sich verbrauchenden Shadern ist jedoch weiterhin vorhanden.

Zurück in die Welt von Destiny: Mit dem zweiten Teil setzt Bungie sein Online-Universum fort und möchte dieses Mal sogar eine vollständige Kampagne bieten. Das große Ziel bleibt jedoch die Jagd nach der besten Ausrüstung.

Tags: Multiplayer   Online-Zwang   Science-Fiction  

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